21.09.2012: Gallows, Feed The Rhino - Köln, Gebäude 9

 

Zum zweiten Mal in diesem Sommer kommen GALLOWS nach Köln, diesmal aber mit einem kompletten Album im Gepäck. Da die Briten erst im Juni das „Gebäude 9“ in der Karnevalsstadt besucht hatten, erwartete ich eigentlich keine volle Halle.

FEED THE RHINO beginnen aber zunächst den Abend auf der Bühne und obwohl ich leider nur ein paar der Songs kenne, bin ich begeistert, wie gut die Jungs live sind. Sänger Lee hat auf jeden Fall alles, was es für einen richtig guten Fronter braucht. Der ist sich auch nicht zu schade ins Publikum zu springen, mit ihnen einen Song abzureißen und mit ihnen zu feiern. Gleiches tun die beiden Gitarristen während der letzten beiden Songs. Natürlich werden ein paar ältere und einige Songs von ihrem neuen Album „The Burning Sons“ gespielt. Insgesamt eine gute Mischung. FEED THE RHINO machen Spaß und können live erstaunlich gute Ware abliefern. Sie könnten gut und verrückt genug sein, weiter im Musikbusiness zu bestehen.

Eigentlich sind die meisten Zuschauer aber natürlich wegen den GALLOWS ins „Gebäude 9“ gekommen. Und es ist doch erstaunlich voll, für eine Show, die eigentlich genau so schon zwei Monate vorher hätte stattfinden können. Ich war zwar im Juli nicht in Köln, aber den Reviews nach zur Folge war das schon ein ziemlicher Abriss. Genauso gestaltet sich das Konzert der GALLOWS auch an diesem Freitag. Sänger Wade McNeil macht zwar ein bisschen viel auf böser Junge und könnte ruhig ab und an mal eine freudigere Miene zeigen. Aber man kann es ihm fast nicht verübeln, zieht es einem bei seinen Shouts doch fast die Schuhe aus. Ich gebe es offen und ehrlich zu: ich habe die GALLOWS nie mit Frank Carter zusammen gesehen. Aber die Band mit McNeil zu sehen ist eine Freude. Die Jungs spielen verdammt gut zusammen. Die Kommunikation stimmt, sowohl mit dem Publikum als auch intern. Der Sound ist überraschend gut und kaum ein Song ist unpassend gewählt. Überhaupt kann man sich über eine gut durchmischte Setliste freuen. Angefangen mit „Misery“, über „In The Belly Of A Shark“ und vielen Songs vom neuen Album „Gallows”, werden alle Epochen der gallowschen Geschichte abgeklopft. Aber klar, es ist die Tour zum neuen Album, da werden auch mehr Songs davon gespielt.

Die GALLOWS konnten genauso wie FEED THE RHINO an diesem Abend überzeugen. Ich habe ein Konzert gesehen, das beiden Bands Spaß gemacht hat. Der Weg ins „Gebäude 9“ hat sich wirklich gelohnt und nach so einem Abend gehe ich den beim nächsten Mal auch gerne wieder.

Alte Kommentare

von Niels 26.09.2012 09:16

...wie auch in Hamburg im Rahmen des Reeperbahn-Festivals: Total-Abriss von den Gallows. Wirklich unerwartet beeindruckend gut!!!

von Sehr überraschend... 26.09.2012 10:14

... war in der Tat das sich die Mischung aus altem und neuen Material die Waage hielt. Hätte ich jetzt nicht erwartet.

von Schade 29.09.2012 10:45

McNeils Bollo Verhalten ist einfach unerträglich! Nie wieder! Leider!

von nori 02.10.2012 14:50

gallows vermitteln mit frank carter als fronter glaubwürdigkeit und rotzige attitüde. mit McNeill ist das nur noch attitüde und show. bin raus.