14.09.2007: Bane, Have Heart, Ceremony - Bochum - Matrix

 

Seit drei Wochen sind BANE, HAVE HEART und CEREMONY nun zusammen auf Tour und dabei schon ganz schön rumgekommen. Anfangs schien die Tour unter keinem guten Stern zu stehen- so fielen kurz vor Beginn zwei Mitglieder bei BANE aus, sowie ein Gitarrist bei HAVE HEART. Nichtsdestotrotz war am Freitag nun die Matrix in Bochum an der Reihe. Der Anfang verzögerte sich zunächst, da LOCK AND LOAD aus Münster wegen Krankheit absagen mussten. Das schien aber keinen großen Geist zu stören- der Großteil der ca. 400 Konzertbesucher fieberte ohnehin dem Auftritt von HAVE HEART entgegen.

So war die Resonanz bei CEREMONY noch eher verhalten, hier und da ein paar nickende Köpfe, aber noch nicht die ganz große Begeisterung, obwohl der Sänger wie ein Derwisch über die Bühne fegte. Aufsehen erregend bei dieser Band war auch der Gitarrist, beziehungsweise dessen lange, blonde Haare (mit Färbeansatz) im Legolas-Style. Wirklich traurig wirkte keiner, als die Band nach knapp 20 Minuten die Bühne wieder verließ.

Während der Pause steigt die Spannung, da HAVE HEART als nächstes angekündigt sind. Und tatsächlich, mit dem ersten Ton von „The Unbreakable“ tobt die Halle. Die Jungs haben die Menge sofort auf ihrer Seite, halten das Tempo hoch und damit auch die Stimmung. Das Publikum springt fast euphorisch auf alles an, was auf der Bühne passiert und bei Songs wie „Armed With A Mind“ beweist man wie zu erwarten Textsicherheit. Irgendwie scheint der Auftritt viel zu schnell zu Ende zu sein, alle sind verschwitzt und glücklich.

So dankbar das Publikum bei HAVE HEART auch war, umso schwieriger hatten es anschließend BANE. Anfangs wollte nicht so recht Stimmung aufkommen: Die Fans, die bei HAVE HEART noch in der ersten Reihe standen, waren nun anscheinend nach Hause gefahren- unlogisch, wenn man sich die jüngste Geschichte des Hardcore anschaut in der BANE ja an sich die größere Rolle spielen. Nach ein paar Minuten wird das Publikum auch hier etwas lockerer, die größten Höhepunkte sind jedoch nicht mehr zu erwarten. Als mittendrin einem Gitarristen eine Saite reißt, sind alle zunächst etwas irritiert, die Band nutzt die Gelegenheit eine Pause zu machen während der Gitarrist sich mit aller Seelenruhe ans Einspannen der neuen Saite macht. Danach geht’s mit Vollgas weiter, das verbliebene Publikum weiß das zu würdigen und versucht der Aufforderung einen „fucking big circle pit“ zu machen nachzukommen- der scheitert jedoch am rutschigen Fußboden. Das war wohl nicht der beste Abend, den BANE je hatten.

Insgesamt war der Abend trotz des starken Auftritts von HAVE HEART eher durchwachsen, zum einen war der Sound in der Matrix nicht der beste, zum anderen ließ die Resonanz auf BANE zu wünschen übrig, besonders nachdem es HAVE HEART ja so einfach hatten.

by Marit