14.10.2006: Maximum Destruction - Essen JUZ Papestrasse

 


Mit etwas Verspätung kommt hier das Review vom MAXIMUM DESTRCTION 2, welches im Essener Jugendzentrum Papestrasse stattfand.

Mit gemischten Erwartungen machte ich mich auf dem Weg nach Essen an diesem Tag. War mir nicht so ganz sicher was mich erwarten sollte. Vorweg wurde mir mitgeteilt, dass die Jungs von The Fall of Eden absagen mussten. Dafür ist die Cro- Mags Coverband MAD MAGS eingesprungen. Mit leichter Verspätung traf ich ein und hatte somit einige der Bands verpasst. Nicht weiter schlimm, obwohl ich gerne die Jungs von RITUAL gesehen hätte. Meine erste Band des Tages waren Wisdom in Chains aus Pennslivania. Musikalisch könnte man sie irgendwo zwischen Madball, Soia, und Cocknej Rejects einordnen. Dies machten die vielen Singalongs und ein Cover von den „Cock Sparrer“ deutlich. Bis auf eine Handvoll Kids, kannte dieses Lied leider niemand. Weiter ging es für mich auf Bühne zwei, wo To Kill aus Roma, Italia spielten. Seit dem letzten November, damals auf Tour mit BANE und CBK, sollte die Band jedem Hardcoreliebhaber ein Begriff sein. Ich selbst kenne sie seit dem Fluff Fest 2005 und mir gefielen Sie damals wie heute sehr. Nicht nur wegen dem sympathischen Sänger Josh. Nette Show mit ein paar Ansagen dazwischen, wie wir es von den Jungs gewohnt sind. Die Band machte uns schon mal vertraut mit ihren neuen Songs, welche auf dem neuen Album „Vultures“, das auf GSR Music veröffentlicht wird, zu hören sein werden. Weiter ging es mit BLACKLISTED auf der Bühne eins. Nachdem die ganzen Trennungsgerüchte vom Tisch sind, machten sich BLACKLISTED auf dem Weg nach Europa um mit ihren Labelfreunden von RISE and Fall durch Europa zu touren. Ihr Halt auf der MAXIMUM DESTRUCTION wurde mit einem durch und durch solidem Auftritt gebührend gefeiert. Eine gute Songauswahl gemischt mit Stagedives und einem ordentlichem Pit zeichnete ihr Set aus. Mehr braucht man dazu nicht sagen.

Danach ging es wieder runter in den Keller zur Bühne 2 wo LION OF JUDAH von Youngblood Records spielten. Der Keller war nicht ganz gefüllt als die Jungs anfingen. Der Sound war für den ein oder anderen sicherlich gewöhnungsbedürftig, für mich war es jedoch einer der besten Auftritte an diesem Tag. Eine sehr sympathische Band die mit ihren Charme und ihrem Stil sicherlich den ein oder einen neuen Zuhörer gewonnen hat. Hoffe wir sehen sie bald wieder. Nach gut 30 Minuten war es auch schon wieder vorbei und man quälte sich verschwitzt zur Bühne 1 um SIX FT. DITCH zu sehen. Nicht ganz mein Fall aber dennoch eine nette Show mit einer voll gepackten Halle. Nach einem kurzen Hip-Hop Intro und den ersten Gitarrenriffs ging auch schon das Treten, Boxen und Posen mit sonstigen akrobatischen Showeinlagen los. Musikalisch kann man das Treiben als soliden Beatdown bezeichnen. Die Band scheint viele Fans in Deutschland zu haben, Die Mengen vorm Merchstand habe es eindeutig bewiesen. Nach gut 40 min war Schluss mit SIX FT. DITCH.

Weiter ging es mit der derzeit besten europäischen Hardcoreband. Die Rede ist von RISE AND FALL. Sie spielten auf der Bühne 2 und gaben meiner Meinung nach eines ihrer besten Konzerte. Sicherlich lag es am Publikum und an der tollen Atmosphäre in diesem kleinen Raum. Eine tolle Show von Bjoern und dem Rest der Band. 35 Minuten Punkmetal vom feinsten. Geboten wurde eine Mischung vom neuen Album „Into Oblivion“ und den älteren Alben wobei das neue dominierte. Mehr gibt’s dazu nicht zu schreiben. Elf von zehn Punkten.

Danach ging es zum Headliner der Bühne 1: DEATH THREAT waren nach langer Zeit mal wieder am Start. Dementsprechend war die Vorfreude nicht nur bei mir sehr groß, wobei dies das einzige Konzert hier in der weiteren Umgebung war. Ein Hit nach dem anderen. Singalongs die ganze Zeit, dennoch war der Auftritt nicht der totale Abriss den ich erhofft hatte. Keine Ahnung woran es lag. Bei einem solchen Headliner hätte man mehr erwarten können. Es war nur mittelmäßig. Wohlmöglich gab es eine Steigerung im weiteren Verlauf ihrer Tour. Das war das Ende auf Bühne eins. Auf Bühne 2 ging es mit den legendären 108 weiter, welche ich mir leider nicht anschauen konnte.

Insgesamt ein schöner Tag mit einer netten Mischung an Bands. Ich ging wiedermal mit der Erkenntnis Heim, dass momentan keiner RISE AND FALL toppen kann. Vielleicht…RITUAL …someday.