11.06.2014: Bring Me The Horizon, Vitja - Karlsruhe - Substage

 


5,5 Jahre ist es her, dass ich BRING ME THE HORIZON das letzte Mal live gesehen habe, damals noch im alten Substage zusammen mit A DAY TO REMEMBER und AUGUST BURNS RED. 2009 wurden 2 ausverkaufte Shows an einem Tag gespielt, kein Wunder bei diesem Line Up. Auch dieses Mal ist der Substage natürlich wieder Wochen vorher ausverkauft, so spielen BRING ME THE HORIZON an diesem Abend auch eine relativ exklusive Clubshow neben den ganzen Festivalauftritten.

Als ich gegen 20:15 Uhr am Substage ankomme, eine viertel Stunde nach dem Einlass, ist immer noch eine Riesen Schlange vor dem Substage, so dass ich die ersten Töne vom Support VITJA verpassen. VITJA wurden übrigens erst einen Tag vor der Show bestätigt, so scheinen die Jungs mittlerweile so eine Art Last Minute Band für Karlsruhe zu sein. Sie sind auch im vergangenen Juli auf dem Fest eingesprungen als BREAKDOWN OF SANITY kurzfristig absagen mussten. Nachdem ich VITJA Anfang des Jahres nochmal gesehen hatte, sind heute also aller guten Dinge drei. Bisher konnte ich mich so recht nicht mit dem technischen, vertrackten und mit Elektronik Samples aufgefüllten Sound anfreunden. Nicht, dass mich diese Attribute generell verschrecken würden, aber die Interpretation von VITJA hat mir persönlich noch keinen Zugang gestattet. Die Band um Sänger Dave ist sehr gut aufeinander eingespielt und liefert auch eine ganz gute Show ab, dennoch sind VITJA ganz einfach nicht mein Ding.

Nach einer guten halben Stunde Umbaupause kommen BRING ME THE HORIZON zu den Klängen zu „Shadow Moses“ auf die Bühne, entsprechend groß ist der Jubel, welcher fast schon in Gekreische ausartet als Oli Sykes, welcher nicht mehr ganz so hager und dürr aussieht wie früher, erscheint. Dieser muss eigentlich gar nichts machen, um das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Songs des aktuellen Albums „Sempiternal“, was mir persönlich durchaus gelegen kommt, so ist der neueste Output eines meiner Highlights des musikalischen Jahres 2013. Nicht ganz so 100% kommen die ruhigen Gesangsparts. Anfangs konnte man kurz den Eindruck gewinnen, dass das Mikro kaputt wäre, zumindest schaute Oli immer ganz irritiert auf das Mikrofon. Als sich jedoch das Ganze mehrfach wiederholte und bei den anderen Parts nichts von Problemen mit dem Mikrofon erkennbar war, muss man fast davon ausgehen, dass er an diesem Abend etwas Probleme mit der Stimme und den ruhigen Momenten hatte. Vom Album „Suicide Season“ gibt es lediglich „Diamonds Aren't Forever“ und „Chelsea Smile“ und von „There Is A Hell, Believe Me...“ gibt es sogar nur „It Never Ends“ zu hören. Nach einer knappen Stunde geht die Band von der Bühne, um kurz darauf noch einmal für das viel umjubelte „Sleepwalking“ zurück zu kommen. BRING ME THE HORIZON liefern an diesem Abend eine gute und mit einigen Effekten versehene fast schon explosive Show im Substage ab. Die Band wirkt zwar durchaus sympathisch, aber irgendwie doch ein wenig zurückhaltend, so gibt es z.B. zwischen den Songs nur spärliche Ansagen. Auffallend auf alle Fälle mal wieder das recht junge weibliche Publikum, einige Eltern trauen sich an diesem Abend mit rein und gesellen sich in den hinteren Teil des Substags, andere warten vor dem Substage nach der Show, um den eigenen Nachwuchs aufzusammeln. Erschreckt war ich ein wenig über die Merchandise Preise, 25€ für ein einfaches, einseitig bedrucktes T-Shirt sind dann schon ne Menge Geld. Aber gut man muss es ja nicht kaufen und so verlasse ich mit leeren Händen gegen 22:30 Uhr den Substage.


BRING ME THE HORIZON Setlist:
1.Shadow Moses
2. Diamonds Aren't Forever
3. The House Of Wolves
4. Go To Hell For Heaven's Sake
5. And The Snakes Start To Sing
6. Empire (Let Them Sing)
7. It Never Ends
8. Can You Feel My Heart
9. Chelsea Smile
10. Antivist
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11. Sleepwalking