04.11.2006: Woof, After Rising Sun, Of Quiet Walls, Sicario - Schmölln - Stak Reloaded

 


Nichtsdestotrotz ging es gegen 21.15Uhr mit SICARIO los. Die vier Jungs waren die Vertreter der noch recht kleinen, aber doch beständig wachsenden, örtlichen Hardcore-Szene. Musikalisch boten sie Hardcore Richtung Madball, recht stumpf und immer auf die Zwölf. Im vergleich zu vorherigen Gigs konnte ich jedoch eine deutliche Steigerung ausmachen. Die neuen Songs klangen viel frischer als die alten und auch spielerisch ging man aktiver zu Werke. Man darf gespannt sein, wohin sich die Schömllner entwickeln.

Anschließend kamen OF QUIET WALLS aus Chemnitz dran. Schon im Vorfeld war ich gespannt wie nix, hatte ich doch von allen Seiten nur Gutes gehört(besonders über die Livequalitäten). Zudem hatten der Sechser auch einige Wochen zuvor einen zweitägigen Bandwettbewerb gewonnen. Nun, was soll ich sagen, enttäuscht wurde ich nicht. Aus den Boxen ballerte ein Sound, irgendwo zwischen NORMA JEAN und CONVERGE. Auch wenn sich das Riesenloch vor der Bühne nur langsam schloss, den Chemnitzern war es egal. Ständige Bewegungen und Leidenschaft wurden geboten. Besonders die Gitarren waren öfter in der Luft als zwischen den Händen der Musiker. Und die beiden Sänger gingen „vollkommen kaputt“, wie man hier so schön sagt. Wirklich eine schön anzuschauende Show, gerne wieder.

Danach war es Zeit für die Lichtensteiner AFTER RISING SUN, die so etwas wie Heimvorteil hatten. Schließlich lieferte die Fünf erst wenige Monate zuvor beim Radau-am-Stau-Festival(ebenfalls von Sommeritz Rockt organisiert) einen furiosen Auftritt ab. Und so ließ der erste Moshpit auch nicht lange auf sich warten. Besonders witzig waren einige Kids um die 16 Jahre, die sich riesige Schaummatten unter die Pullover gestopft hatten und mit diesem Polster rumsprangen als gäbe es kein Morgen mehr. Dabei konnten sie auch den besten Sound des Abends auf ihrer Seite verbuchen und mit einem Set, dass auch mehrere neue Songs beinhaltet lieferten AFTER RISING SUN jedenfalls einen der für mich besten Auftritte ab, die ich bisher von ihnen erleben durfte. Gekrönt wurde dies mit lauthals geforderten Zugaberufen seitens des gesamten Clubs.

Zum Schluss war endlich die Paderborner HC-Institution WOOF an der Reihe. Zu kämpfen hatten die Vier(ein Gitarrist musste aus Terminlichen Gründen passen) leider mit schlechtem Sound, der vor der Bühne nicht selten einen Einheitsbrei stehen ließ. Dazu kam noch, dass sich nach dem Auftritt von AFTER RISING SUN schon einige Gäste verabschiedet hatten. Nun, was soll ich sagen? Die haben nen ganz schön großen Fehler gemacht. Trotz des eben erwähnten Soundproblems zogen WOOF ihr Set durch und mobilisierten nochmals das Publikum, so dass ich mich ständig vor der Bühne in bester Gesellschaft befand. Mit Krachern aus der Gesamten Bandgeschichte wurde Schmölln noch mal richtig durchgeschüttelt und nach diversen äußerst amüsanten Ansagen und einer Zugabe war auch dieses Konzert Geschichte, wobei nach der Show noch lange weitergefeiert wurde.

Als Fazit war es eines wirklich schickes Konzert, wie es in der Vergangenheit ja leider selten der Fall im Altenburger Land war und wenn die Sommeritzer diese Tradition beibehalten werde ich wohl in Zukunft nicht mehr ganz so oft weite Strecken zu Shows fahren müssen – freuen würde es mich.