19.09.2011: Firewind, Wolf - Colossaal Aschaffenburg

 





Montag Abend ist wohl der schlechteste Termin für ein Konzert unter der Woche. Die einen sind gefrustet, dass die Arbeitswoche wieder begonnen hat und bleiben zuhause, andere waren das Wochenende unterwegs und wollen am Montag Abend auch lieber eine ruhige Kugel schieben.
Da staunt man nicht schlecht, wenn es trotz dieser Umstände ca. 200 Mann (und Frau) in das Aschaffenburger Colossaal geschafft haben und dann solch eine Stimmung machen, dass es WOLFs Niklas Olsson nach fast jedem Song sichtlich erstaunt um Worte ringt und FIREWIND zum Ende ihres Sets glaubhaft versichern, dass dies wohl bisher das beste Konzert der Tour war.
Aber alles der Reihe nach.
Pünktlich betreten WOLF, die einzige Vorband des Abends, die Bühne um dem Publikum ihren klassischen Heavy Metal darzubieten. Die Schweden treffen genau den Nerv der Zuhörer und bekommen zwischen ihren Liedern ordentlich Applaus und aber gut der Hälfte der Show schallen laute „Wolf, Wolf, Wolf“ Sprechchöre durch den Raum.Bei „Voodoo“ wird das Publikum mit in den Song eingebunden – eines der Highlights! WOLF spielen eine gemischte Setlist die mit älterem Material, wie „The Bite“ oder „Hail Ceasar“, als auch mit Liedern ihres aktuellen Albums „Legions Of Bastards“, wie „Full Moon Possesion“ oder „K121 Kursk“, glänzt. Nach gut 40 Minuten beenden WOLF ihren überzeugenden Auftritt mit „Speed On“. Diese Show dürfte ihnen einige neue Fans eingebracht!
Nach einer kurzen Pause war dann der Hauptact des Abends, FIREWIND, an der Reihe. Die Mann rund um Ozzy Gitarristen Gus G. müssen auf ihrer Sänger Apollo Papathanasio verzichten, der aus persönlichen Gründen nicht an der Europatour teilnimmt. An seiner statt übernimmt kein geringerer als Mats Levén (Ex-Therion, Ex-Yngwie Malmsteen) die Position am Mikrofon. FIREWIND profitieren natürlich von der guten Stimmung die im Colossaal schon am Anfang ihres Auftrittes herrscht. Gus G. darf in fast jedem Song seine Klasse an der Gitarre beweise und lässt manch einen im Publikum vor Neid erblassen.
Die Setlist der Griechen (mit schwedischem Aushilfssänger und belgischem Schlagzeuger) ist mit Hits ihrer bisherigen Alben vollgepackt und weißt neben Brechern des aktuellen Albums wie „The Ark Of Lies“ oder „World On Fire“ auch etwas ruhigere Lieder wie „Iam Lonliness“ auf. Zwischen den Liedern dürfen sich dann alle Instumentalisten einmal an ihrem Werkzeug beweisen und bekommen einen Solopart. Besonders beeindruckte das reine Instrumentalstück „SKG“ das, ganz nach den großartigen RUSH, nach dem Flughafen in Thessaloniki benannt ist. Das Publikum feierte FIREWIND nach beinahe jedem Song euphorisch. Nach gut 80 Minuten beendeten sie ihr Set und alle Besucher durften mit einem freudigen Grinsen im Gesicht nach hause gehen.