09.12.2007: The Black Dahlia Murder, Job For A Cowboy, The Red Chord - Köln - Underground

 


25 Jahre Metal Blade, wenn das kein Anlass für eine schicke Tour durch europäische Gefilde ist. Mit THE BLACK DAHLIA MURDER, JOB FOR A COWBOY und THE RED CHORD hat man auch gleich ein hochwertiges Label Line-Up zusammengerottet, welches an diesem zweiten Advent die Domstadt besucht um das allseits beliebte Underground in Schutt und Asche zu legen. Die Verlegung von der Live Music Hall in das bedeutend kleinere aber ungleich charmantere Underground erfolgte ziemlich kurzfristig, dürfte jedoch in letzter Minute noch einige Metalheads zu einem Besuch animiert haben. Dennoch konnte man an diesem Abend, trotz voller Bude, noch nicht von einem ausverkauften Haus sprechen.

Aufgrund der weihnachtlich vernebelten Sinne und dem Unglaube, dass bereits um 20:00 Uhr das erste Shredderriff durch die PA gejagt werden könnte, erreichte man pünktlich zu den ersten Takten von JOB FOR A COWBOY die Location. Dort wartete bereits die nächste Überraschung auf das Schreibervolk, als man ungläubig gegen eine Bühnenabsperrung stolperte. Seitdem man Köln als neue Heimat gewählt hat ist dies der erste "Bühnengraben" im Underground. So richtig konnte man trotz des bestialischen Death Metals von JOB FOR A COWBOY dann leider doch nicht von einem "Abriss" sprechen, denn jeder wagemutige Metaller, der sich über die Absperrung wagte, wurde unsanft und teilweise mit Arm auf den Rücken gedreht von der Bühne geschleift. Trotz dieser Überschattungen kann man nur von einem ausgezeichneten Set mit voller vokaler Bandbreite, derbem Chaos und unglaublicher Aggression sprechen. Insgesamt war das Set noch mal ein gutes Stück besser als beim letzten Mal mit UNEARTH und DESPISED ICON.

21:30 Uhr und das Warten auf den Headliner beginnt welcher nach kurzem Soundcheck und noch deutlich vor 22:00 Uhr mit dem ersten Track "The blackest incarnation" die Meute in Bewegung bringt. Frontmann Trevor Strnad mit seiner stattlichen Plauze hat das Publikum von der ersten Minute an im Griff und zeigt sich gewohnt bewegungsfreudig auf den wenigen Metern, die er auf der Bühne zur Verfügung hat. Bereits als dritten Song bekommt die Crowd "Nocturnal" und gleich im Anschluss "Miasma" zum Fraß vorgeworfen und der Saal fängt so richtig an zu brodeln. Die Matten fliegen, der Schweiß perlt von der Decke und sowohl auf als auch vor der Bühne hat man jede Menge Spaß. Dieser Abend wird natürlich nicht ohne eine Zugabe beendet und so schicken einen THE BLACK DAHLIA MURDER mit einem guten Gefühl in die Winternacht. Dankeschön!