08.06.2007: Killing The Dream, Solid Ground, So Far Away, Business as Usual - Giessen - Muk

 


Freitag Abend, gute 30 Grad und vor mir liegt eine anderthalb Stunden Fahrt nach Giessen ins MuK um mir Business As Usual, So Far Away, Solid Ground und Killing The Dream anzusehen.

Also, Sachen gepackt, ab ins Auto und losgefahren. Durchgeschwitzt am Ziel angekommen, stellt sich heraus, das der Einlass erst gegen 21.00 Uhr sein wird, was so nicht auf dem Flyer gestanden hat – da kann man halt nichts machen – also erst mal vor dem Laden warten.
Endlich 21.00 Uhr die Türe zum MuK öffnet sich, also nichts wie rein und abwarten wann die erste Band spielt.

21.30 Uhr Business As Usual betreten die Bühne. Die Band war mir bis dahin völlig unbekannt. Die Mannen und eine Frau (Drummerin) von Business As Usual gaben aber ordentlich Gas und es hat richtig Freude gemacht zu sehen, wie viel Energie die Band in Ihr Oldschool Set legten. Das nicht nur mir die Band unbekannt war sondern anscheinend auch den meisten angereisten Gästen spiegelte sich auch im zögerlichen Bewegungsdrang der Crowd wieder. Vielleicht hätte hier ein Coversong das Eis ein wenig brechen können, dieser kam aber leider nicht. Was der Show von Business As Usual aber keinen Abbruch tun soll. Die Show war trotz alledem recht gut und als Opener machten Business As Usual Ihre Sache sehr gut. Falls ihr mal die Chance habt die Band live in eurer Nähe spielen zu sehen, dann nutzt sie.

Danach waren So Far Away aus Aschaffenburg an der Reihe. Die Band war dem Publikum schon geläufiger was sich in Sing a longs und Tanzeinlagen wiederspiegelte. Frontmann Felal konnte das Publikum immer wieder mitreißen, was die Show natürlich puschte. Musikalisch spielten So Far Away Oldschool Hardcore mit teilweise cleanen, melodischen Gesangsparts, was die Songs ein wenig auflockerte. Leider ging gegen Mitte des Sets von So Far Away eine Gitarre kaputt, was zu einer ungewollten Zwangspause führte, die Sänger Felal jedoch gut überbrückte. Nach ca. 40 Minuten war dann auch das Set von So Far Away zu ende.

Als Dritte und somit vorletzte Band betraten Solid Ground aus der Schweiz die Bühne. Nachdem das Publikum nun nach So Far Away aufgewärmt war wurde da weitergemacht wo zuvor aufgehört wurde. Sing a longs, Stagedives und Tanzeinlagen. Solid Ground spielten einige alte Sachen und stellten gleichzeitig auf der Show ein paar neue Lieder vor, die auf dem hoffentlich bald erscheinenden Album zu finden sind. Solid Ground hatten richtig Spaß an ihrem Auftritt, was auch das Publikum merkte und so war der komplette Saal des MuK´s in Bewegung. Alles in allem eine sehr gute Show von Solid Ground und wie oben schon erwähnt, bin ich auf das neue Album der Schweizer gespannt.

Als letztes waren nun Killing The Dream an der Reihe. Wer nun dachte, dass die Zuschauer nach Solid Ground keine Puste mehr hätten, der hatte sich gewaltig getäuscht. Im Gegenteil, hier war der Saal schon fast zu klein, für die angereisten Leute. Jedoch war der Spaß schnell vorbei, denn bereits nach ca. 25 Minuten verließen Killing The Dream die Bühne, was daran lag, das Sie mit Ersatzdrummer spielten und dieser nicht mehr Songs der Band einstudiert hatte. Als das Publikum aber eine Zugabe verlangte wurde noch Friends Like You von Sick Of It All gecovert. Dann wollten Killing The Dream eigentlich endgültig ihr Set beenden, da sie nun nach Aussage des Sängers Elijah alle Lieder gespielt hatten, die sie mit Ersatzdrummer spielen konnten. Aber die Zuschauer gaben sich noch nicht zufrieden und verlangten noch eine Zugabe und so musste Sänger Elijah noch mal ran. Nun folgte ein zweiter Coversong der etwas ungewöhnlichen Art für eine Hardcore-Show. Gecovert wurde der Titelsong inklusive Beatbox zu der Serie Der Prinz von Bel-Air. Was sich als ziemlicher Knaller rausstellte, da die Meisten der Zuschauer den Text konnten und auch da mitsangen. Ich persönlich fand, dass der letzte Coversong mit ein Highlight der Show war und einen schönen Abschluss für eine gelungene Show darstellte.

Zum Schluss bleibt zu sagen, das die Show ein absoluter Knaller war. Der einzige Kritikpunkt von meiner Seite ist der späte Einlass, aber dafür waren die Umbaupausen recht kurz.