21.12.2014: Parkway Drive, Heaven Shall Burn, Carnifex, Northlane - Alsterdorfer Sporthalle - Hamburg

 



Betitelt mit der "Tour Of The Year" setzte dieser Abend die Erwartungshaltung hoch. Beginnen sollte das Konzert jedoch eher träge. Pünktlich um 18.30 Uhr standen die Australier von NORTHLANE auf der großen Bühne in der Alsterdorfer Sporthalle. Obwohl sich die Jungs aus Sydney sichtlich Mühe gaben, wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Vielleicht lag es auch an der frühen Uhrzeit, viele der Besucher kamen zu Beginn von NORTHLANES Auftritt erst an und widmeten sich erst einmal der Getränkebestellung anstatt der Musik die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Während die Shoutings durchweg stark waren, hatte Sänger Adrian Fitipaldes bei den cleanen Vocals immer wieder Probleme den Ton zu halten. Nach sieben Liedern war es Zeit für den ersten Wechsel des Abends und NORTHLANE verließen nach ihrem letzten Song "Quantum Flux" die Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause und einem sichtlich gut gelaunten Techniker der die Menge mit "Hey Hambuuuurg. Smoke weeeeed everyday" belustigte trat die härteste Band des Paketes auf die Bühne. CARNIFEX aus Kalifornien spielen brachialen Deathcore bzw. Deathmetal. Immer wieder rief Sänger Scott Lewis zu Circle Pits auf und klärte auch gleich wie er sich den weiteren Verlauf vorstellte: "Hamburg, we only have one rule. If I say jump then you need to fucking jump!". Auch bei CARNIFEX schieden sich die Geister. Während einige Besucher nach Vorne strömten und sich in den Moshpit warfen, nutzten andere Besucher die Möglichkeit um Merchandise zu kaufen oder eines der gastronomischen Angebote der Sporthalle in Anspruch zu nehmen. Nach einer halben Stunde beendeten auch CARNIFEX ihr Set.

Um 20.16 Uhr war es dann so weit: PARKWAY DRIVE betraten mit großflächigem Konfettiregen die Bühne und starteten mit "Wild Eyes" in ihre energiegeladene Show. PARKWAY DRIVE gehören nicht ohne Grund zu einer der momentan beliebtesten Metalcore Bands. Instrumental immer auf dem Punkt und gesanglich durchweg stark überzeugten die Australier schnell die Menge. Nach einigen Songs fragte Sänger Winston wer in der Halle HEAVEN SHALL BURN mag. Nach lauten Jubelrufen aus dem Publikum als Antwort spielten PARKWAY DRIVE den Song "The Weapon They Fear" von HEAVEN SHALL BURN. Wärend die Besucher noch begeistert applaudierten wurde die Bühne dunkel. Erneut gab es eine Luftschlangen-Explosion, kurz danach setzte das Licht wieder ein - doch was war das? Die Bands hatten mal eben innerhalb von 20 Sekunden die Plätze gewechselt und HEAVEN SHALL BURN übernahmen. Die 1996 gegründete Gruppe gilt als wichtigste deutsche Metalcore Band. Auch wenn es schön ist, solche Bands auch in der Heimat zu haben, so ist es doch immer wieder eigenartig wenn Sänger Marcus Bischoff zwischen den Songs mit seinem thüringer Akzent den Fans dankt und Anekdoten erzählt. Auch HEAVEN SHALL BURN riefen zu Circle Pits auf, ermahnten die Fans jedoch auch, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Außerdem wurde ein Fan besonders erwähnt, der an diesem Abend in Hamburg sein 60. HEAVEN SHALL BURN Konzert erlebte. Auch HEAVEN SHALL BURN coverten einen Song ihrer Co-Headliner. Nach ihrer Version von "Unrest" erfolgte erneut ein blitzschneller Bühnenwechsel und PARKWAY DRIVE starteten in den zweiten Block ihres Sets. Neben "Dark Days" durfte auch der Publikumsliebling "Home Is For The Heartless" nicht fehlen. Nach insgesamt sechs Songs übernehmen noch einmal HEAVEN SHALL BURN die Bühne. Ein letzter Wechsel der Bands läutete die Zugaben ein, bis gegen 22.30 Uhr dann endgültig Schluss war.

War dies nun die "Tour Of The Year"? - nein. Obwohl mit PARKWAY DRIVE und HEAVEN SHALL BURN ein sehr starkes Paket geboten wurde und der rasante Wechsel auf der Bühne eine Meisterleistung der Gruppen und Crews war, blieb einem das Konzert zwar als gut und unterhaltsam in Erinnerung, jedoch konnte es sich nicht wesentlich von anderen starken Touren im Jahr 2014 abheben. Da halfen leider auch keine Konfettikanonen oder Flammenwerfer.

Alte Kommentare

von Julia 12.01.2015 08:58

Das war die Tour Of The Year. Schon alleine die Kombi der Bands... Gabs so letztes Jahr nicht wirklich!