01.03.2013: Neaera, Bury Tomorrow, Counterparts, Landscapes - Leipzig - Conne Island

 



Die Mannen um NEAERA hatten auf ein lustiges Stelldichein eingeladen.
4 Bands haben das Line Up komplementiert, darunter die mittlerweile im Metalcore fest verankerten Britten BURY TOMORROW um Ihren Frontmann Dean Winters.

Die wohl undankbarste Stelle der ersten Band übernahmen die aus London stammenden THE DEFILED. Das Quintett schaffte es tatsächlich durch ihre eigenwilligen Frisuren von dem noch eintönigeren Sound abzulenken. Nach gut 20 Minuten, oder vier von elektronischen Einlagen durchzogene Lieder später, waren sowohl die Band als auch das Publikum zufrieden das dieser Teil des Abends vorbei war.

Nach einer etwa viertelstündigen Umbaupause begaben sich die ebenfalls aus Groß Britannien stammendenLandscapes auf die Bühne und konnten trotz Ihrer relativ jungen Bandgeschichte von Anfang an überzeugen. Man merkte den Jungs aus Somerset an, was für ein großes Potential in Ihnen steckt. Anders als bei THE DEFILED ging der Modern Hardcore, wie die Band Ihre Musik beschreibt angenehmer ins Ohr, als die stumpf aneinandergereihten Breakdowns des Openers.
Während des gut 25 Minütigen Set bewiesen ein paar wenige im Publikum durchaus Textsicherheit und zeigten sich auch gewillt ein bisschen Bewegung in diesen bis dahin eher trägen Konzertabend zu bringen.

COUNTERPARTS waren die 3. Band des Abends. Die Band um Frontmann Brendan Murphy ist schon seit längerer Zeit als einer der Top Importe aus Kanada bekannt.
Endlich erwachte auch das Publikum aus seinem verspäteten Winterschlaf und bot einen geeigneten Rahmen für den durchaus überzeugenden Auftritt.
Das halbstündige Set war gespickt mit einer ordentlich gewählten Setlist sodass
Lieder wie The Disconect, Jumping Ship oder auch Sinking frenetisch gefeiert worden.

BURY TOMORROW, der für einige Im Saal wohl doch geheim gehandelte Headliner des Abends, sollte nun endgültig die Betriebstemperatur im Saal anheizen- und auch die letzten die mittlerweile noch still und plaudernd mit einem Bier in der Hand in einer Ecke standen, in Stimmung bringen.
Nach einem epochalen Intro kamen die Jungs um den sympathischen Frontmann Dean Winters auf die Bühne und gaben gleich Lionheart von Ihrem aktuellen Release ‘‘The Union Of Crowns‘‘ zum Besten. Spätestens als der erste Riff durch das mittlerweile gut gefüllte Conne Island zog, gab es bei den Zuschauer kein Halten mehr. 45 Minuten pure Energie standen nun bevor und ein sehr guter Auftritt nahm mit jedem Lied immer mehr Fahrt auf. Sowohl neue und auch ältere Lieder wie Wax Wings, Night Life, Royal Blood oder auch You & I als auch das von der Band mit den Worten angekündigte„The heaviest Song we’ve ever written“ ´Septence‘ wurden von den anwesenden Personen durch Moshpits, Springeinlagen und Sing-alongs, erwidert.

Als man dachte, dass dieser Auftritt schwer zu überbieten war kamen NEAERA auf die Bühne.
Vom ersten Moment an stand das komplette Conne Island auf dem Kopf, und der Innenraum verwandelte sich von nun an in einen riesigen Moshpit.
Unzählige Circlepits, Stagedives und auch ein paar Wall Of Deaths begleiteten den Auftritt der aus Münster stammenden Band. Ein Klischee besagt ja bekanntlich „Das Beste zum Schluss“, NEAERA erfüllten eben diese Aussage zu 100 Prozent.
Knappe 70 Minuten inklusive einer Zugabe von zwei Songs, durchzogen mit purer Energie seitens der Band und des Publikums beendeten diesen Abend und entließen keinen der vor Ort Anwesenden ohne ein breites Grinsen im Gesicht.