08.04.2012: Terror, Death Before Dishonor, Take Offense, Empty Veins - Bochum - Matrix

 




Terror aus Los Angeles ist wahrscheinlich die größte Hardcore-Band, die noch einen Fuß im Underground hat. Wo andere fragwürdige Sponsoren-Verträge abschließen oder sich zum Festival-Headliner hochgearbeitet haben, kommt die Kombo um Scott Vogel nicht nur 5 mal im Jahr auf Europa-Tour, sondern auch gerne einmal mit kleineren und unbekannten Bands.

Aber dazu später mehr. Denn zunächst soll ein Local eröffnen. Als ich die Treppen herunter in die Matrix steige und mich dann Richtung Bühne begebe, bin ich zunächst einmal fassungslos, wie viele Leute Terror im Ruhrpott auf eine Show ziehen können. Mehrere hundert Leute sind auch dann schon anwesend, als EMPTY VEINS den Abend einstimmen. Deutlich melodischer und punkiger als die drei tourenden Bands wissen die Münsteraner bereits einige Köpfe zu bewegen. Im Ohr bleiben nicht nur die abwechslungsreichen Gitarren-Arrangements, sondern auch die zwischen Sprech- und Schreigesang wechselnde Stimme von Sänger Chris, die mich sehr an die aufgelöste Braunschweiger Band Archway erinnert. Obligatorischerweise ist das Bühnenverhalten noch etwas steifer und nichtmal ansatzweise so routiniert wie das der nachfolgenden Kapellen, der Gesamteindruck ist aber auf jeden Fall ein guter. So kann man sich EMPTY VEINS mal als einen Geheimtipp merken, („The Crows Scream Bloody Murder“, eine 5 Song starke Veröffentlichung ist vor 3 Tagen heraus gekommen!) ist aber dann doch froh, dass zum Hauptmenü übergegangen wird.

Und hier zeigt sich das Talent von Terror, sich stetig vielversprechende Support-Bands ins Tour-Boot zu holen. TAKE OFFENSE aus Chula Vista sind in den Staaten natürlich längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, in Europa haben sie allerdings erst eine Tour (im Sommer des Vorjahres mit FIre & Ice und den inzwischen leider aufgelösten Deal With It) hinter sich und damit hoffentlich noch einiges vor sich. Luft nach oben ist jedenfalls fantechnisch eine Menge. In Ansätzen zeigen manche Zuschauer ihre Bewegungslust, der Moshpit kommt langsam aber sicher in Fahrt als mit „Power in Our Hands“ der erste Song des einzigen Longplayers gespielt wird. Doch richtige Stimmung kommt nicht auf. Zumindest nicht soviel Stimmung, wie der Band meiner Meinung nach zu steht. Textsicherheit zeigt kaum jemand, und doch punkten die Kalifornier nicht nur in Sachen Sauberkeit, (wer die Soli von der „Tables Will Turn“ kennt, weiß dass das keineswegs selbstverständlich ist) sondern legen die Messlatte auch was die Bühnenshow angeht mächtig nach oben. TAKE OFFENSE zeigen sich äußerst dankbar und feuern einem einen Kracher nach dem anderen um die Ohren, darunter auch 3 Songs der brandneuen EP „Under the Same Shadow“ (alle außer T.O. Zone). Als Joker hat man sich „No Tomorrow“ im Ärmel behalten. Der Plan geht auf: Einzig und allein bei diesem Song findet sich schätzungsweise ein Dutzend Fans vor der Bühne ein, um den vielleicht besten Song der Band abzufeiern. Für mich jedoch die Band des Abends. Headliner-Tour wanted!

Über maue Publikumsbeteiligung müssen sich DEATH BEFORE DISHONOR nicht beschweren, schließlich war mal schon etliche Male auf dem europäischen Festland unterwegs um sich einen Namen zu erspielen. Nach etwas ausgedehnter Abstinenz sind Viele jedoch wieder froh, die Bostoner mal wieder zu Gesicht zu bekommen – diesmal allerdings mit nur einer Gitarre im Gepäck, jedoch kein Stück leiser. Mit etlichen Stagedives und raumerfüllenden Sing-A-Longs ist man sogar fast auf Augenhöhe mit den allmächtigen Terror. Schwerpunkt des Sets sind vor allem ältere Lieder wie „Never Again“ oder „Break Through It All“. Das neueste Album, mit dem man nicht nur einen Labelwechsel sondern auch einen Soundwechsel angetreten hatte, kommt etwas kurz (gespielt wird unter anderem „Peace and Quiet“). Das Ding hat schon 3 Jahre auf dem Buckel, wird es da nicht auch mal langsam Zeit für etwas Neues? Man merkt an, dass es der 4. Tag der Tour und auch Josh’s Geburtstag ist. Darauf hin gibt es natürlich nochmal mehr Applaus als ohnehin schon. Auch DEATH BEFORE DISHONOR heben sich klugerweise das Beste bis zum Schluss auf, so gibt es nach einem gut gemeinten Tipp von Sänger Bryan Harris („Kein Bier vor vier!“) „Curl Up and Die“, „Friends Family Forever“ und das Cocksparrer-Cover „Boston Belongs to Me“ – hier kann natürlich jeder mitgröhlen.

Für TERROR ist die Menge somit wohl ausreichend angeheizt. Dennoch verzichtet man mal wieder nicht auf eine viel zu lange Umbaupause und ein recht protziges Intro. Los geht’s dann mit „One With the Underdogs“. Gleich fällt mir auf, dass Vogel wohl stimmlich etwas angeschlagen (vielleicht erkältet ist), denn sein Gesang zeigt heute leichte Growl-Ansätze, die zumindest bei mir nicht so gut ankommen. Da das Publikum ohnehin die Hälfte der Show selbst macht, schmälert das jedoch den Spaß nicht wirklich. Vogel, Posner, Stewart, Wood und Jett spielen sich quer durch die riesige Bandgeschichte und man merkt, dass TERROR auch ganz schön stolz auf ihr neues Album sind („Stick Tight“, „Return to Strength“, „You’re Caught“, „Keepers of the Faith). Mit „Live by the Code“ steht ja, wie noch nicht jeder weiß, 2012 noch das mittlerweile sechste Studioalbum an – man darf gespannt sein. Unermüdlich motiviert die Band die Leute vor der Bühne, während jedem Song gibt es unzählbar viele Stagedives und scheinbar der ganze Raum kann die (nicht wirklich anspruchsvollen) Texte mitbrüllen. Auf seine Kosten zu kommen scheint jeder. Da ist man fast schon traurig, als mit den Zugaben „Keep Your Mouth Shut“ und „Keepers of the Faith“ dann nach etwa 50 Minuten wieder Schluss ist. Aber auch nur so lange, bis einem bewusst wird, dass es ja Terror und sie spätestens zum Festivalsommer wieder im Lande sind. Und dann im August auch wieder mit Bane und Naysayer. In diesem Sinne: Ich freu mich aufs neue Album!

Alte Kommentare

von Die NYHC... 17.04.2012 19:07

Kuh muss gemolken werden, bis der letzte Eurocent aus der Partyfraktion des Suffkopfhardcore gepresst wurde. 3 Touren im Jahr durch Deutschland, sei es als Klubtour oder auf Festivals, da sollte wohl jedem so langsam klar werden, dass es nur noch hier ein paar dumme Menschen gibt, die sich das Elend noch anschauen! Btw. waren DbD doch erst vor ein paar Monaten hier, zusätzlich sollte noch dazu gesagt werden, dass außer dem Sänger alles neue Leute sind, von dehnen niemand richtig spielen kann, wo er die wohl gefunden hat!? sollten sich wirklich umbenennen. Alles in allem einfach nur M.A.D Abzocke tour, aber es gibt wohl noch genug Dumme , die hingehen!

von ein Dummer 17.04.2012 23:53

Ich war da und werd auch das nächste Mal wieder hingehen. Warum? Weil Terror für mich immer noch eine der besten Live-Bands sind (selbst wenn Sie über die Jahre abgebaut haben). Immer wieder lächerlich über was sich hier aufgeregt wird. Terror leben von den Einnahmen der Band, und wie für alle Bands heißt das nun mal touren ohne Ende, damit was rum kommt. Und logisch das man da tourt wo die Leute kommen... Scheinbar fühlen Sich hier einige Leute persönlich angepisst, weil Ihr schöner Traum von der heilen Harcorewelt irgendwann mal geplatzt ist, als man mitbekommen hat wie's hinter den Kulissen aussieht....

von hinter den kulissen 18.04.2012 00:11

zum glück gibts nicht nur punk/hardcore bands welche von ihrer musik leben wollen.

von Ohne... 18.04.2012 02:32

...dem ersten Kommentar grundsätzlich widersprechen zu wollen - immerhin handelt es sich noch im eine Kuh, welche Milch gibt. Und nicht um eine Fabrik, welche weiß gefärbtes Leitungswasser als naturidentische Milch zu verkaufen versucht.

von Mit 18.04.2012 08:23

deinem HC will ich nichts zu tun haben!!!! Alk/Koksen/Frauen verachtendes Verhalten und Co. Geht mal weiterhin auf die Shows: M.A.D sagt Danke, denn da kommt die Kohle an, nicht bei den Bands!

von M.A.D.-Booking= 18.04.2012 08:37

Hardcore, findet Euch damit ab. Marc&Ute haben das Kälbchen namens HC grossgezogen, da seit Ihr noch in Daddys Nutsack geschwommen, warum sollen Sie dann nicht die Früchte Ihrer Arbeit genießen dürfen?

von ich habe keine... 18.04.2012 10:50

Ahnung wie Marc und Ute sich bei dem Mafia-artige Geschäftsgebaren überhaupt noch in Spiegel schauen können! Im übrigen bin ich nur 2 Jahre jünger als Marc und kenn seine Spielchen sehr gut!

von @hinter den kulissen 18.04.2012 12:41

die bands die kein geld mit ihrer musik verdienen sind einfach zu schlecht, siehs ein ;) terror und DbD habens eben mit MADs hilfe geschafft und ich freu mich dafür

von PMAlan 18.04.2012 14:31

take offense im nova gesehen. muss sagen, der shouter hats auf jeden fall gut drauf!

von Rubi 18.04.2012 20:45

Verstehe ich das richtig, es also schlecht wenn eine Band drei mal im Jahr durch Deutschland tourt, wo ist eigentlich das Problem. Mir gefählt Terror und es wird auch nach dem dritten mal im Jahr nicht langeweilig. Angebot und Nachfrage entscheidet. Es gibt einiges was mir an MAD nicht gefält aber ohne Läden wie MAD oder Avocado hätte ich die Hälfte meiner lieblings Bands gesehen. Um so richtig Hardcore zu sein darf man also nur eine begrenzte Anzahl von Konzerten geben und darf bloß nicht damit Geld verdienen.

von Tierisch Tierisch 19.04.2012 18:40

Das einstige Kälbchen ist kein wütender Stier mehr, sondern mittlerweile ein altersschwacher Ochse, der nur noch die Wiese vollscheißt. Zu tausenden stürzen sich die Schmeißfliegen auf die Kuhlfladen und rufen begeistert "Oh geil, Hardcore!" Der wahre Kenner weiß hingegen, wo jene Wiesen sind, auf denen es keine Kuhfladen und Schmeißfliegen gibt.

von Rubi 20.04.2012 14:44

Da hat einer aber Angst das Hardcore zu einem Massenmarkt wird, und das mehr als 30 Leute zu einem Konzert kommen. Der "Wahre Kenner" - Ich hasse nichts mehr als elitäres Denken, die einzige Hardcore Szene die ich anerkenne ist in meiner 17 m² Wohnung.

von shazam 20.04.2012 14:53

Birds in Row, Glasses, AYS, Full of Hell, Veils, Goodtime Boys, Gold Kids, R&F, Oathbreaker, Pulling Teeth, Black Haven, Juggernaut, Trash Talk, Ceremony, Fucked Up, Trainwreck, No Omega..... die liste von Hardcore Bands lässt sich endlos fortsetzen. DbD und Terror werden darin sicher nicht vorkommen. diese Bands haben mit Hardcore gar nix mehr zu tun. Hardcore hat nichts mit Koks, Osteoporose, Nutten im Nightliner und "achsofette Shows" mit Absperrungen am Hut. Aber gibt genug Prolls und Bauernidioten die auf so einen Scheiß hereinfallen.

von @shazam 20.04.2012 16:45

Danke! Danke! Danke! Aber für genau die von Dir beschriebenen Menschen bist Du/sind wir eben kein HC! Sie kotzen sich lieber in faschistoider Art und Weise über unsere Klamotten aus, beschimpfen uns als Hipster oder schlimmeres! Das wir die Ideale hochhalten, Dinge bewegen/ändern wollen, dass sehen Sie nicht! Sie beschimpfen uns, ob unserer Bildungen und doch organisieren wir VoKü und Co., engagieren uns bei antifaschistischen Aktionen, all so etwas wird ausgeblendet , negiert und mehr noch! Aber wie Du schon sagst "Diese Bands haben mit Hardcore gar nix mehr zu tun. Hardcore hat nichts mit Koks, Osteoporose, Nutten im Nightliner und "achsofette Shows" mit Absperrungen am Hut. Ihre Fans sicher auch nicht" Von dehnen sehe ich keinen bei Demos und anderen Aktionen! So sieht es doch aus!

von Hardcore.... 20.04.2012 17:29

... ist schon lange ein Massenmarkt, und ich denke elitär genug, um an ihm nicht teilzunehmen. Hardcore bedeutet für mich nicht, dazuzugehören oder dazugehören zu wollen, sondern mich zu distanzieren. Auch von einer vorformatierten Harcore-Szene. Und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit überlasse ich den Fleshtunnel- und Tattoobauern.

von @Hardcore... 21.04.2012 10:43

So wie Du klingst, bist DU bestimmt einer von diesem America-Apperal Idioten, die zu Job for a Douchebag gehen und denken, die haben die Mucke erfunden. Bleib wo Du bist mit Deinem Abgegrenze, solche Leute wie Dich hat HC eh nie gebraucht! Btw: Volxssküche rules,up the Punxssss!

von total daneben 21.04.2012 12:59

Völlig falsch, ich gehe nicht zu Konzerten von Blowjob for a Cowboy. Das ist scheiß Metal Gewichse für alle jene, die sich die Haut mit Tinte vollkritzeln und die Ohren zum Auralverkehr dehen lassen. Und mein Essen koche ich mir selbst.

von @@shazam 21.04.2012 17:33

naja zum glück gibt es ja auch noch "die andere Szene". mit kleinen shows, fanzines und leuten denen es um gewissen werte und integrität geht und mit leidenschaft die szene gestalten(zumindest in der stadt in der ich lebe ;-) ). Diese szene ist viel lebendiger und musikalisch vielseitiger als dieses weichgespülte und sterile ImpericonCashCowTerrorMAD-Gebilde. Und wenn bands wie Terror und co. schon seit x jahren auf tour gehen und immer wieder Idioten finden, die dafür bezahlen, so verschwinden diese Idioten innerhalb kurzer Zeit wieder und suhlen sich dann wieder in der Dorfdisko. Solln sie uns nennen wie sie wollen. Ich kann über diese Leute nur lachen .....

von Rubi 21.04.2012 20:46

Ist es wirklich unmöglich das man Fan von den Großen wie Terror, Madball, Ryker´s und Sick of it all und gleichzeitig Fan von kleinen Bands wie All for nothing oder Strenght ist. Auch Terror haben mal in kleinen Location angefangen. Sollen sie jetzt absichtlich in kleineren Hallen spielen. Ok deren Texte sind oft einfach und Keppers of the Faith ist fast scheón mehr Metal als Hardcore, aber sie bleiben sich treu und machen denn Sound den sie wollen und nicht was man von ihnen erwartet. Zumindestens meiner Meinung nach. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und sollte den anderen akzeptieren. Und nicht alle Fans von Terror sind Trendkids ohne Bezug zu denn Wurzeln, ich habe Terror gehört als noch völlig unbekannt werden. In diesem Sinne "Keepers of the faith - I will defend your name"

von @rubi 21.04.2012 22:12

du darfst gerne "Fan" sein, ich bin lieber Teil einer lebendigen Subkultur, allein hier unterscheiden wir uns. Und sicherlich in den Bands die wir hören :)

von @ Rubi 22.04.2012 00:19

Das ist durchaus nicht unmöglich, Rubi. Insgesamt betrachtet ist Hardcore noch immer eine Nischenmusik und nicht annähernd im Begriff, Stadionrock zu werden (auch wenn Rise Against immerhin schon Arenarock ist). Und wenn Hardcore heute mehr Zuspruch erfährt als vor 20 Jahren, dann bedeutet das auch, daß sich mehr Leute nicht mehr von einer selbstherrlichen Musikindustrie abspeisen lassen wollen und Gedanken im Sinne von "Hardcore is more than music" machen. Dennoch: Ich erinnere mich da an eine Zeit, zu der Hardcore noch als Hardcore PUNK zu verstehen war. Schnelle, wütende Musik mit gescheiten Texten. Heute ist die musikalische Wut gerne mal durch die Brutalität des einfachen Metal verdrängt und die Texte bewegen sich auf einem wenig anspruchsvollen "Ich laufe voller Hass durch die Straße, ich mache meine Feinde platt, ihr Blut klebt an meinen Händen" Niveau. Dieses findet sich gerne im Gangster Rap, in Herdentrieb Kulturen mit Leitwolf, welche den insgeheimen Uhrwerk Orange Wunsch, sich unterzuordnen zu müssen anbeten oder auch bei nicht wenigen Neffen der Onkelz. Was es jedoch mit Hardcore Punk zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Meine Erkenntnis: es gibt einfach unterschiedliche Bereiche in der lauten Gitarrenmusik, welche den Begriff "Hardcore" für sich in Anspruch nehmen und für sich definieren. Ich bevorzuge die ursprüngliche Definition als Hardcore-Punk und insofern eben auch die entsprechenden Oldschool Kapellen. Metalcore Gebrüll ist nicht so mein Fall.

von Nachtrag 22.04.2012 00:26

Wobei mir natürlich schon klar ist, daß Texte nicht immer gescheit sind, nicht immer gescheit sein brauchen und nicht immer gescheit sein können. The Dwarves haben abgesehen von "Wir finden uns selbst toll und stehen auf nackte Frauen" ja auch nicht sonderlich viel zu sagen.

von Das Schöne ist 22.04.2012 10:20

das wahrscheinlich 90% der Kommentarschreiber hier in 2 Jahren eh nicht mehr in dieser "Szene" seien werden, weil Sie Ihre Ausbildung zum Bankkaufmann mehr oder minder erfolgreich abgeschlossen haben.

von Rubi 22.04.2012 13:31

So wie ich das sehe sind viele unglücklich mit der Entwicklung des Hardcores Punk der letzten sagen wir mal 10/20 Jahre. Ich halte aber nichts von früher war alles besser. Ich wette Black Flag, Dead Kennedys oder Minor Threat hatten es auch nicht leicht als sie angefangen haben, es gab sicher Kritik von den "Alteingesessen" und deren Anhängern. Ich mag z.B die Band Have Heart nichts trotzdem schreibe ich keine Hass Kommentare unter deren Reviews, ich höre sie einfach nicht. Es ist völlig normal das nach mehr als 30 Jahren sich der Hardcore in verschieden Richtungen entwickelt und es alle Variationen von stumpf bis intelligent, von politisch bis unpolitisch usw. Auf jedem Konzert höre ich was von Toleranz, man ich höre seit vielen Jahren Metal und Hardcore und lebe auch die Ideale da ich mich mit ihnen identifiziere und plötzlich kommt ein selbsternannter Szene Wächter und meint mir vorschreiben zu können was ich hören muss und was ich tun muss um Hardcore zu sein. Ich höre was ich will ich mach was ich will und werde mich garantiert nicht rechfertigen. und zu meinen Vorgänger Kommentar, auch vor 30 Jahren waren viele Nieten dabei die von Trend zu Trend nach liefen ohne irgendwelche Werte zu vertreten. Bankkaufmann und Hardcore schließen sich nicht aus, auch du hast ein Konto und willst vieleicht irgendwann mal ein Konto, also den Ball mal flach halten.

von Ihr könnt etwas ändern 22.04.2012 13:38

Und das macht Hardcore aus, Ich bin seit 17 Jahren in der Szene, organisiere seit 15 Jahren Shows, seit 10 Jahren VoKüs, seit 5 Jahren arbeite ich ehrenamtlich z.B. der Tafel, seit etwa der selben Zeit organisiere ich Demos, Spendenaktionen, Tierechtsaktionen und mehr! Klingt alt oder?! Ist wohl so wenn man über 35 ist... Egal! Subkultur ist dazu da um gelebt zu werden, HC ist mehr als nur Musik, Fan sein, Sex, Alk & Tattoos. Es ist ganz einfach anzufangen, sucht nach Gleichgesinnten und los gehts! Hardcore war für mich immer Heimat, eine Familie, etwas was verbindet in der Haltung anders zu sein, anders als die fetten, satten Mitmenschen, die sich eingerichtet haben in ihre kleinen Welt und andere hinter sich lassen ohne zurückzuschauen. Hardcore ist Gesellschaftskritik.

von Rubi 22.04.2012 13:43

ich glaube auch nicht das es früher eine echte Definition von Hardcore Punk gab, Bands wie Agnostic Front, Cro-Mags, Bad Brains, Dead Kennedys, 7 Seconds, Hüsker Dü, Bad Religion, Slapshot... alle diese Bands unterscheiden sich sowohl vom Sound als auch von den Texen her. Damals war das ähnlich wie heute, Agnostic Front sind wütend und eher einfach und geradeaus, Bad Religion eher melodisch und "intellektuell".

von @Rubi 22.04.2012 14:06

Du solltest dich dringend umschauen, Hardcore sind weit mehr als die Bands, die Du hier immer zu Felde führst. Der NY oder Bostenhc, der 80iger und 90iger Jahre, ist nicht alles! Es gibt soviel mehr gute HC Bands, schau dich doch mal im melodic Bereich um, schau Dir die Bands auf dem Fluff oder New Noise an, diese Band verkörpern wirklich Ideale!

von hc warrior 25.04.2012 00:43

ideale im hardcore werden doch nur von ein paar handvoll leute in jeder stadt hochgehalten. (diy veranstalter, ...) der rest konsumiert einfach nur und hat auch sonst mit politik nix am hut. traurig aber so isses

von HaHaHardcore 01.05.2012 10:20

Was sich hier Selbstdarsteller rumtummeln ist ja schon klasse. Klopft euch bitte noch ein Wenig mehr auf die Schultern, wie lange ihr schon dabei seid und seit wann ihr etwas "für die Szene" tut. Boah, geil, gibt Credibility. Immer weiter so, irgendwie isses ja gut, dass ihr das im HC/Punk-Genre macht, aber ihr könnt wenigstens meinen geliebten Metaql in Ruhe lassen, ja?

von Agent Cooper 01.05.2012 13:33

Ich gehe jetzt zum einzig wahren Bosten Metaql pumpen.

von @HaHaHardcore 01.05.2012 14:39

Wenn es Selbstdarsteller wären, würden sie es nicht anonym tun :) und was sollen sie in Ruhe lassen?

von xXXXx 03.05.2012 13:04

hardcore ist was ihr draus macht ;) jeder soll für sich selbst entscheiden was 'hardcore' für ihn/sie bedeutet. Für mich zum beispiel verkörpert der begriff mit freunden ne geile zeit auf gigs zu haben, moschen, zusammen saufen und bitches klar machen. und andere denken eben anderes aber für mich ist genau DAS hardcore

von @xXXXx 03.05.2012 19:59

was für ein süßer Troll Du doch bist :)

von xasgx 07.05.2012 10:21

schon geile diskussion. in der welt von heute geht es nur um geld, peinlich wer so naiv ist und das noch nicht verstanden hat. ich selber hab mich mal daran versucht ein label aufzubauen und wurde bitterlich enttäuscht, da selbst kleine bands der meinung sind, sie müssten wie rock-stars geld abgreifen. und all das vor dem hintergrund "hardcore". glaubt ihr denn alle noch an das was die meisten bands in ihren texten verarbeiten??? vegan straight edge und aufm party-san schön eine rauchen. maroon lässt grüßen.ganz ehrlich, wenn die mucke rockt und da kein scheiss fascho inhalt drin ist, zieh ich mir das rein und geh auch für 18euro zu ner terror oder SOIA show. hardcore so wie viele ihn haben wollen is fuckin DEAD!!!

von @xsagx 08.05.2012 06:58

Als ob du hier was Neues erzählst! Welcome to the Real World,möchte man dir zurufen! Es gibt die Idealisten und solche,die den "HC" hält zum Gelderwerb nutzen. Das is nix Neues,wenn ich da an die Grabenkaempfe von X-Mist und We-Bite zurückdenke. Du als Konsument hast es letztenendes in der Hand,wen von Beiden Du unterstützen möchtest!