17.08.2005: No Use For A Name, Useless ID, Tribute To Nothing - Hyde Park, Osnabrück

 

Als wir gegen 20.30 Uhr die heiligen Räumlichkeiten des Hyde Parks betraten, spielte die erste Band an diesem Abend, nämlich TRIBUTE TO NOTHING, gerade ihren ersten Song. Verwunderlich war, dass mal gerade so 100 Leutchen zu dieser Uhrzeit verstreut in dem großen Saal herumstanden. Vor der Bühne wippten ein paar zurückhaltende Zuschauer mit ihren Köpfen, aber das war auch schon alles was man an Bewegung vernehmen konnte - ganz im Gegensatz zu den Akteuren auf der Bühne: Bekannt für ihre außergewöhnliche Live-Performance, gaben die 4 Engländer mal wieder alles! Vornehmlich wurden Songs von ihrer letzten Platte „Act without words“ zum Besten gegeben, aber man durfte auch einige neue Songs bestaunen, die verdammt eingängig und vielversprechend klangen! Auf die charakteristische Härte und Energie wurde dabei gottseidank nicht verzichtet! Schade, dass nur so wenig im Publikum passierte! Die Jungs spielten sich mal wieder den Allerwertesten wund! Ich bin gespannt auf das hoffentlich bald erscheinende, neue Album von TRIBUTE TO NOTHING! In der Band steckt auf jeden Fall eine Menge Potenzial!

Als zweite Band des Abends betraten dann die Isrealies von USELESS ID die Bühne. Charmant und witzig präsentierten sie einen gelungen Mix aus alten und vielen neuen Songs, die die richtige Einstimmung auf einen schönen, melodischen PopPunk-Abend darstellten. Ohne viel Schnickschnack um rumgepose gaben die sympathischen 4 Herren auf der Bühne ihr Bestes, um der Aufgabe des Einheizers gerecht zu werden. Der Drummer schien sichtlich Freude zu haben, und machte sich einen Spaß daraus, dem Publikum seinen Allerwertesten incl. Phallus zu zeigen. Beim Song „State Of Fear“, welcher auch auf der Rock against Bush – Compilation vertreten ist, gab’s dann zum Schluss noch einen Gastauftritt von NUFAN-Bassist Matt! Ein rundum gelungener Auftritt, der einem bei diesem ganzen neumodernen Emo-Geheule mal wieder ein Lächeln ins Gesicht bringt!

Gegen 22 Uhr betrat dann der eigentliche Headliner des Abends die Bühne: Die nicht mehr ganz so jungen 4 Herren von NO USE FOR A NAME schienen anfangs nicht wirklich motiviert, und die geringen Publikumszahlen machten ihnen sichtlich zu schaffen. Nach einigen Songs brach aber das Eis, und sowohl die Band als auch das Publikum rockten was das Zeug hielt. Das Set war angenehm abwechslungsreich gestaltet: Von „Leche Con Carne“ bis „Keep Them Confused“ wurde kein Hit ausgelassen. Die etwas ruhigeren Songs der neuen Platte boten eine optimale Verschnaufpause inmitten all der Punkrock-Klassiker (wie z.B. „Soulmate“ oder „Why doesn´t anybody like me“) und wurden von den Fans mindestens genauso mitgegröhlt! Auffallend positiv ist bei den Jungs immer die Kommunikation zum Publikum. Ohne groß aufgesetzt zu wirken, schaffen besonders Gitarrist/Sänger Tony und Bassist Matt die Zuschauer zu unterhalten und animieren.
Nach ca. anderthalb Stunden geballter Melodycore-Power gab’s dann zuguterletzt noch u.a. „Justified Black Eye“ als Zugabe, und daraufhin ging die kleine Meute wohl größtenteils zufrieden nach Hause.