12.06.2008: Eternal Tango, Erin, Times New Romance - Koblenz - Circus Maximus

 

Was hat die Deutsche Nationalelf mit dem Konzertveranstalter dieses Konzertes gemeinsam? Genau � beide haben eine gehörige Klatsche bekommen. Wie allmählich bekannt sein sollte sind Konzerte in Koblenz generell nicht gut besucht und wenn am gleichen Abend dann auch noch die Deutschen spielen ist das noch etwas schwerer Leute in den hübschen Keller des Circus Maximus zu bekommen.

Glückte das mit ETERNAL TANGO das letzte Mal noch so gut, dass die Show komplett ausverkauft war, geht die Rechnung heute so gar nicht auf. Den meisten potentiellen Konzertgängern lag die Niederlage wohl so schwer im Magen, dass sie ihren Arsch einfach nicht hochbekamen um das sehr feine Line-up an diesem Abend zu bestaunen.

Als erstes spielten die Sympathen von TIMES NEW ROMANCE und hatten gehörige Soundprobleme. Neues Material gab es auch schon zu hören und versprach mal wieder Großes. Ihre leicht verdaulichen Songs gewinnen dank der nicht vorhandenen Klischee-Kiste mehr und mehr eine hymnische Ader.

Als nächstes sind die Mayener von ERIN dran die dieser Tage auf dem Essener Label New Times Records ihr erstes Album veröffentlichten. Schon jetzt sind einige Erfolge in Form von Rotation auf überregionalen Radiosendern fest zu machen. 2 Stimmen, eine Gitarre und ein Keyboard und das mit 3 Leuten. Auch wenn andere sowas alleine auf die Reihe bekommen, muss man den Songs wenigstens eine gewisse Schönheit anrechnen und das obwohl es recht nervig und unprofessionell herüber kommt wenn 5 Minuten lang der Sänger versucht für den Gitarristen die Gitarre zu stimmen weil er dies nicht kann. Trotzdem ein schöner Auftritt bei dem man sich so manch stumpfe Ansage hätte sparen können.

Am Schluss spielen ETERNAL TANGO vor nicht mehr als 20 Leuten und sind sichtlich enttäuscht. Zwar wie immer energisch und gut gelaunt aber wer sie schon mal live erlebt hat, der bemerkte den Unterschied. Neues Songmaterial gab es auch, welches leider sehr an Kollegen wie FALL OUT BOY erinnerte. Hits wie �Narya, Narya� oder Concidence dies in c� funktionieren trotzdem wunderbar. Mit �Knock me out princess� ist dann trotzdem nach kurzer Zeit Schluss und als Zugabe gibt es noch den OPUS Klassiger �Life is Life� und ein Luxemburgisches Kinderlied.

Ein insgesamt guter Abend. Wenn der Hauptact und die nicht anwesenden Besucher sich mal etwas mehr Mühe gegeben hätten wäre es wahrscheinlich noch mal besser gewesen.