19.04.2012: The Used - Hamburg- Logo

 



Frühling! Vor dem Logo tummeln sich die ersten Konzertbesucher bereits wagemutig im T-Shirt. Als kleine aber wichtige Information soll zunächst erwähnt werden, dass THE USED heute in einem relativ kleinen Haus, ohne Vorband, dafür aber für Ticketpreise um die 30€ spielen. Unter diesen Umständen erwartet man doch so einiges vom Abend.

Auf der Bühne vor dem Konzert ein Plattenartist, der die Hits der Szene gekonnt mischt. Eine viertel Stunde nach angekündigtem Beginn des Konzerts macht er Feierabend, aus den Boxen tönt nun wieder das übliche Changeovergedudel und der Changeover wird wirklich umständlichst und lange vollzogen. So ein DJ-Pult ist aber wahrhaftig schwer abzubauen. Man hofft, dass der Soundcheck bereits stattgefunden hat. Die Minuten ziehen sich.

THE USED betreten dann auch endlich die Bühne. Drummer, Bassist, Gitarrist liefern an den Instrumenten technisch eine einwandfreie Show ab. Als schwächstes Glied in der Kette stellt sich allerdings als Bert McCracken heraus. Er wirkt etwas schwach, wenig motiviert, die Ansagen zeugen von wenig Begeisterung und der Gesang wirkt pflichtbewusst bis lustlos. Das Publikum kann ja auch singen und er die Säule auf der Bühne zum Anlehnen vs. Abstützen nutzen. Als zweitschwächstes Glied erweist sich im Folgenden die Technik. Mirkoausfall während eines halben Songs oder singt Herr McCracken etwa gar nicht? Die Zweitstimmen in Gesang und Geschrei von Bassist und Gitarrist sind kaum zu vernehmen und das nicht, weil es nicht getan würde. Man sieht es, hört aber nichts.

Allerdings bleibt es nicht durchgehend so vollkommend enttäuschend. Etwa nach der Hälfte des Sets wird der Mann am Mikro doch langsam warm. Das Publikum dankt es ihm. Es wird ein fast niedlich anmutendes Emokonzert, mit kreischenden Teens, coolen TattootypInnen und Seifenblasen. Die Technik bleibt auf ihrem Niveau. In punkto Songauswahl haben THE USED im Übrigen alles richtig gemacht: eine ausgewogene Mischung aus Neuem, Alten und ganz Altem. Es haperte eben an den äußeren Umständen und der praktischen Umsetzung. Schade aber auch.

Eine Zugabe und nach 90 Minuten ist der Spaß vorbei. Ein Konzert, welches einen Stapel Ambivalenzen erzeugt, sein Geld definitiv nicht wert war und oberhalb des Leistungsspektrums einer Liveshow eine Menge Raum eröffnet...

Alte Kommentare

von Mastei 22.04.2012 23:06

30€ für eine Band in einem kleinen Saal ohne Vorband ist meiner Meinung nach auch ein klein wenig überteuert.

von Hää? 23.04.2012 08:47

In punkto Songauswahl haben THE USED im Übrigen alles richtig gemacht: eine ausgewogene Mischung aus Neuem, Alten und ganz Altem. Ich dachte die neuen Songs wären nur so durchschnittlich? Eine weitere Frage hätte ich noch, hast Du tatsächlich den besagten Eintritt bezahlt oder sind deine Annahmen reine Hypothese für die, die es getan haben, da Du als """Redakteur""" kostenfrei die Sache anschauen dürftest!

von der typ 23.04.2012 09:56

heisst bert und nicht ben!

von der Typ 23.04.2012 12:14

ist ein arrogantes Arschloch und wer für die Pfeifen € 30,00 zahlt ist selber schuld. Sollen Sie doch beim nächsten Auftritt € 50,00 verlangen, damit die Fans richtig gemolken werden. Im übrigen ist es doch egal, ob der Redakteur bezahlt oder nicht,solange er ein ausgewogenes Review hinlegt.

von @der Typ 23.04.2012 18:08

Du sprichst von einem ausgewogenen Review und bezeichnest jemanden, in dem Fall den Sänger, als Arschloch, ich denke Du bist nicht der beste Kandidat für eine solche Bewertung bei deinem Jargon :) Aber wenn wir beim Punkt Bewertung angekommen sind, ist doch festzuhalten, dass wenn es nicht der Fall war, Sie es tatsächlich gar nicht bewerten kann, wie es gewesen wäre, wenn sie hätte zahlen müssen, sich somit auch nicht in die Position derer hineinversetzen kann, welches es bereitwillig getan haben. Wieso sich über Eintrittspreise beschweren, die nie zu entrichten waren, ich kann doch nur über erlebtes sprechen.

von @@der Typ 24.04.2012 09:10

Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Weil ich zum Sänger eine ziemlich schlechte Meinung habe disqualifiziert mich das, den Reviewschreiber zu loben?? Und zu Deinem Argument 2: Nur weil ich nicht in Auschwitz dabei war und es nicht selbst "erlebt" habe, kann ich nicht sagen, daß es dort unvorstellbar grausam war, oder wie? Schwache Argumentation!

von Jemand 24.04.2012 10:36

der in diesem Kontext mit Auschwitz argumentiert und Beleidigungen in seinem Sprachgebrauch sein eigen nennt, der disqualifiziert sich nicht nur hier, der disqualifiziert sich fürs Leben!

von Wenn 25.04.2012 08:43

Du das sagst,dann muss es wohl sein!

von werauchimmer 25.04.2012 12:09

Deckt sich im Großen und Ganzen mit meinen Eindrücken von der Show in Köln vor 2 Jahren (so in dem Dreh). Daher bin ich jetzt froh, dass ich zur aktuellen Tour nicht mehr hingegangen bin. Da freut man sich, dass so eine Band in so einem kleinen Laden wie dem Underground spielt. Dann bekommt man keinen Support vorgesetzt, wartet aber trotzdem so lange auf den Hauptact, als hätte es Vorprogramm gegeben. Und als Abschluss wohnt man inmitten kreischender kleiner Mädchen (die man in der Menge und Intensität selbst auf so einer Show nicht erwartet hätte) einem gelangweilt runtergespulten Set bei. Das ganze garniert mit einem Sänger, der alberne Standardansagen abspult (you are the best crowd we ever had, bla), die selbstverständlich trotzdem vom kreischenden Girliemob quittiert wurden, als hätten sie von ihm nen Heiratsantrag bekommen, der aber live dermaßen grottig singt, dass sich einem die Haare aufstellen. Nie wieder.

von Claus Malnheimer 27.04.2012 22:38

Darf man heute nicht mehr "Umbauspause" sagen? Ne,heißt ja jetzt "Changeover"...Lächerlich.

von HardcoreBirne 29.05.2012 17:03

The Used live für 30 Euro...Ich hab keine Fragen mehr....

von "Changeover" ?!? 05.06.2012 20:38

Hört bitte auf damit.

von HardcoreBirne 09.06.2012 09:58

womit aufhöhren? mit der Wahrheit?

von Ney. 10.06.2012 02:30

Mit der Wahrheit kannste weitermachen...es ging um den Begriff "Changeover".