05.12.2017: STICK TO YOUR GUNS - Stuttgart - Im Wizemann

 

SILENT PLANET eröffneten pünklich 19:30 Uhr den Abend Im Wizemann in Stuttgart. Die Metalcoreband aus Los Angeles waren nicht das erste Mal in Europa, aber das erste Mal in Stuttgart. Ihre Energie schwappte leider nicht auf das ganze Publikum über, doch die Band wird an dem Abend einige Fans dazugewonnen haben. Der mittelmäßige bis schlechter Sound tat der Band leider keinen Gefallen. Man hatte das Gefühl, dass alles nicht richtig harmonierte. Das merkte man der Band am Ende des Set leider auch etwas an, was man ihnen nicht verübeln kann. 

Der Sound wurde bei FIRST BLOOD leider nicht besser. Egal wo man in der Halle stand, klang es teils nicht wirklich gut. Die Hardcore Band verlor sich auch etwas auf der großen Bühne. Die typische HC-Atmosphäre, die ich so kenne, war hier leider nicht so spürbar. Das funktioniert eben am besten in kleinen Clubs mit kleinen Bühnen und ohne Graben. Aber das alles änderte nichts daran, dass das Publikum auftaute und sich die ersten fanden, die sich im Moshpit austobten. 

Auf BEING AS AN OCEAN war ich gespannt und hoffte, dass der Sound besser wurde. Leider wurde ich in dem Punkt enttäuscht. Das tat aber an dem Auftritt der Band keinen Abbruch. Joel verbrachte, wie gewohnt, viel Zeit beim und im Publikumsbereich. Die ersten Crowdsurfer ließen auch nicht lange auf sich warten und wurden von Song zu Song mehr. Die Stimmung war super und neben neuen Songs wie Black & Blue oder Thorns von ihrem akutllen Album Waiting For Tomorrow To Come durften Klassiker wie The Hardest Part Is Forgetting Those You Swore You Would Never Forget. Bei letzterem griff auch Joel kurz zur Gitarre und der Song wurde zelebriert mit einem längeren Instrumental. Ein solider Aufrtitt, der leider am Sound etwas Kraft verlor. 

Die Crowd wartet sehnsüchtig auf die letzte Band des Abends STICK TO YOUR GUNS. Das Set startet mit 3 Feet From Peace und war nur einer von vielen Songs des neuen Albums True View. Ich hatte die Hoffnung auf besseren Sound nach Being As An Ocean schon aufgegeben und wurde positiv überrascht als er besser war als bei den vorherigen Bands. Das Publikum war ab dem ersten Ton dabei. Spätestens bei Nobody war keiner mehr zu halten. Moshpits, Circlepits und Crowdsurfer ohne Ende waren die Folge. Das Set wurde "krankheitsbedingt" etwas gekürzt, da Vocalist Jesse stimmlich etwas angeschlagen war. Das änderte aber nichts an der gewohnte Energie, welche die Band versprüht und das Publikum ansteckte. Der Kürzung der Setliste fielen vermutlich auch der ein oder andere Klassiker und ältere Song, aber Amber und Against Them All durfte als Abschluss nicht fehlen. Eine Zugabe gab es leider nicht. 

Alles in allem ein guter Abend, der leider etwas Qualität am Sound verlor. Das Line Up der Tour ließ sich sehen und lieferte wie erwartet ab. Fotos vom Konzert gibt es unter unseren Fotos zu sehen.