06.11.2015 - FOO FIGHTERS - KÖLN - LANXESS ARENA

 

 

Endlich sitzt der König auf seinem Thron. Könnte man so schreiben, wäre dem nicht vor 5 Monaten ein fataler Bühnensturz vorausgegangen, der dazu geführt hat, dass FOO FIGHTERS-Sänger Dave Grohl einfach mal noch cooler geworden ist, als er ohnehin schon war.

 

Und obwohl er nicht, wie wild, über die Bühne rennen konnte, wurde die Lanxess Arena in Köln trotzdem fachgerecht abgerissen. Die Laufarbeit hat Dave Grohls Thron übernommen, der auf der Bühne vor und zurück fahren konnte.

 

Aber jetzt mal alles auf Anfang. Als vor ein paar Monaten die Tickets für die FOO FIGHTERS Konzerte im November in den Vorverkauf gingen waren diese innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft. Die größte Halle Deutschlands war damit voll.
Nach dem Bühnensturz von Dave Grohl in Göteborg wurde der Thron entwickelt und der Laufsteg, der die Hallen, in der die FOO FIGHTERS gespielt haben in zwei Teile teilte wich einer kürzeren Version und mehr Platz für die Besucher. Vor wenigen Wochen gab es also nochmal einen Schwung Tickets zu kaufen. Diese waren natürlich ebenfalls schnell weg.

 

Nun ist es also so weit. Hier stehen sie. Die FOO FIGHTERS spielen in Köln. Der Vorhang, der die Bühne verdeckt, fällt und es ertönen die Klänge von „Everlong“, die sofort das komplette Publikum mitreißen.

 

Schnell kommen die Hits der Band. Wobei die FOO FIGHTERS ja auch keine schlechten Lieder haben. „Learn To Fly“ und „The Pretender“ kommen im Anschluss. Und dann erklärt Dave Grohl, wo der Abend hingeht: Über zwei Stunden will die Band spielen. Dafür ist die Band bekannt und damit kann man sich dann auch zufrieden geben.

 

Speziell, wenn direkt im Anschluss an so eine Aussage die FOO FIGHTERS klar machen, wer die aktuell größte Rockband der Welt ist. „Big Me“ spielen sie. „Walk“ ist mit der Textzeile („I'm learning to walk again.“) dann schon ein Stück weit selbstironisch, wenn Dave Grohl mit eingegipstem Bein auf der Bühne in seinem Thron sitzt und nur vor und zurück fahren kann. Der Thron, bestückt mit dem FOO FIGHTERS-Logo, zahlreichen Spots und Gitarrenhälsen, ist aber auch so ein ziemlich cooles Ding und so ist es auch für das Publikum nicht ganz so dramatisch, dass der Gott des Alternative Rocks nicht über die Bühne rennen kann, wie man es sonst von ihm gewohnt ist.

 

Zu „Cold Day In The Sun“ wird dann der Rest der Band, der hinter und neben dem Thron etwas in den Hintergrund gerät vorgestellt. „Cold Day In The Sun“ wird dann von Taylor Hawkins intoniert. Dieser profiliert sich zuvor noch etwas als Freddie Mercury-Ersatz. Während er das tut, werden Bilder des einstigen QUEEN-Sängers auf den Screens seitlich der Bühne angezeigt. Weiter im Programm geht es mit „My Hero“ und „Times Like These“ weiter geht. Die beiden Songs, die Dave Grohl bei Rock am Ring im Juni noch solo performed hat, werden dieses Mal mit der kompletten Band gespielt.

 

Da ist sie wieder die Frage: Wie kann man ein Konzert über zwei Stunden mit so genialen Hits füllen? „Skin And Bones“, „All My Life“, „These Days“, „White Limo“ - alle werden sie gespielt, bevor es langsam in Richtung Zielgerade des Konzerts geht.

 

Zwei Stunden sind jetzt rum und Dave Grohl nutzt die Gelegenheit nochmal für eine Ansage: „Wir werden nicht das machen, was alle anderen machen. Wir gehen nicht von der Bühne, um so zu tun als wenn wir nicht mehr wiederkommen, um dann diesen Zugabenscheiß zu machen. Wir spielen einfach so lange es uns gefällt.“

 

Mit „Into The Flesh“ spielen die FOO FIGHTERS noch ein PINK FLOYD-Cover, bevor sich die Band mit dem obligatorischen „Best Of You“ aus einem weit über zwei Stunden langen Konzertabend aus der ausverkauften Lanxess Arena verabschiedet.