10.07.2006: Ignite, With Honor, Convict - Münster – Tryptichon

10.07.2006
 

 



Heute stand Münster auf dem Plan und die Show im Tryptichon besaß einiges Potential für eine gute HC-Show.

Als ich um ca. 19:30 am Münsteraner Tryptichon ankam hingen draußen die Jungs von With Honor rum und ca. 30 andere Leute, da Einlass erst um 20:00 Uhr war, stand gepflegtes faulenzen in der Sonne an.

Nach und nach kamen mehr Leute und pünktlich um 20:00 Uhr öffneten sich die Türen des Trytichon.

Die erste Band des Abends war Convict aus Belgien. Zwar wirkten die Jungs sehr sympathisch mit ihrer Mischung aus Punkrock-, Pop und Hardcore-Elementen, aber wirklich vom Hocker reißen konnten sie mich und augenscheinlich auch die anderen Konzertbesucher nicht. Nach ca. 20 min. war Schluss und Convict gingen wieder von der Bühne. Zu den Songs, die sie gespielt haben kann ich hier nichts schreiben, da ich die Jungs vorher noch nicht so wirklich wahrgenommen habe. Es lässt sich aber festhalten, dass nicht wirklich der Funke auf das Publikum übersprang, anscheinend bevorzugten die Leute lieber das geniale Wetter draußen, da es drinnen noch recht leer war.

Als nächstes standen With Honor auf dem Programm. Die Jungs haben kürzlich ihren zweiten Longplayer mit dem Titel „This is our Revenge“ via Victory Records veröffentlicht und waren das erste Mal auf Europa-Tour. Musikalisch bieten With Honor eine Mischung aus Old-School HC und Punkrock, zum Teil so ähnlich wie SAS.
Anscheinend sagte der Stil den anwesenden sehr zu, denn es wurde immer voller im kleinen Tryptichon und der erste Pit des Abends bildete sich. With Honor boten in ihrem ca. 30 min langen Set eine starke Leistung. Neben Liedern des 1. Albums „Hearts means everything“ wurden vor allem Neue Sachen gespielt, wie z.B. „Like Trumpet“, „This is our Revenge“ oder „Closets“. Der neue Sänger hat sich bemerkenswert gut in die Band integriert. Eine sehr gute Show, die With Honor bestimmt ein paar neue Fans eingebracht hat.

Nach dem Set von With Honor wurde kurz die Bühne umgebaut und ein kurzer Soundcheck gemacht, bevor es dann nach ca. 15 min soweit war und Ignite die kleine Bühne im Tryptichon betraten. Das Gedränge vor der Bühne wurde größer und während des Intros stieg die Temperatur im Tryptichon auf gefühlte 100 Grad an. Dann kamen endlich Ignite auf die Bühne. Sie legten direkt mit dem Opener „Bleeding“ von neuem Release los. Direkt darauf folgte „Fear is our tradition“. Im Publikum war einfach eine Riesen Stimmung und der Funke sprang sofort über. Es entstand ein großer Pit und die ersten Stagedives des Abends konnten betrachtet werden. Nach und nach wurde es immer heißer im Tryptichon und es fing sogar an von der Decke zu tropfen. Dies führte auch dazu, dass ab dem 4. oder 5. Lied vermehrt die T-Shirts ausgezogen wurden. Im weiteren Verlauf des Sets wurden viele Hits gespielt, wie „Call on my brothers“, „Run“ oder „Who sold out now“. Natürlich durften auch nicht die teils politischen, wie auch privat-emotionalen Ansagen fehlen, wie bei „Poverty for all“ und „Let it burn“. Zwischen jedem Song reichte Zoli auch Wasser ins Publikum, was auch dringend nötig war um die tropischen Temperaturen in dem Laden auszuhalten.
Fast klar war, dass ein Hauptaugenmerk auf den neuen Liedern liegen würde, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch. Einfach nur Wahnsinn was Ignite während ihres einstündigen Sets geboten haben. Als krönenden Abschluss, des regulären Sets wurde neben „Sunday Bloody Sunday“ natürlich „Veteran“ gespielt. Als Zugabe gabs dann noch ein kurzes Drumsolo und einen Song mehr. Nach dieser Energiegeladenen Show war jeder wieder froh an die frische Luft zu gelangen.

Alles in Allem eine sehr fette Show, die meine Erwartungen übertroffen hat. Bis jetzt kannte ich Ignite nur von Festivals, aber diese Clubshow hat diese Auftritte um ein vielfaches übertroffen, einfach nur große Klasse, was Ignite hier im Tryptichon geboten haben. Mal wieder ein Beweis für die Tatsache, dass es sich bei Ignite um eine der besten HC-Bands der Gegenwart handelt. Höchstens der Ticketpreis von 15€ lässt sich kritisieren, andererseits gabs dafür auch eine verdammt gute Show.


von Dario