04.03.2008: Panic! At The Disco, Black Gold, Dune - Köln - Live Music Hall

 


Erwartungsgemäß ausverkauft. Tanzschuhe – check, tightes Outfit – check, gute Laune – check. Die Rahmenbedingungen für ein dienstagabendlicher Flirt mit der Tanzbarkeit schienen also durchaus optimal auszufallen. Zu den synthiegeschwängerten Clubbeats von DÚNÉ wurde sich dementsprechend geschmeidig in Richtung Bühne durch die Reihen gejumpdanced bevor man sich mit 200 anderen Partyfreunden der ersten jubelnden Extase bei "80 Years" hingeben konnte. Die sieben schwitzenden Bühnenskandinavier setzten Indielectrock Maßstäbe für die nachfolgenden Amibands, die es erst mal zu toppen galt.

Entsprechend schwer war der Stand von den New Yorkern BLACK GOLD und ihrem Piano Frontmann Eric Ronick. Ein bisschen relaxter aber dennoch angenehm elektronisch arbeitete man sich durch ein charmantes Set, welches zwar das Publikum in Beschlag nahm, aber keinesfalls für eine ähnliche Discoatmosphäre wie bei den Vorgängern sorgte. Auch der Fakt, dass sich der Front-Chanteur hinter seinem Klavierchen verbarg steigerte nicht gerade die Bühnendynamik von BLACK GOLD, die sich dennoch mit einem positiven Gesamteindruck vom Kölner Publikum verabschiedeten.

Doch nun war es an PANIC! AT THE DISCO den krönenden Abschluss für diesen Abend zu bieten. Hatte man zuvor auf eine der legendären Bühnenshows im Zirkusformat gehofft, gab es "lediglich" eine geerdete Rockshow. Aber auch jene wusste zu gefallen. Das primär weiblich Publikum zeigte sich ausgesprochen textsicher, die vorderen Reihen blieben konstant in Bewegung und natürlich wurden sämtliche Hits von "A Fever You Can't Sweat Out" aufgefahren. Es gab auch ein Wiedersehen mit BLACK GOLD Frontmann Eric Ronick, der sich für die Pianoklänge verantwortlich zeigte. Mit "Nine in the Afternoon" wurde ebenfalls neues Material vom anstehenden Album "Pretty. Odd." am Kölner Publikum ausprobiert und ausgesprochen positiv angenommen. Mit einem doch recht kurzen Set ließ man diesen Abend ausklingen, nicht ohne eine Coverversion von THE BAND zum Besten gegeben. Bekanntermaßen hat die Band da einiges vielversprechenderes an popkulturellen Interpretationen in Petto, man möchte an dieser Stelle jedoch nicht picky werden. Also ab unter die Dusche, denn Schweiß floss an diesem Abend mal wieder in Strömen.