18.03.2006: Doomriders, Rise And Fall, Restless Youth, November Coming Fire - Bremen - Wehrschloss

 


Mal wieder ein Konzert im Wehrschloss in Bremen. Diesmal aber nicht im großen Raum, sondern im Kleinen, wo sonst nur der Merch verkauft wird. Egal, der Raum ist voll und das kann ja nur positiv für ne Show sein. Bevor die erste Band spielte gab es schon den ersten Hammer: Ein Stück Tofu, Kartoffelbrei und Sauerkraut! Das nenne ich mal Hausmannskost. Auf Grund dessen wurde der Raum auch mal recht schnell leer. Irgendeiner hat das Sauerkraut sofort in Gas umgewandelt (derjenige sollte mal zum Arzt gehen!).

Den Anfang machten die Engländer NOVEMBER COMING FIRE. Obwohl die Show im kleinen Raum stattfand, war bis auf drei Typen keiner vor der Bühne, um der Band ihren ersten Auftritt der Tour leichter zu machen. Es war auf jeden Fall kein Geschenk für die Jungs und merkte man ihnen auch an, obwohl sie sich trotzdem Mühe gaben. Der Mix aus düsterem, progressiven Hardcore, ne Prise Doommetal und mit Einflüssen á la Converge und Dillinger Escape Plan. brachte die Menge nicht so in Wallung. Ich weiß nicht, ob der verzweifelte Blick sowie der weinerlich kreischende Gesang zur Show gehören oder ob das an den Typen vor der Bühne lag. Schade eigentlich, denn als Toureinstieg wünscht man sich was anderes.

Zweite Band des Abends war RESTLESS YOUTH. Die Band sagte schon öfter mal einen Gig kurzfristig ab, aber heute war dem nicht so. Im Gegensatz zur ersten Band war hier schon deutlich mehr los. Von der ersten Sekunde bis zur Letzten beim Set von RESTLESS YOUTH ging die Crowd ab, was der Spielfreude der Niederländer nur gut tat. Wenn ich RESTLESS YOUTH höre habe ich immer die Verbindung zu BAD BRAINS, die meiner Meinung nach einen großen Einfluss auf die Band hat. Songs von der „State Of Confusion“, von ihrem Demo und ein paar neue Songs machten das Set aus, was meiner Meinung nach ein wenig kurz war, aber viel mehr Songs gab es halt auch nicht mehr zu spielen. Ein gutes Set der niederländischen Oldschoolband.

Jetzt war es Zeit für meine Favoriten an diesem Abend. RISE AND FALL aus Belgien. Die Band ist noch aggressiver auf der Bühne geworden, Sänger Bjorn sucht noch mehr den Kontakt zum Publikum. Die Belgier bretterten der Menge ihren Mix aus Clevo-Hardcore und leichten Doompassagen um die Ohren. Das Set bestand aus Krachern wie „Stakes Is High“, „Forked Tongues“ oder „The Void“ von ihrer neuen Scheibe „Into Oblivion“ und auch Songs von der „Hellmouth“ wie „Where Ghosts Roam“, „When They Come Down“, „Hellmouth“ oder der letzte Song des Sets „Bottom Feeder“. Sehr geil auch der Coversong „ Kingdom Of Heaven“ von Integrity, der auf einem Integrity-Tributealbum erscheint. Die Crowd ging noch mehr ab als bei RESTLESS YOUTH und wieder einmal kann ich nur bestätigen, das RISE AND FALL eine geile Liveband sind.

Nun war es Zeit für den Hauptact des Abends, die DOOMRIDERS aus Boston. Leider hatten sich schon einige vorher verabschiedet, so dass jetzt der Raum angenehm voll war. Die DOOMRIDERS legten los mit einem Mix aus Hardcore, Rock´N´Roll und ein wenig Skatepunk. Lieder wie „Ride Or Die“ oder „Deathbox“ sprechen schon eine deutliche Sprache. Der Sänger versuchte immer wieder mit lauten „Bremen“-Rufen die Menge zu für sich zu gewinnen, aber so recht wollte das Ganze nicht klappen. Das Set war gut, es wurde fast das ganze „Black Thunder“ Album runtergespielt. Das Publikum war schon von der Musik angetan, aber so richtig zum Abgehen ist der Stil der Bostoner nicht, zumindest ist er es nicht in Verbindung mit dem Bremer Publikum gewesen.

Insgesamt mal wieder ein gelungenes Konzert in Bremen. Dank RedRedRed Booking werden es ja in Zukunft noch mehrere sein.