01.01.2007: Have Heart, Ritual, Earthquake, Hate Edge, We Once Loved - Berlin - Knaack

 

Nachdem wir Silvester in Rosswein sehr gut verbracht hatten und Zeugen einer unglaublich genialen Show von HAVE HEART werden durften, machten wir uns am Tag darauf auf den weiten Weg in die Hauptstadt der Republik um uns das gleiche Konzert noch mal zu geben. Diesmal ging es in das Knaack und ehrlich gesagt hegten wir erhebliche Zweifel, ob die Stimmung der Silvester Show annähernd erreicht werden würde. Als wir abends ankamen standen bereits die Vans der Bands vorm Knaack und für uns war noch ein wenig das Warten angesagt, da sich der Einlass verzögerte. Die Zeit nutzen wir dann und stärkten uns noch mal vor dem Auftritt, der pünktlich um neun Uhr losgehen sollte.

Das Knaack war bereits gut gefüllt, als um kurz nach neun die erste Band auf die Bühne ging. WE ONCE LOVED hieß die Combo die ebenfalls aus der Hauptstadt stammte und mit recht melodischem Hardcore auf der Bühne versuchte die bereits anwesenden Leute zu begeistern. Klappte leider nicht so wie sich die Band das vorstellte, aber dennoch konnte man von einem netten Auftritt sprechen, die Band gab sich Mühe und sorgte für das ein oder andere Kopfnicken im Publikum. Nach einer knappen halben Stunde verließen WE ONCE LOVED die Bühne und machten Platzt für die nächste Band.

Jene hörte auf den illustren Namen HATE EDGE und war die einzige Band des Abends, die durch ein prolliges Band-Banner glänzte. Musikalisch boten uns HATE EDGE eine Mischung aus SETTLE THE SCORE und SIX FT. DITCH, sprich stumpfen inhaltslosen Hardcore, der so überflüssig ist wie ein Kropf. Man war das ein mieses Konzert, bei dem man nicht wusste ob man lachen oder weinen sollte. Ich zitiere nur eines der anwesenden Mitglieder der folgenden Bands: „This just ruins Hardcore!“ Ich denke damit ist alles gesagt! Nach einer langweiligen halben Stunde und Ansagen wie „Der nächste Song geht an die ganzen Crack-Nutten heraus“ war der Spuk vorbei und alle anwesenden erleichtert, denn jetzt stieg das Niveau mit EARTHQUAKE die als nächstes in den Starlöchern bereit standen.

EARTHQUAKE konnten ja bereits in Rosswein einiges an Ansehen bei mir erspielen und dementsprechned war ich umso gespannter wie die Band in Berlin abgehen würde. Zwar waren weniger Leute anwesend, aber die machten trotzdem eine große Party aus dem Auftritt der New Yorker, die wie bereits in Roßwein ordentlich abgingen und erneut für viel Aufsehen sorgen konnten. Vor allem die agile Bühnenshow sorgte für Kurzweile. Natürlich wurde wieder NEGATIVE APPROACH gecovert, was so ziemlich das Highlight der Show darstellte. Für mich persönlich sind EARTHQUAKE die Gewinner der beiden Shows, da fast niemand sie auf der Rechnung hatte. Sauberer Auftritt der Band, der Lust auf mehr macht.

Nach einem gelungenen Auftritt von EARTHQUAKE wurde es nun Zeit für RITUAL aus Recklinghausen, die meiner Meinung nach den extrem guten Auftritt vom Vortag nicht wiederholen konnten, könnte aber auch an der unvergleichlichen Stimmung in Roßwein gelegen haben. Dennoch war es ein guter Auftritt der Band, der erneut das Talent der vier Jungs unter Beweis gestellt hat. Mal sehen wie sich die restlichen Shows auf der Tour gestalten.

Während RITUAL und EARTHQUAKE schon mal das Publikum ordentlich aufwärmten war nun HAVE HEART an der Reihe das Publikum endgültig zum kollektiven Abgehen zu bewegen. Das Erste was direkt auffiel war der wesentlich bessere Sound von HAVE HEART, der viel druckvoller und klarer rüberkommen konnte als noch einen Tag zuvor in Roßwein. Der Rest ähnelte dafür aber besagter Show. Wieder ging es höllisch ab im Berliner Knaack, was nicht zuletzt an den vielen Leuten lag, die schon Tags zuvor bei der Roßwein Show anwesend waren. Die Setlist war im Endeffekt ebenfalls genau die gleiche und strotzte nur so vor Hits wie „Something More Than Ink“ (Übrigens vom Soul Control Sänger gesungen), „Watch Me Rise“ und „Armed With A Mind“. Wie bereits in Roßwein war auch in Berlin nach einer knappen dreiviertel Stunde Schluss und es bleibt die Erkenntnis, dass HAVE HEART eine der interessanten Bands im aktuellen Hardcore Segment darstellen. Die Show in Berlin konnte das erneut beweisen. Mal schauen wie die nächsten Shows dieser aufregenden Tour laufen. Ich freu mich jedenfalls darauf die Band noch ein drittes Mal in Essen zu sehen.

Alte Kommentare

von Igor 04.01.2007 14:21

In Rosswein sang der \"In my eyes Sänger\". In Berlin war es der Sänger von \"Soul Control\". Nur zur Info.

von ... 05.01.2007 00:20

Es heißt auch Roßwein und nicht Rosswein du Klugscheißer!