21.09.2008: Salt The Wound, The Bridal Procession, The Haverbrook Disaster - Karlsruhe - Alte Hackerei

 


Sonntag, Regen, ab nach Karlsruhe zu SALT THE WOUND in der alten Hackerei. Die alte Hackerei hat ihren Namen nicht ohne Grund, sie liegt auf dem Gelände des Karlsruher Schlachthofes und am frühen Abend werden hier noch Wägen mit Schweinehälften über das Gelände geschoben. Für die Vegetarische/ Vegane Fraktion ist die alte Hackerei also genau die richtige Location um Spass zu haben, zum Ambiente gehören u.a. ein Glassfenster mit der Aufschrift Wurstfreund und Ochsenhörner über der Bühne. Wirklich groß ist die alte Hackerei auch nicht und der Sound ließ dank des Tontechnikers der öfters woanders als an seinem Mischpult war, auch ziemlich zu wünschen übrig.

Den Opener des Abends machten die Jungs von THE HAVERBROOK DISASTER..Die Jungs lassen sich nicht in irgendein Gerne stecken. Sie überzeugen mit einem Mix aus Hardcore Punk, Deathcore und Mosh und es ist schwer zu sagen, was nun wirklich überwiegt. Ob es nun düsterer Metalcore, schwere dirty Southernrock Riffs oder Gangvocals im Stile von Comebackkid sind, hier wird alles erfrischend gemixt. Auch Vocal-technisch kommt keine Langeweile auf. Andi zeigt sein stimmliches Potential mit Shouts die unter die Haut gehen, düstern Growls und Hardcore-Shout-Variationen, was will man mehr? Außerdem sind die Jungs Dauergast in den Top 10 der Myspace HC � Charts ohne Label. Das Publikum in der alten Hackerei hatte eindeutig nicht so viel Power wie die Jungs von THD, das Publikum hatte aber auch den ganzen Abend nicht wirklich Bock sich großartig zu bewegen, man hat gemerkt, dass der nächste Tag wieder ein Arbeits- oder Schultag ist. Unbeirrt davon spielten THD ein verdammt gutes Konzert, Andi verbrachte mehr Zeit vor, als auf der Bühne und die anderen Bandmitglieder haben auch ordentlich Party gemacht. Ich denke von den Jungs wird man in nächster Zeit noch öfters hören, wenn ihr die Möglichkeit habt THD mal live zu sehn dann tut es.

Als nächstes waren die Franzosen von THE BRIDAL PROCESSION an der Reihe, dank des unfähigen Tontechnikers dauerte der Soundcheck ewig und der Sound verabschiedete sich auch mal öfters während ihrer Show. Das schmälerte ihre Show allerdings nicht, schnelle Gitarren Soli, Breakdowns und verdammt böse Vocals, die Jungs waren echt eindrucksvoll. Ihr Debüt Album wird demnächst auch veröffentlich, also checkt das mal ab. Das Publikum dagegen sah allerdings, unverständlicherweise, zum größten Teil aus, als ob sie Schlaftabletten zu Abend gegessen hätten.

Der nächste ewige Soundcheck des Abends stand an, nach einer halben Ewigkeit konnte es endlich zum Mainact des Abends übergehen, SALT THE WOUND. Bombiger Sound, ganz im Stil von The Black Dahlia Murder und Job For A Cowboy. Klar erfinden sie das Gerne nicht neu, dafür fügen sie ihre ganze eigene Note hinzu, Blastbeats, eingängige Riffings und sehr variable Vocals - so muss moderner Death Metal klingen. Sogar die Gangvocals in � Gloves� passen verdammt gut in den Song, SALT THE WOUND sind hart und trotzdem abwechslungsreich und stehen damit den oben genannten Bands in nichts nach. Auch das Publikum bekommt jetzt wenigstens teilweise etwas den Arsch hoch, liegt wohl auch daran das die beiden Vorbands im Pit stehen und ordentlich Party machen. Es entsteht nun endlich wenigstens teilweise die Atmosphäre, die man sich auf einem Konzert wünscht, allerdings bräuchten die Jungs von SALT THE WOUND etwas mehr Ausdauer, nach etwas mehr als einer halben Stunde war die Show auch schon vorbei. Trotzdem richtig empfehlenswert.

Alles in allem war es ein guter Abend und ich denke von den Bands wird man in nächster Zeit noch einiges hören, also zieht euch die Bands rein und lasst euch weghauen.