17.11.2013: Biffy Clyro, Dry The River - Offenbach - Stadthalle

 

Die aus Ayrshire, Schottland stammende und bereits im Jahr 1995 gegründete Band BIFFY CLYRO entwickelt sich immer mehr zu einem leuchtenden Stern am alternativen Rockhimmel. In Großbritannien schon längst sehr erfolgreich, starten die Schotten im Rest Europas und auch gerade hierzulande seit vergangenem Jahr richtig durch. Auf ihrer aktuellen European Winter Tour 2013 legten BIFFY CLYRO am gestrigen Abend auch in Offenbach am Main in der Stadthalle einen Halt ein. Als Support war eine in Großbritannien schon relativ bekannte, 5-köpfige Band namens DRY THE RIVER mit im Gepäck. Die aus London stammenden Jungs berieselten das Publikum etwa eine halbe Stunde mit ihren melancholisch-dramatischen Songs. Hier und da konnte man vernehmen, dass der dargebotene Indie-Rock mit Folkeinflüssen für einige der Konzertbesucher dann doch ein kleines bisschen zu viel Drama war. Der grundsätzlich guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Gespannt schaut man auf die mit einem weißen Vorhang verkleidete Bühne, welche Sänger Simon Neil pünktlich um 21 Uhr betrat. Nachdem die ersten, ruhigeren Zeilen des Songs „Different People“ gesungen waren, flatterte der Vorhang hinab und auch die Gebrüder James (Bass) und Ben (Drums) Johnston betraten die Bühne. Wie einige von uns bereits auf diversen Festivals und/oder Konzerten feststellen konnten, fühlt sich das Dreiergespann „oben ohne“ offensichtlich sehr wohl. Auch heute durften wir die tätowierten Oberkörper von Beginn bis Ende betrachten. Mit einer bunten Mischung von Songs der bisherigen Alben bereiteten BIFFY CLYRO dem textsicheren Publikum jede Menge Spaß. Highlights waren an diesem Abend definitiv „Sounds like Balloons“, „Biblical“ und „Black Chandelier“ vom Doppelalbum „Opposites“, sowie auch die etwas sanfteren „God and Satan“ und „Many of Horror“ oder der zum mitträllern prädestinierte Ohrwurm „Bubbles“ von der in 2009 erschienenen Platte „Only Revolutions“.
Die Energie der Jungs scheint immer wieder aufs Neue unbändig und unendlich. Mit „Living is a Problem Because Everything Dies“ zeigen BIFFY CLYRO auch an diesem Abend, dass sie neben der großen Leidenschaft zu Musik wirklich unheimliches Talent besitzen. Wer den Song kennt weiß, dass das Timing bei einem Live-Auftritt absolut perfekt sein muss. Auch nach an einer etwas längeren Pause, in welcher die Bandmitglieder in der Position verharrten, welche sie zuvor beim letzten Ton eingenommen haben, setzt das Trio zeitgleich sein Spiel fort. Nach insgesamt 19 Songs packten die schottischen Herzblutmusiker als Zugabe noch einmal drei Songs obendrauf. Der Konzertabend fand sodann mit „Mountains“ einen mehr als gelungenen Abschluss. Wir sagen da nur: „Mon the Biff!“ und freuen uns auf das, was wir von BIFFY CLYRO in der nächsten Zeit noch zu hören und sehen bekommen!

SETLIST:

1. Different People
2. That Golden Rule
3. Who's Got a Match?
4. Sounds Like Balloons
5. Biblical
6. All the Way Down: Prologue Chapter 1
7. Glitter and Trauma
8. Bubbles
9. Spanish Radio
10. God & Satan
11. The Rain (Acoustic)
12. Folding Stars (Acoustic)
13. Living Is a Problem Because Everything Dies
14. 57
15. Many of Horror
16. Modern Magic Formula
17. Black Chandelier
18. Woo Woo
19. The Captain

Zugaben:
20. Opposite
21. Stingin' Belle
22. Mountains


geschrieben von unserer Redakteurin Janine H.