18.11.2013: The Wonder Years - Münster – Sputnik Café

 

Gegen kurz nach acht setzten wir den Blinker und bogen auf den Parkplatz des Sputnik-Komplexes ab. 10 Sekunden nach uns, mit gefühlt quietschenden Reifen, hielt ein vollgepackter Kleinwagen mit Heinsberger Kennzeichen neben uns. Heraussprangen mit Beanie und Basecap bewaffnete Bilderbuch-Pop-Punker, die ihren frisch erworbenen Führerschein heute zu schätzen wussten und mal eben gut 2 Stunden nach Münster gurkten, um nun auf schnellstem Wege ins kleine Café zu gelangen. Ohne auch nur im Inneren gewesen zu sein, wurde klar, dass die Wonder Years durch ihre rar gesäten Deutschland-Shows Kids aus ganz NRW nach Münster lockten, Pop-Punk nicht tot ist, der Altersschnitt an jenem Abend bei U20 gelegen haben dürfte und die Sputnik-Menschen auf extrem pünktliche Showstarts stehen. Im Café angelangt, ließen sich bereits seit gut 10 Minuten die Handguns feiern. Der kurz zuvor neben uns ausgestiegene Trupp hatte sich direkt einen Platz im vorderen Mob gesichert. Dieser überraschte mit großer Textsicherheit, welche auch die noch sehr junge wirkende Supportband aus Harrisburg zu wundern schien. Musikalisch passte der Fünfer perfekt zum Headliner: Hypermelodischer Pop-Punk mit dem typischen Wechselspiel aus galoppierenden Drums und Midtemp-Refrains zum durch die Decke hopsen. Auch wenn es schwierig war, ein Alleinstellungsmerkmal der Handguns zu erkennen, was allerdings auch am leicht matschigen Sound gelegen haben könnte, waren die gut 30 Minuten Set kurzweilig, aufwärmend und unverbraucht. Band und Publikum waren definitiv mit sich zufrieden. Nach zwei Stücken Pizza und einer maximal 20minütigen Umbaupause ging es dann auch direkt weiter. The Wonder Years legten gleich gut los und störten sich nur wenig am immer noch verbesserungswürdigen Sound und bearbeiteten ihre drei (!) Gitarren bei „Passing Through A Screen Door” und Local Mn Ruins Everything“ mit absoluter Hingabe. In der Folge gab es Gassenhauer von allen Releases der Kritkerlieblinge zu hören. „The Upsides“, „All My Friends Are In Bands“ oder „My Last Semester“ verzückten das gut 100 Menschen starke Publikum, das sich ähnlich wie die Musik der Wonder Years aus einer Hälfte Pop-Punk und einer Hälfte 90s-Emo zusammensetzte. Dass bei der letzten Deutschland-Stippvisite gerade einmal 15 Leute (davon 10 Ami-Soldaten) zugegen waren, konnte man sich an diesem Abend nur schwer vorstellen. Sichtlich euphorisiert vom Publikumszuwachs wurde der sonst sehr sympathisch wirkende Sänger Nick Steinborn auch nicht müde sich zu bedanken und sich seiner Vorortswurzeln in Form von melodramatischen und aufgesetzt wirkenden, musikalisch unterlegten Sprechgesängen zu besinnen. Vor gut zwei Wochen bedankte sich Jimmy Eat World-Frontmann Jim Adkins mit simplen aber bestimmten Worten für die jahrelange Unterstützung vor gut fünfmal so viel Publikum und kam dabei weitaus glaubwürdiger rüber. Weniger ist manchmal…. Nichtsdestotrotz boten The Wonder Years eine sehr unterhaltsame Show und unterstrichen abermals ihre Genre-Ausnahmestellung. Nach gut 40 Minuten und zwei vorgezogenen Zugaben war der Spuk jedoch auch schon wieder vorbei. Um 21.30 Uhr fuhr der Pop-Punk-Express aus Heinsberg wieder in Richtung Heimat. Hier wäre mehr durchaus mehr gewesen.

Alte Kommentare

von bilderbuch pop punker 04.12.2013 15:50

also ganz ehrlich: wenn einem weder band, noch location, noch die leute vor ort sympathisch sind, sollte man sich die »mühe« eines reviews dieser art besser von vornherein stecken! die rechtschreibfehler und falsch zitierten songs untermauern dabei noch das unwollen und die schlampigkeit des autors. ich habe außerdem den eindruck, ich war auf einem anderen konzert: »bilderbuch-pop-punker«? »…der Altersschnitt an jenem Abend bei U20 gelegen haben dürfte und die Sputnik-Menschen auf extrem pünktliche Showstarts stehen.«? »..Publikum, das sich ähnlich wie die Musik der Wonder Years aus einer Hälfte Pop-Punk und einer Hälfte 90s-Emo zusammensetzte…«? »…und sich seiner Vorortswurzeln in Form von melodramatischen und aufgesetzt wirkenden, musikalisch unterlegten Sprechgesängen zu besinnen. Vor gut zwei Wochen bedankte sich Jimmy Eat World-Frontmann Jim Adkins mit simplen aber bestimmten Worten für die jahrelange Unterstützung vor gut fünfmal so viel Publikum und kam dabei weitaus glaubwürdiger rüber.«? nur in einem punkt stimme ich dem Autor zu: die show hätte es etwas länger sein dürfen. vielleicht darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass die junge gesundheitlich ziemlich angeschlagen waren.

von Namen der Bandmitglieder 06.12.2013 13:13

sind auch nicht so schwer zu googlen, oder? Der Sänger ist nämlich nicht Nick Steinborn. "The Upsides" ist ein Album - kein Song. Von den restlichen Rechtschreibfehlern mal ganz abgesehen. Sorry, aber das war nix.

von ist das review ernst gemeint? 06.12.2013 13:59

außerdem heißt der song All My Friends Are In BAR Bands und nicht All My Friends Are In Bands.......

von mal abgesehen 09.12.2013 00:42

davon, dass sich mit dem sängernamen wirklich vertan wurde und hier und da n tippfehler zu verzeichnen ist, ist es doch echt amüsant geschrieben. da hat sich halt jemand etwas anderes versprochen. ich war auch da, liebe die wonder years aber an der eine oder andere stelle habe sie echt arg dick aufragen in ihren ansagen. man muss dieses pathetische zeug schon mögen ;D und ja: es waren verdammt viele kiddies unterwegs (was aber natürlich nicht schlimm ist)

von girl 09.12.2013 14:44

lieber autor, schreibstil -> 2! kann man lesen Recherche -> 6! googeln muss gekonnt sein PS: ein fanzine ist immernoch dafür da, subjektive meinungen abubilden. da geht es schon klar, wenn mal nicht ständig abfeiert und auch mal nen kleinen verriss zum besten gibt. wobei der text ja auch nicht böswillig daher kommt.