01.12.2007: Opposition of One, Never Back Down, Low Incision - Remscheid - Kultschockk

 


Schön, Opposition Of One spielen auf und das im wohl sympathischsten Club in Nordrhein Westfalen. Am Vorabend des ersten Advent ging es ab nach Remscheid um dort gemeinsam mit NEVER BACK DOWN (Metalcore/Stuttgart) und LOW INCISION (Hard-Grindcore/Remscheid) im von den Jesus Freaks Remscheid betriebenen Kultschockk OPPOSITION OF ONE (Hardcore/Stuttgart) zu verabschieden. Nach sieben Jahren, zwei Studioalben, einer EP (je via Guideline Records) und unzähligen Touren, unter anderem in den USA mit ALOVE FOR ENEMIES, ist nun Schicht im Schacht. Am 22.12 spielen die fünf Schwaben in Karlsruhe ihr letztes Konzert. Zunächst jedoch stand Remscheid auf dem Plan.

Um 20:00 Uhr war Einlass und wie immer gab es viel Spaß für wenig Geld. Die Pauschale von fünf Euro ging schnell von der Hand und ab hinein in den familiären Club an der Treppenstraße. Schon früh am Abend war reichlich Publikum anwesend. Klönend auf einem Sofa oder an der Theke mit einem Bier in der Hand vertrieb man die Zeit bis zum ersten Act des Abends. NEVER BACK DOWN begannen und ein Großteil der Anwesenden drängte sich in den Konzertraum um die junge Band aus dem Schwabenländle zu sehen. NEVER BACK DOWN spielen ein saftiges Brett aus mitreißendem Metal und rhythmischem, im mittlerem Tempo gesetzten Hardcore. An sich nichts neues, aber warum immer neu erfinden wenn das alte Spaß macht und die ersten Tanzpärchen dazu ermunterte das Parkett zu betreten. Sänger David, übrigens ehemaliger Bassist bei Opposition Of One, riss das Publikum mit seiner rauchig-rauhen Stimme mit und lockerte die an sich schon angenehme Atmosphäre durch ein paar Sprüche zwischen den Songs auf. Letztere finden sich auf ihrer 6-Track EP „Don't take it for granted“, welche direkt bei der Band oder über den Distro von Guideline Records bezogen werden kann. NEVER BACK DOWN machten Spaß, waren mit eifriger Spiellaune dabei und boten einen guten jedoch keinen besonders innovativen Einstieg.

Nach NEVER BACK DOWN kamen die lokalen LOW INCISION. Die fünf ohne Bass rauschten sich durch ihr Set, welches aus ihrem im Sommer aufgenommenen Debüt bestand. Eigentlich ist Grindmetal nicht so meins, jedoch konnten LOW INCISION mich überzeugen. Die Songs waren schnell auf den Punkt gebracht, rissen das Publikum mit und waren abwechslungsreich gestaltet. Ein kleiner Breakdown hier, Tempowechsel dort und weiter ging es in einem flotten Tempo in Richtung Nackenstarre. Die zwei Sänger, von denen einer leider viel zu leise war, boten neben dem Schlagzeuger eine gute Show. Jener prügelte sich wie kein anderer durch das Set und saß dabei stumm an Emotionen und sonstiger Bewegung auf seinem Hocker. Sehr cooler Typ.

Nach LOW INCISION war es Zeit für OPPOSITION OF ONE aus Stuttgart. Schon oft gesehen und immer eine gute Show geboten bekommen freute ich mich schon seit bekannt werden der Tour auf das Konzert in Remscheid. Der Anlass brachte zwar eine etwas wehmütige Stimmung auf doch schon nach dem ersten Akkord des Openers „Let's build this bridge“ aus dem letzten Album „Screaming without lungs“ war ein neues Gefühlshoch geboren. Sing-a-longs und Tanzeinlagen folgten und gemeinsam mit bekannten Gesichtern feierte man zum letzten Mal die heiligen Haudegen aus Baden-Württemberg. Der Löwenanteil der Songs lag beim neuen Album doch auch ein paar Klassiker wurden gespielt. Schnell, mitreißend, positiv und abwechslungsreich kann die Show beschrieben werden. Schnelle Parts wechselten sich mit schweren Moshparts ab und dem Publikum gefiel es. Durch den zweiten Gitarrist und das darauf zugeschnittene Material der aktuellen LP kamen auch die live melodiösen Parts schön daher. Tanztechnisch hätte zwar für meinen Geschmack noch eine Schippe mehr gekonnt. Aber das war Nebensache. Vielleicht noch ein paar Fakten: Sound war bis auf den kleinen Dämpfer bei LOW INCISION super, die Stimmung durchweg positiv und alle Bands hatten ihren Spaß. Wieder ging ein toller Abend im Kultschockk dem Ende entgegen.

An dieser Stelle wünsche ich Opposition Of One eine gelungene Abschiedsrunde und eine gesegnete Zeit nach sieben Jahre Bandgeschichte!


Alte Kommentare

von jona 04.12.2007 10:23

oha, mit dem christlichen vokabular kannst du hier bestimmt gleich mit einer großen diskussion rechnen; ich hör die szenepolizei schon anrollen... schade, dass ooo nicht weiter im norden spielen, hätte sie auch gerne (grade nach dem grandiosen zweiten album) noch einmal gesehn.

von blake schwarzenbach 04.12.2007 11:10

ach du meine güte. ein werbetext für den christen-club? so toll hatte ich den gar nicht in erinnerung.

von bascht 05.12.2007 23:05

Szenepolizei hin oder her, es es geht um Opposition of One und das Kultschockk Remscheid. :) Schade das sie nicht nochmal ne Show im "Osten" spielen. Gesegnete Zeit, von mir auch.