06.07.2009: Lamb Of God, Misery Speaks - München - Backstage Werk

 

Lamb Of God haben sich mal wieder über den Teich gewagt um primär Metallica im Rahmen ihrer Europa Tour zu supporten. Zwischen die Metallica Dates wurden hier und da noch ein paar Festival Auftritte und Headliner Shows gestreut. München hat neben Köln ein solches Headliner Konzert bekommen und so kamen an die 1000 Besucher ins Backstage Werk um die Herren um Randy Blythe live zu verfolgen.

Misery Speaks aus Münster traten im Vorprogramm auf und legten einen rundum soldien und sehr sympathischen Auftritt hin. Musikalisch gesehen konnten mich Misery Speaks, wie immer, nicht so recht begeistern, was aber nicht an der Band sondern eher an meinem Geschmack liegt. Im Publikum flogen schon die ersten Haare, wobei man der Band durchaus mehr Zuspruch hätte wünschen können.

Lamb Of God selbst legten nach knapp 30 - 40 Minuten Umbaupause mit dem Intro des aktuellen Hassbrockens „Wrath“ los und hauten dem Publikum dann gleich, ganz Albumkonform, „In Your Words“ und „Set To Fail“ um die Ohren. Die Stimmung in der Halle war am brodeln und zahlreiche Besucher erwiesen sich als sehr textsicher. Danach gabs das Riffmonster„Walk With Me In Hell“ vom Vorgängerwerk „Sacrament“ und den Lamb Of God Klassiker „Now You‘ve Got Something To Die For“. Die Band selbst spielte wie ein Uhrwerk was insbesondere der Verdienst von Chris Adler ist. Selbiger bearbeitete sein Drumkit mit stoischer Ruhe und einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Man merkt der Band an, dass sie sich in den USA den Popo wundgespielt hat. Randy Blythe setzte sich mal wieder als Rampensau Nummer eins in Szene und ist eine echte Bereicherung für die Bühnenpräsenz von Lamb Of God die ohne ihn doch recht bewegungslos wäre. Im weiteren Verlauf wurden mit „Dead Seeds“, „Grace“, „Contractor“ und „Broken Hands“ zahlreiche Songs der aktuellen Scheibe vorgestellt. Zum Schluss gab es mit „Redneck“ und „Black Label“ noch zwei Songs aus der Lamb Of Godschen Klassiker Abteilung.

Moment mal … Schluss ?? … War das nicht ein wenig kurz? Richtig, die Herren von Lamb Of God haben nach 60 Minuten und einer Nettospielzeit von gerade einmal 50 Minuten die Bühne verlassen und das Konzert war regulär beendet. So etwas kann man bei einem Eintrittspreis von 21 Euro einfach nur als bodenlose Frechheit und Fanabzocke bezeichnen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Band ja nicht mit ihrem Debut-Ablum auf Tour ist sondern schon einige Studio Alben zur Verfügung hätte. Bei mir persönlich hat das einen ganz schalen Beigeschmack hinterlassen, der einen ansonsten guten Konzertabend deutlich getrübt hat.

Setlist:

The Passing
In Your Words
Set to Fail
Walk With Me In Hell
Now You've Got Something To Die For
Ruin
Dead Seeds
Grace
Broken Hands
Laid to Rest
Contractor
Redneck
Black Label

Alte Kommentare

von KingLouie 07.07.2009 14:19

"So etwas kann man bei einem Eintrittspreis von 21 Euro einfach nur als bodenlose Frechheit und Fanabzocke bezeichnen," Danke. Ich glaube, das ist das erste mal, dass ich so einen Kommentar hier von "offizieller" Seite lese. Teilweise wurde der "kürzere Spielzeiten aber teurere Tickets Trend" hier ja sogar noch verteidigt.

von @KingLouie 07.07.2009 14:53

Ich glaube nicht dass das hier einer verteidigen würde! Michaelt hats halt mal (zu Recht) sehr direkt angesprochen. 50 Minuten sind für eine Band ok, die gerade mal eine CD hat. Aber wie Michael treffend formulierte: LOG haben schon 5 Alben rausgebracht und somit locker Material für 90 Minuten

von ... 07.07.2009 18:45

dinge wie spielzeiten einer band liegen nicht immer in deren entscheidungsbereich...

von @.... 07.07.2009 18:57

Schau dir mal die Setlists von LoG's Euro Club Shows an und du wirst sehen dass sich das wie ein roter Faden durchzieht. Das Backstage in München steht ziemlich verlassen und ich bin überzeugt, dass es an dem Abend keinen harten Curfew gab.