24.08 - 26.08.2007: Area4 - Festival 2007 - Lüdinghausen - Flugplatz Borkenberge

 

Wetter spielte artig mit und ließ die Festivalfreunde nicht im Regen stehen, sondern zeigte sich von seiner sonnigsten Seite. Ein Festival direkt vor der Tür, das durften sich die ortsansässigen Lüdinghausener und Dülmener natürlich nicht entgehen lassen. Aber nicht nur Leute die mit dem Fahrrad anfahren konnten, lockte das AREA 4 Festival auf den Flugplatz. Der Parkplatz war gut gefüllt mit Autos aus ganz Deutschland. Den Auftakt des Festivals gaben LEO CAN DIVE, gefolgt von THE DATSUNS. Für die meisten Besucher waren die beiden Bands jedoch nur Hintergrundmusik zum Zelte aufbauen. Auf dem Weg über den Campingplatz zur Bühne stolperte man über flunkyballspielende Festivalaner. Ganze Flunkyballmeisterschaften wurden teilweise auf dem Gelände ausgetragen. Für einen Großteil der Festivalliebhaber begann das AREA 4 jedoch erst mit den DONOTS. Für besagte Band ließen die Zelte-Aufbauer ihre Heringe mal einfach nur Heringe sein und starteten ins AREA 4 Festival. Auch die aufgewärmten Flunkyballer zogen langsam, aber sicher gen Bühnengelände. Nach den DONOTS weckten SOULFLY mit ihrem harten Sound alle Bleichgesichter, die beim Sonnen schon eingeschlafen waren. Die halbstündigen Pausen zwischen den Bands wurden sinnvoll genutzt, um in den Zelten noch mal ordentlich Sprit nachzutanken. Der Weg von der Bühne zum Zelt ließ sich in 5-10 Minuten meistern, je nachdem wo das Wochenendheim aufgeschlagen wurde und wie gut man noch zu Fuß war. Weiter ging es dann mit THE INTERNATIONAL NOISE CONSPIRACY, die nicht nur mit ihren schwarz-rot gesternten Outfits für Wiedererkennungswert sorgten. So langsam füllte sich der Raum vor der Bühne, denn die sonnenbrillengetarnten Jungs von EAGLES OF DEATH METAL standen auf dem Programm. SILVERCHAIR sorgten für Buh-Rufe, aber nicht weil sie auf der Bühne standen. Im Gegenteil. SILVERCHAIR glänzten auf dem AREA 4 Festival durch Abwesenheit. Also ran an den Hauptakt des Freitag Abend. NOFX zogen ihre Show vor und zeigten den Festivalanern was Punkrock ist. Überraschte Fans eilten nach den ersten Tönen, mit einem Blick auf die Uhr, zur verfrühten Show von NOFX. Die Menge ging ab, ließ die noch vorhandenen Kräfte raus und verausgabte sich bis zum geht nicht mehr. Eins ist sicher: es war kein Regenwasser, das von den NOFX Fans runtertropfte. Mit der einstündigen Show von NOFX endete der erste Festivalabend. Zumindest Band-technisch gesehen. Für eingefleischte Festivalfreaks ging es jetzt erst richtig los: Hodenball spielen auf dem Hodenball Center Court, abtanzen zu Rockmusik in der Festivaldisco oder grölend über den Platz laufen und saufen.

Samstag: Absturzgefahr


TUBOSTAAT gaben sich am Samstag die Ehre, um die meisten Festivalbesucher mit ihrem Sound zu wecken. Einige bekamen TURBOSTAAT jedoch überhaupt nicht mit, weil sie mal eben zum duschen nach Hause gefahren sind. Auch verbrauchte Alkoholquellen konnten auf dem Weg über den nächsten Supermarkt direkt aufgefüllt werden. Begeistert von den Frühaufstehern, schließlich war es ja erst knapp ein Uhr, redeten ITCHY POOPZKID mal wieder ununterbrochen mit ein bisschen Musik dazwischen. Um irgendwas auszugleichen? Aber warum eigentlich? Schließlich hatten sie schon im Vorfeld einige Fe stivalerfahrung gesammelt und setzten diese in einer Bühnenshow um, die überzeugte. Gegen zwei Uhr zog es noch weitere Schlafmützen vor die Bühne, die sich mit Genuss MUFF POTTER anschauten. Zur Show von FROM AUTUMN TO ASHES leerte sich, unverständlicherweise, der Bühnenvorraum und machte Platz für die echten Fans. Eine Standard Screamo Band mit einer ganz kleinen Prise Einzigartigkeit, schrie sich eine dreiviertel Stunde die Seele aus dem Leib. Nicht nur die Sonne sorgte am Samstag wieder mal dafür, dass sich die Fans richtig aufwärmten, sondern auch BLACKMAIL, ART BRUT und THE 69 EYES. Ob der Sänger von BLACKMAIL sich nachher noch Juliette Lewis klar gemacht hat wissen wir nicht, auf jeden Fall gab diese mit ihrer Band JULIETTE & THE LICKS auf der Bühne so richtig Vollgas. Vor allem die männlichen Wesen machten sich auf den Weg, um ihre heiße Bühnenshow aus nächster Nähe zu betrachten. Aber auch die weiblichen Fans waren begeistert von der gekonnt eingesetzten Frauenpower. THE HIVES rockten das Gelände, konnten aber nicht die wartenden BILLY TALENT T-Shirt Mädels aus der ersten Reihe vertreiben.BILLY TALENT waren dann die Letzten, die am Samstag auf der Bühne ihr Bestes gaben und ließen hauptsächlich kleine Mädchenherzen höher schlagen. Nach einem schweißigen Auftritt von BILLY TALENT gingen die kleinen Mädchen schlafen, während die Großen dann wieder weiter Party machten. Ob in der angelegten Hangardisco oder um ihre Zelte herum, wer wo abstürzen wollte, das blieb den Partyfreunden selbst überlassen.

Sonntag: Landebahn in Sicht


Der Sonntag begann nicht wie geplant mit BOOZED, weil diese aus gesundheitlichen Gründen ihren Auftritt absagen mussten. The Sunday begann also mit THE DRAFT and THE FILMS. Viele Besucher konnten die beiden Bands aber nicht vor die Bühne locken, da die meisten noch in den Seilen vom Vortag hingen oder schon fleißig am Zelte abbauen waren. Für JINGO DE LUNCH streckten einige die Köpfe aus den Zelten, aber so richtig aufraffen konnte sich die Masse dann erst für MADSEN. Auf dem Hodenball Center Court traf man derweil auf Hodenballspieler der besonderen Art. Die Polizei und einige Securities ließen sich nicht Lumpen, setzten sich dazu und spielten eine Runde mit. Man könnte fast sagen, dass dieses Spiel mehr Besucher lockte, als die Topacts auf der Bühne. Dort wärmten nämlich SPARTA und …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD die Besucher perfekt auf für MANDO DIAO. Nicht nur Gott weiß, warum sich die Festivalbesucher um viertel nach acht auf den Weg zur Bühne machten. MANDO DIAO gaben eine gute Show zum Besten und das Publikum konnte sich noch mal so richtig austoben. Die jungen Spunde verließen nach der Show von MANDO DIAO das Gelände und die übrig gebliebene Menge wartete gespannt auf TOOL. Die ließen natürlich ein kleines bisschen auf sich warten, aber starteten ihren Auftritt dann endlich gegen viertel nach zehn. TOOL Fans fieberten das ganze Festivalwochenende lang nur diesem Auftritt entgegen. Lichteffekte und Leinwandvideos perfekt auf die Musik abgestimmt, taten ihr Übriges um die Show von allen Anderen des Festivals abzuheben und ließen an diesem letzten Abend Toolfanherzen höher schlagen. Nach TOOL herrschte große Aufbruchstimmung und Vorfreude auf das eigene Bett und die eigene Dusche. Das AREA 4 Festival setzte zur Landung an. Ein kleines, aber feines Festival, auf dem die Zeit wie im Flug verging und auf dem man sich durchaus sogar vom Zelt aus einige Bands anhören und teilweise sogar angucken konnte, nahte dem Ende. Die kleine AREA 4 Familie, mit knapp 10.000 Familienmitgliedern, die sich an diesem Wochenende gegründet hat, machte sich wieder auf den Weg in tausend verschiedene Himmelsrichtungen und freut sich auf ein weiteres Familientreffen im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt AREA 4 - das Münsterland wird gerockt.

Bilder:

Freitag (24.08.2007):

Soulfly
The (International) Noise Concpiracy
Eagles Of Death Metal
NoFX

Samstag (25.08.2007):

Muff Potter
From Autumn To Ashes
Blackmail
Art Brut
The 69 Eyes
Juliette And The Licks
The Hives
Billy Talent

Sonntag (26.08.2007):

The Films
Jingo De Lunch
Madsen
Sparta
Trail Of Dead
Mando Diao

Alte Kommentare

von beacoN 29.08.2007 20:00

grossartig :)

von Kai 01.09.2007 20:51

Sorry, aber der Bericht ist total langweilig und öde geschrieben. Da war das Festival 1000 mal geiler.