12.11.2009: Bring Me The Horizon, A Day To Remember, August Burns Red - Köln - Essigfabrik

 

Die Schlange vor der ausverkauften Essigfabrik reicht schon weit vor Einlassbeginn bis auf die Straße. Um nicht mal 19.00 Uhr ist es schon dunkel und vor allem eiskalt. Man merkt eindeutig, dass der Winter mit großen Schritten im Anmarsch ist. Da tut es gut in eine beheizte Konzerthalle zu kommen und sich eine der unzähligen momentan stattfinden Metalcore-Touren anzuschauen. In den letzten Tagen fanden gleich mehrere große Konzerte statt. Das Beastfest und auch die Never Say Die! Tour liegen bereits hinter uns. Heute steht uns ein weiteres Line-Up bevor, gleich drei Größen der Metalcore Szene touren gemeinsam durch Europa.



Doch zunächst heißt es den Einlassmarathon bzw. entstehende Wartezeiten zu überwinden. Diese dauern so lange, dass man am Ende glatt die ersten zwei Songs von August Burns Red verpasst. Diese sind im Sommer noch mit wilden, elektronischen Intro ausgelassen auf die Bühne gesprungen und haben sich dabei immer ein wenig selbst aufs Korn genommen. Nun wirken sie eher ausgelaugt von der bereits hinter ihnen liegenden Tour, geben sich aber dennoch Mühe überzeugend zu wirken und liefern ein an sich ordentliches Set ab. Der übliche Matsch des Essigfabriksounds tut dabei sein übriges und so mag man mancher kaum erkennen, ob der gerade gespielte Song nun vom alten Album oder der neuen Platte Constellations stammt. Als finalen Song bieten August Burns Red, wie sollte es auch anders sein, Composure dar.



Spätestens bei A Day To Remember wird klar, es ist alles schon mal da gewesen. Vor nicht mal einem halben Jahr erst spielte die fünfköpfige Truppe aus Florida Gleicherorts. Damals jedoch als Headliner. Die Reaktionen auf die Post-Hardcorer mit den poppigen Melodien sind aber die Selben geblieben. Vom ersten Song, Downfall Of Us All, an klebt ihnen die Menge an den Lippen und singt jeden Song lautstark mit. Manch einer hat sich extra für ihren Auftritt sogar ein Kostüm einfallen lassen. Und so sind in der Menge junge Herren mit Wrestlingmasken oder Tierkostüm auszumachen. Ca. 40 Minuten lang performt die Band alle tanzbaren Nummern der Homesick Platte, aber auch ein paar ältere Titel. A Day To Remember beenden ihren Auftritt mit The Plot to Bomb the Panhandle unter tosenden Applaus.



Der Headliner des Abends lässt auf sich warten. Wer nun im hinteren Teil der Halle steht kann beobachten, dass die ersten Konzertbesucher die Essigfabrik bereits wieder verlassen. Nicht jeder scheint sich auf Bring Me The Horizon allzu sehr zu freuen. Während sich die Herren der Schöpfung nun eher Richtung Bar bewegen sind die ersten Reihen fest in Girlyhand. Als das Warten dann ein Ende hat werden auf der Bühne vier große Leutreklame-Letter enthüllt: B-M-T-H. Kaum betritt Frontmann Oli Sykes die Bühne, drehen die ersten Reihen den Kreischsound auf. Und schon landet der erste BH in Übergröße auf der Bühne. Bring Me The Horizon nehmen es mit einem Schmunzeln hin und spielen zunächst den ersten Teil von Chelsea Smile, ehe sie Bass- und Gitarrenboxen erklimmen, von selbigen herunter springen und zu Teil Zwei des Songs ansetzten.



Man muss es ihnen lassen: Das was sie machen, machen sie gut. Ihr Frontmann beweist Entertainer Qualitäten. Zu guter Letzt heißt es dann Party til you pass out, drink til' you're dead - Dance all night til you can't feel your legs. Ein recht bezeichnender Song, ist man doch den ganzen Auftritt über das Gefühl nicht losgeworden, dass Frauenschwarm Oli ein wenig zu tief ins Glas geschaut hat. Und während die elektronische Version von Football Season Is Over noch ca. eine Minute lang vom Band läuft, tanzt und springt das Publikum ausgelassen auf der Bühne rum. Irgendwie ist es doch immer wieder das Gleiche...

Alte Kommentare

von Maxx 24.11.2009 23:22

Wohl wahr, immer wieder das gleiche... Trotzdem ein recht knappes Review wie ich finde! Aber naja, war ja auch ein ziemlich langweiliges Konzert. Warm die Marek Lieberberg Argentur wirklich JEDES mal die Wellenbrecher auspackt ist mir ein absolutes Rätsel. Wäre sicherlich mehr Action da gewesen wenn man hätte stagediven können, wie letztes Jahr im Oktober. Achja, und mir kam es so vor, als wenn Herr Sykes ausnahmsweise mal nüchtern gewesen wäre (er hat sogar Wasser getrunken). PS: Die Kostüme haben wir erst bei BMTH ausgepackt, und nicht für (die wirklich enttäuschenden) ADTR.

von Maxx 24.11.2009 23:24

Ach ja, und zu den Fotos braucht man ja nun wirklich nichts zu sagen oder? -.-'

von gnihihi 25.11.2009 02:55

wieso? weil du und deine ach so witzigen kostümfreunde nicht drauf seid und so keine 30sek-internet-fame erhaschen könnt?

von kravallo 25.11.2009 08:17

bildchen sind bombe!

von Pedda 25.11.2009 11:44

Also ich fand den Sound bei ABR sehr gut. Vll mal die Ohrenstöpsel rausnehmen, damit man den Sound 1:1 mitbekommt... ADTR habe ich zum ersten mal gesehen und war leicht enttäuscht, es ist halt meistens schwierig wenn einer shouted und gleichzeitig singen muss. Und von BMTH kann man ja halten was man will, aber Live bringen sie echt nicht die qualli von der Platte. Der Sykes kann auf der Bühne einfach nicht den Stil des zweiten Albums rüberbringen.

von beatsfan 25.11.2009 18:56

Ich hab alle 3 Bands in Köln zum ersten mal gesehen und ich fande es wirkte wirklich sehr einstudiert alles. Wer natürlich ADTR schon zum 5. mal innerhalb von einem Jahr sieht (und wie Karo auch nach Bochum für die fährt) den kann ich voll und ganz verstehen, dass es langweilig wird. Ich fands gut, würde mir aber keine der Bands nochmal unbedingt angucken.

von Maxx 25.11.2009 20:10

Oh man gnihihi :D :D peinlich -.- Wahrscheinlich eins von den Mädels, die BHs auf die Bühne geworfen haben. Nein, weil ich auch mal Bilder von der ganzen Stage sehen will und nicht nur x mal die gleiche Einstellung von Oli Sykes... Guck dir die Fotos vom 13.10.09 an, die sind genial.

von beex 25.11.2009 20:26

den bildern nach zu urteilen spielen bring me the horizon finstersten hair metal?

von schommma 25.11.2009 20:34

bilder können alles. aber egal. ist geschmackssache... du meinst 08, oder. naja, da gab es keinen bühnengraben und die fotografen waren on stage. ist immer cooler. für die besucher und für die fotografen.