21.04.2007: - Hannover, Faust

 


Irgendwie war es auch nicht anders zu erwarten. Wenn die MAD CADDIES unterwegs sind, um auch den Hannoveranern mal zu zeigen wie man die Tanzbeine schwingt, war eine ausverkaufte Show im Veranstaltungszentrum „Faust“ vorprogrammiert. So gut wie keiner der ca. 600 – 700 Besucher hatte sich im Vorfeld darauf verlassen, seinen Eintritt an der Abendkasse zahlen zu können. Die Vorverkaufsstellen waren ausverkauft, die Show ebenso. Die 1 Km lange Besucherschlange vor dem Eingang war dann allerdings Schuld, dass ich von der Vorband „TEQUILA AND THE SUNRISE GANG“ nur drei Songs mitbekam. Mitreissende SKA-Songs und ein ansteckender Moshpit schmetterten mir entgegen. Da konnte man auch ruhig mal über die etwas unorganisiert wirkende Bühnenshow hinwegsehen. Was die 9 jungen Leute aus Kiel dem Publikum darboten, hatte Hand und Fuss, SKA-Songs mit Punkrock kommt immer gut an, ist tanzbar und aus den Gehörgängen nicht einfach wieder zu entfernen.

Jedenfalls nicht, bis zu den MAD CADDIES.
Da begann der Wahnsinn: Die CADDIES betraten die Bühne und die Menge tobte. Genauer gesagt tanzte in den Momenten der ersten CADDIES - Songs die komplette Faust. „Mit Posaune auf die Fresse“ (Zitat: Jan, die Schlange) bescheibt man den Augenblick der ersten Songs am Besten. Der eine oder andere Besucher versuchte sich im Laufe des Sets in die hinteren Reihen zu verstecken, keine Chance, auch dort wurde getanzt, gesprungen und Arm in Arm mitgegröhlt. Zwischendurch gab es auch immer wieder ruhigere Reggaesongs, die man laut Keith (Trompete) nutzen sollte, um sich neue Getränke zu besorgen und diese bei darauf folgenden SKA-Attacken über’s Publikum zu schmeissen. Gesagt, getan … Bierdusche inklusive. Mit einem Mix aus alten Aufnahmen der Alben „Just One More“ und „Rock The Plank“ wurde auch kurz mal ein Einblick ins neue CADDIES Album „Keep It Going“ gewährt. Nach ca. 60 Minuten war die riesen Party der sympathischen Kalifornier dann leider auch schon vorbei und fast jeder hatte sich gefreut, dabei gewesen zu sein. Bei überaus fairen T-Shirtpreisen von 15 Euro wurde schnell noch das nassgeschwitzte Shirt gegen ein neuerworbenes der MAD CADDIES gewechselt. Und die Typen, die hinter mir standen und alles scheisse fanden, bekommen nächstes Mal die verdiente Bierdusche. Prost !