11.11.14: Cannibal Corpse, Revocation, Aeon - Berlin - C-Club

 



Am Dienstag, den 11. November flog in Berlin das Death Metal Konvoi angeführt vom amerikanischen Urgestein CANNIBAL CORPSE in den C-Club am Columbiadamm ein.
Auf ihrer „A Skeletal Domain Europe Tour“ haben sie sich Support von AEON und REVOCATION mitgebracht.

Schon zu Beginn des Konzerts, beim Einlass ab 19:00 Uhr waren etliche Anhänger der schwarzen Metall-Szene dort, um sich beim Merchandise-Tisch umzusehen, die ersten Biere zu bestellen oder sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten.

Es war zunächst noch sehr still, nur ganz leise ertönten alte Metal-Klassiker von AC/DC oder BLACK SABBATH über die Venue-Lautsprecher, das Licht war hell.
Es schien, als seien viele Leute alleine oder zu zweit gekommen, große Gruppen waren nicht zu erkennen, anscheinend haben viele den Weg von weiter weg auf sich genommen, um in den C-Club zu kommen.

Wie im etablierten Metal gewohnt, ging es pünktlich um 20:00 Uhr dann mit der ersten Band AEON los. Es schien erst, als würden diese noch einen kurzen Linecheck machen, sie kamen ganz ohne Intro auf die Bühne und der Drummer legte mit seiner Double-Base los. Gleich beim ersten Song zeigte die Band dann jedoch schon, wie der Abend wird: Laut und schnell. Das BPM-Gerät hätte an dieser Stelle wahrscheinlich durchgehend über 200 angezeigt, Respekt dabei an Schlagzeuger Artur Malkki.
Die Band aus Ostersund in Schweden ist seit 1999 aktiv, konnte auf Anhieb überzeugen und die einigen bereits anwesenden Gäste konnten der Show sichtlich viel abverlangen.
Leute wie ich, die diese Musik nicht jeden Tag hören, haben in dieser Band auf jeden Fall einen guten Anfang für diese Show und in die Welt des Death Metal gefunden.
Auch die neue Platte „Aeons Black“ der Band, die in diesem Jahr erschienen ist, lohnt sich, mal angehört zu werden.


Setlist:

Satanic Victory
Living Sin
Forgiveness Denied
Kill Them All
Aeons Black
Biblewhore
Still They Pray
Forever Nailed


REVOCATION


Nach gut 30 Minuten Spielzeit und einer kurzen Umbaupause waren REVOCATION aus Boston, MA an der Reihe.
Während der Opener eher auf das Doppel-Pedal am Schlagzeug setzte, war REVOCATION eher auf einschlägige Gitarrenriffs und Show-Einlagen, die für ganze Olympiastadien ausgelegt sind, aus.
Frontmann David Davidson hat man es auf jeden Fall angemerkt, dass er Bock auf die Show hat und keine Gelegenheit scheut, die Menge zu animieren. 
Mit dabei haben sie ihr neues Album „Deathless“, das seit dem 14. Oktober via Metal Blade Records auf dem Markt ist.

Für die tief verwurzelten Anhänger des ganz besonders bösen Death Metal war diese Performance allerdings eher weniger attraktiv. Die Band nahm ein bisschen die Wucht aus dem Abend und ließ noch genug Energie für den Headliner des Abends, the almighty Cannibal Corpse.




CANNIBAL CORPSE

REVOCATION hat nach gut einer Dreiviertel Stunde die Bühne verlassen und die Produktion der Headliner-Band frei gemacht. Schwarzes Tuch vom Schlagzeug, Backdrop hochgezogen, Setlists angeklebt, Mikrofone, Gitarren und Bass kurz gecheckt.

Und dann ging es auch schon los. Unspektakulär still wie die Bands zuvor gingen die fünf Amerikaner auf die Bühne. Wie erhofft, wurde es dreckig und noch schwärzer als zuvor.
Ohne viel Bewegung auf der Bühne, aber einer enormen Wucht lieferte die Band ab.
Ich frage mich immer wieder, wie der Corpsegrinder diese Töne produziert und das über die Länge.
Die Headbanger-Fraktion in den ersten Reihen wurde entsprechend größer, die vorhadene Haarmenge der anwesenden Fans wurde zielsicher mit der Kopfrotation in Szene gesetzt und nur durch das Heben der Metal-Gabel mindestens einmal pro Song unterbrochen.
Ansonsten war das Motto einfach nur schneller und heftiger.
Cannibal Corpse haben auf jeden Fall bewiesen, dass sie Tag für Tag eine solide Live-Show hinlegen können ohne viele Zwischenansagen. Nach gut 90 Minuten Set war dann Schluss und mit „Devoured By Vernim“ verabschiedete die Band das Publikum in die kalte Berliner Nacht.






Setlist



Staring Through the Eyes of the Dead
Fucked With a Knife
Stripped, Raped and Strangled
Kill or Become
Sadistic Embodiment
Icepick Lobotomy
Scourge of Iron
Demented Aggression
Evisceration Plague
Dormant Bodies Bursting
Addicted to Vaginal Skin
The Wretched Spawn
Pounded into Dust
I Cum Blood
Disposal of the Body
Make Them Suffer
A Skull Full of Maggots
Hammer Smashed Face
Devoured by Vermin

Alte Kommentare

von Au weia... 23.11.2014 22:40

Chris Barnes?!? 1995 is was her ;-) Grammatikalisch keine Meisterleistung, der Bericht.

von Corpsegrinder 25.11.2014 10:25

Wo steht denn was mit Barnes? Jetzt sagt nicht,da stand das der CC Sänger Chris Barnes heißt????

von @Corpsegrinder 26.11.2014 09:50

doch, das stand da.

Sehr tolle Rezession dieses Abends!

von mukske 07.02.2015 15:55

Hey zusammen, die Rezi kommt von mir, entschuldigt bitte, hab mich etwas schlecht informiert und falsch geguckt :( Nächstes Mal dann besser!