(10.-14.08.2016): OPEN FLAIR FESTIVAL - ESCHWEGE

 

Das 32. OPEN FLAIR Festival in Eschwege ist nun seit sage und schreibe zwei Wochen Geschichte. Wer sehnt sich zurück? Auch in diesem Jahr war es ausverkauft. Kein Wunder bei dem schönen Ambiente und hammer Line-Up.
Am Mittwoch der zweiten Augustwoche bekam die schöne Stadt Eschwege wieder ein paar tausend Besucher – für fünf Tage. Auf insgesamt sieben Bühnen mit über 100 Bands, Künstlern und Walking Acts auf dem gesamten Gelände, war für alle Interessen etwas dabei.

 

Besonders schön an dem Festival ist die Location: Das Festival ist über die halbe Stadt verteilt, mitten im Grünen und direkt am See. Traumhaft! Da muss sich einfach jeder wohl fühlen – von jung bis alt!

 

Schon am Mittwoch gab es einen Überraschungsgast. Der war für die meisten dann doch nicht mehr eine so große Überraschung. Ein paar Tage zuvor wurde bekannt gegeben, dass die DONOTS aus Ibbenbüren das OPEN FLAIR Festival auf der Seebühne eröffnen werden. Pünktlich zur Show waren schon tausende Fans angereist und haben in der Sonne und im Staub mit den Jungs das Gelände perfekt eingeweiht – inklusive nackt stagedivender Menschen.

 

Für den Donnerstag haben sich ELFMORGEN etwas Besonderes überlegt: Sie wollten unbedingt auf dem Festival spielen und haben eine Wette abgeschlossen, dass sie über Freunde reinkommen und auf dem BECK’S Truck des Campingplatzes spielen werden. Durch viele Komplizieren, wie zum Beispiel der KAPELLE PETRA, haben sie dies tatsächlich geschafft! Es kamen hunderte Menschen auf den Platz, um den Erfolg zu feiern! Alle haben sich natürlich auf die Schubkarre Of Death gefreut, die ELFMORGEN irgendwann mal erfunden haben. Der Platz wurde zu einer riesigen Party mit unzähligen Crowdsurfern, Pits, Bier und Schnaps. Herrlich!
Auf der Seebühne wurde das aufblasbare Einhorn der Security eingeweiht und bei den KILLERPILZEN auf das Publikum losgelassen. Ja, die KILLERPILZE waren auch da! Sie spielten viele Songs aus ihrem aktuellen Album „high“, sowie auch einige ihrer ersten Hits wie „Richtig Scheisse (auf ‘ne schöne Art un Weise)“ oder „Springt Hoch“ – was mich persönlich seeehr gefreut hat!


Auch am Freitag gab es eine riesige Party auf dem Zeltplatz. Dieses Mal nicht auf dem BECK’S Truck, sondern davor. Spätestens, wenn einem viele Menschen mit roten Shirts und Stickern überall begegnen, weiß man: SCHMUTZKI waren hier. Auch dieses Mal zerlegten sie den Zeltplatz bei ihrem Mob. Ab dem Tag wurde nun auch die Hauptbühne, die HR3 eröffnet. Acts wie SUM41, MADSEN und mit einer wahnsinnigen Lichtshow rockten am Freitag die Bühne.
SUM41 spielten erstaunlicher Weise sehr viele alte Songs und gaben ein paar Fans die Möglichkeit, sich die Show Sidestage anzuschauen.

Samstags sollte jeder BOYSETSFIRE gesehen haben – trauriger Weise eine ihrer letzten Shows.

JENNIFER ROSTOCK und FJORT heizten auf der Seebühne ein. Als Headliner gab es DIE FANTASTISCHEN VIER auf die Ohren. Eingefleischte Fans durften sich über Songs wie „Krieger“ oder „Populär“ freuen. Am Abend gab es auf der Burg ein schönes Feuerwerk zum Abschluss.

 

Der letzte Festivaltag stand so gut wie jedem im Gesicht geschrieben. Fünf Tage Festival hinterlassen dann doch einige Spuren. Bands wie THE HIVES, nochmals ELFMORGEN auf dem Zeltplatz, ROYAL REPUBLIC und ZEBRAHEAD brachten die Festivalbesucher noch mal an ihre Grenzen, bis LIMP BIZKIT allen die letzte Energie raubte. Obwohl LIMP BIZKIT musikalisch geil drauf waren, habe ich das Gefühl nicht losbekommen, dass mit Frontmann Fred Durst etwas nicht ganz richtig war. Vielleicht ging es auch nur mir so, aber ich hätte mir gewünscht, dass er teilweise nicht so viele sinnlose Dinge erzählt und gefragt hätte und wenn LIMP BIZKIT mehr von ihren Songs gespielt hätten, als NIRVANA oder METALLICA zu covern. Trotzdem war die Band neben SUM41 definitiv eins meiner Highlights des Festivals.

Ich kann wirklich jedem empfehlen, einmal bei diesem wunderschönen, familiären Festival gewesen zu sein. Die Security ist übrigens die Beste! Mit Federn, Wasser, Mehl, Spielzeug, aufblasbaren Tieren und einer Menge Spaß sind sie unersetzbar. Und nebenbei leisten sie auch noch souveräne und sehr gute Arbeit. Respekt dafür!

Ich werde nächstes Jahr hoffentlich wieder ein Teil des Festivals sein und wünschte, es würde gleich morgen wieder so weit sein!

 

www.open-flair.de