25.04.2013: Gorilla Biscuits, H2O, Your Demise - Köln - Gebäude 9

 


Converse rufen und alle kommen.

Die Schuhmarke, die sonst nur auf Gymnasial-Schulhöfen, dem Southside oder auf der 27. Neuauflage der Studenten-IndieDisco zu finden ist, will wieder street-credibil sein. Denn wenn die Verkaufszahlen immer mehr steigen, können ja auch mal Experimente gemacht werden.
So präsentiert sich Converse 2013 unter dem Motto „Shoes Keep it Clean, Sneakers Get Dirty“.
Damit das nicht nur eine hohle Phrase bleibt hat sich die Marketingabteilung kurz entschlossen mehrere Konzerte zu Veranstalten und keinen Eintritt zu nehmen, quasi gratis. Der einzige Haken bestand darin, sich die Tickets am Converse Bus abzuholen.
Diejenigen die ein kostbares Stoffbändchen ergattern konnten, kamen am vergangen Donnerstag in den Genuss gleich dreier Dekaden von Hardcore-Bands. Die 80er repräsentierten GORILLA BISCUITS , die 90er H2O und die 00er Jahre wurden durch YOUR DEMISE vertreten.
Letztgenannte haben erst vor kurzem ihre baldige Auflösung bekannt gegeben und dank des Kölner Verkehrs konnte ich nur noch beobachten, wie mehrere Junge Menschen das Gebäude verliessen.
Rein optisch war das zumindest schon mal ein Hybrid aus CRO und BRING ME THE HORIZON-Fans. Jutebeutel trifft auf Halstattoo.

Nach kurzem Umbau betraten H2O die Bühne und legten direkt mit „Nothing to Prove“ los. Es folgte eine bunte Auswahl aus größten Teils „Nothing to Prove“ Songs und mehrere Coversongs ( Madball´s "Pride", Sick Of It All´s "Friends like You".... you name it, they play it ).
Leider wurde Toby durch einen Stagedive am Auge verletzt und so musste das Set verkürzt werden, sodass nach knapp 25 Minuten mit „What Happened?“ Schluss war.
Die Stimmung die bei H2O noch relativ verhalten war sollte sich schnell bei GORILLA BISCUITS ändern. Schon bei den Trompeten von „New Direction“ flogen die ersten Menschen durch den Raum und man konnte (zumindest in den ersten Reihen) die Energie regelrecht greifen. Die Menschen waren textsicher und man konnte der Band die Spielfreude in jeder Grimasse ansehen. Die Songliste dürfte wohl ca. 25 Songs enthalten und wurde durch einige Coverversionen wie zum Beispiel Minor Threat´s „ Guilty of Beeing White" unterstützt.

Schlussendlich kann man nur zusammenfassen, dass Converse einen gelungen Abend auf die Beine gestellt hat und außer ein paar Vitrinen mit Schuhen und einem Converse Banner eher durch Understatement auffiel.
Gerne wieder Converse.

Alte Kommentare

von 123 01.05.2013 19:23

Bei Your Demise hast du auch nix verpasst. Ich mag die Band ja aber abgesehen von den 2-3 Aerobic-Hanseln vor der Bühne, war da ziemlich tote Hose. Was das Veranstaltungskonzept ansich angeht: Ich werde deswegen zwar sicherlich auch in Zukunft keine Converse Schuhe kaufen aber ich hab schon weitaus aufdringlichere "Werbeveranstaltungen" erlebt (Extreme Playgrounds anyone?).

von Was mich mal interessieren würde 02.05.2013 09:13

Waren denn viele Leute da? Ich habe nämlich davon abgesehen, da mir das Risiko zu groß war nach der Arbeit auf gut Glück nach Köln zu fahren nur um dann wieder nach Hause geschickt zu werden. Also nächstes mal ruhig lieber mit vollem Eintrittpreis bitte.

von brumm 03.05.2013 09:04

Du musstest dir ja ein Bändchen im Vorfeld abholen. Und zumindest Freitag musstest du da schon spätestens ne halbe Stunde vor Beginn da sein, um noch eins zu bekommen.

von retep 04.05.2013 03:37

wie kannst du bitte your demise als hc band bezeichnen?

von MariusRRRR 04.05.2013 08:31

objektiv und ohne vorurteile gegenüber der band kann sie schon in der hardcore ecke stecken. ob das jetzt guter oder schlechter hardcore ist kann ich dir nicht sagen, da ich sie nicht live gesehen habe.