17.03.2018: FEINE SAHNE FISCHFILET, NOT ON TOUR - Berlin - Columbiahalle

 

Man kann es nicht anders sagen, aber es läuft bei FEINE SAHNE FISCHFILET. In den letzten Jahren ging es immer weiter nach oben. Die Shows und Bühnen wurden größer und jetzt spielt man auf der Tour zum aktuellen Album "Sturm und Dreck" in der ausverkauften Berliner Columbiahalle. Und weil das noch nicht reicht, macht man das Ganze gleich zweimal. So durften sich Fans, die kein Ticket für den 17.03. abstauben konnten, freuen, dass die Band noch eine Zusatzshow am Vortag ankündigte. Es überraschte nicht, dass auch dieses Konzert binnen kürzester Zeit ausverkauft war.

Jetzt könnte man wieder mit Sätzen kommen wie: ''Ist denn das noch Punkrock?'', aber lassen wir das. Ich habe die Band vorher noch nie live gesehen und so wirkt es auf mich in der Tat erst mal leicht befremdlich, auf eine Punkrock-Show zu gehen und den Weg dafür in Richtung Columbiahalle anzutreten. Doch bevor ich da überhaupt drin bin, heißt es anstehen. Wenn bei dieser Location ''Sold Out'' an der Leuchtschrift über dem Eingang steht, weiß man, dass es heute ein wenig länger dauern wird.

In der Halle angekommen und vom erneuten Anstehen an der Garderobe zurück, betreten auch schon NOT ON TOUR aus Israel die Bühne. Mir persönlich war die Band bis dahin völlig unbekannt. Wie die israelischen Kollegen von USELESS ID spielt die Kapelle englischsprachigen Melodic Punk. Mit dem erfrischenden Unterschied, dass hier eine Frau die Vocals übernimmt. Kein Song dauert länger als zwei Minuten und so prügelt sich die Band in der zur Verfügung stehenden knappen halbe Stunde durch eine, für eine Supportband eher ungewöhnlich, hohe Anzahl von Songs. Musikalisch passt das schon ganz gut, macht Laune und stimmt die Anwesenden auf den weiteren Verlauf des Abends ein.

Kurz nach 21:00 Uhr fällt dann, im wahrsten Sinne des Wortes, der Bühnenvorhang und es geht direkt von Null auf Hundert. FEINE SAHNE FISCHFILET eröffnen ihr Set mit ''Zurück in unserer Stadt''. Klar, dass der Saal da direkt durchdreht. So viele Bierduschen in so kurzer Zeit habe ich wohl noch nie erlebt. Die kommen aber nicht nur vom Publikum, sondern auch von der Band selbst, die Unmengen an Bier in Plastikflaschen auf der Bühne gebunkert hat – sowohl für die ein oder andere Dusche als auch die Fans, die es dankend entgegen nehmen. Bereits nach ein paar Songs ist das T-Shirt von Sänger Monchi komplett durchnässt.
Dank der großartigen Stimmung im Saal, haben die Männer im Graben während des Auftritts gut zu tun: fliegenden Bechern ausweichen, unfreiwillige Alkoholduschen in Kauf nehmen sowie nonstop Crowdsurfer aus der Menge ziehen.
Jeder Song, egal ob alt oder neu, wird von den Zuschauern, sowohl im Innenraum als auch auf den Rängen, lauthals mitgesungen. Damit die gute Laune noch weiter steigt, haben FEINE SAHNE FISCHFILET nicht nur Bier für ihre Gäste mitgebracht. Beim Song "Geschichten aus Jarmen" kommt dann noch ein rießiges Fass gefüllt mit Pfeffi zum Einsatz. Per Trinkschläuche verteilt die Band den ''grünen Stoff'' an ihre Fans.

Eine kleine Überraschung gibt es dann noch beim letzten Song des Abends. Hier bekommt die Band Zuwachs am Mikrofon. Kein geringerer als Campino, Frontmann der TOTEN HOSEN, erscheint auf der Bühne und unterstützt die Band bei ''Komplett im Arsch''. Am Ende des Songs nutzt Frontmann Monchi noch die Gelegenheit und springt von der Tribüne ins Publikum. Und so endet ein mehr als gelungener Abend, den Campino übrigens als seine bis dato beste Party des Jahres bezeichnet. Und mit dieser Meinung steht er definitiv nicht alleine da.


Hier die Fotos von FEINE SAHNE FISCHFILET