27.03.2007: Fall Out Boy, Pinboys - Köln - E-Werk

 


FALL OUT BOY machen aktuell ein paar Abstecher in unsere Breitengrade um "Infinity On High" kurz nach dem offiziellen Release auch auf den Bühnen da draußen zu präsentieren. Natürlich wollte ich mir den Gig in der Domstadt nicht entgehen lassen und natürlich war nach einem Einstieg auf Platz #25 der Albumcharts klar, dass das wieder ein bunter Teenieauflauf sein würde. Also ab ins E-Werk, denn aufgrund des großen Andrangs wurde die Show kurzfristig von der Live Music Hall in eine größere Location verlegt.

Pech für die Kartenverkäufer da draußen, die mal wieder einen satten Reibach machen wollten. Bein INCUBUS wurden schon Preise jenseits der 60 Euro verlangt, heute Abend hat hingegen wohl noch jeder eine Karte bekommen. Und dass obwohl das E-Werk bei unserem Eintreffen schon wirklich sehr voll war. Also rein in die gute Stube, wo der „Special Guest“ auf uns wartete. Hierbei handelte es sich um den dänischen Poppunk Nachwuchs namens PINBOYS, die ja aktuell mit "Teenage Wasteland" einen Longplayer in den Startlöchern haben. Was mir auf CD recht standardmäßig und unspektakulär vorkam, funktionierte Live deutlich besser. Das Wechselspiel aus männlichem und weiblichen Gesang brachte der Band Aufmerksamkeit und man wurde mit verhaltenem Beifall verabschiedet.

Natürlich wartete die Menge sehnsüchtig auf FALL OUT BOY und es war verdammt noch mal ein äußerst entspanntes Konzert, denn nach meinen 3 Songs ohne Blitz im Fotografengraben, in dem ich ob meiner mickrigen Camera nur müde belächelt wurde, gesellte ich mich in ca. 10 Meter Entfernung von der Bühne in die Menge. Hier hatte man einen ausgezeichneten Überblick bei hauptsächlich weiblichen Publikum zwischen 16 und 20. Zuvor erklärte mir noch ein pickliger Teenager, dass dies doch ein Punkrockkonzert sei und ich mich nicht so anstellen solle, wenn er seinen schwitzigen Körper an mir reibt. Viel wichtiger war jedoch das Treiben auf der Bühne, denn hier zeigten sich Patrick Stump, Pete Wentz und Joe Trohman ausgesprochen aktiv und bewegungsfreudig während Drummer Andy Hurley auf seinem Podest thronte und seine Kessel bearbeitete. Pete Wentz erwies sich mit seiner leicht schüchternen Art als absoluter Entertainer, dem die weiblich Welt zu Füßen liegt, Patrick versinkt in seiner Liebe zur Musik und Joe spuckt alle Nase lang sein Wasser in die Menge. Schon früh wird der Hit der letzten Platte "Sugar, We're Goin Down" zum Besten gegeben und allgemein steht das erste Drittel der Show ziemlich im Zeichen des alten Materials. Dann geht man aber auch zu "Thriller" über und ab jetzt ertönen die Mitsingchöre aus dem Publikum. Nach knapp 40 Minuten verschwindet man dann unangekündigt von der Bühne.

Was folgt ist ein Entertainmet Programm eines Jack Black-mäßigen Mitgereisten der FALL OUT BOY Crew. Jener lädt 2 Zuschauer auf die Bühne damit sie ihm schön in die Eier treten dürfen. Anschließend zeigt ein weiteres Crewmitglied, wie es richtig geht und alle dürfen mal lachen. Soviel zur Pausenunterhaltung, denn natürlich wollten FALL OUT BOY noch ein wenig Zeit auf der Bühne verbringen und zum Beispiel ihre aktuelle Single spielen. Anschließend fragt Pete seine Fans, ob sie denn eine Circlepit kennen würden. Zögerlich gehen die Arme von ein paar Dutzend Leuten in die Höhe. So richtig überzeugt scheint Pete auch nicht zu sein und so stellt er seinen Kumpel A.J als "Professional Circlepit starter" vor. Jener begibt sich also für den nächsten Song in den "Pit" damit ein wenig Action aufkommt. Mit u.a "Dance Dance" lässt man diesen Abend ausklingen und ich muss gestehen, dass es echt Spaß gemacht hat. Draußen warten weitaus weniger Eltern als noch vor wenigen Wochen bei BILLY TALENT, dafür verscherbeln ein paar Leute groß kopierte Plakate der Band. Noch deutlich vor 24:00 Uhr sitze ich nun also hier und tippe diese Zeilen mit dem guten Gefühl morgen endlich mal wieder einigermaßen ausgeschlafen zu sein.

Alte Kommentare

von schnapps 28.03.2007 11:05

haha, das review gefällt!!

von sweeta 28.03.2007 20:42

in hamburg war das publikum älter und durchmischter (männlicher :D). der circle pit war recht groß und auch sonst gab es etwas aktion. nichtsdestotrotz ein relativ hoher frauen/heranwachsender anteil, aber dennoch ein sehenswertes konzert. in hamburg war der special guest übrigens eine dänische kapelle namens dune.

von ich 29.03.2007 13:19

mh,ich muss das Konzert leider mit gemischten Gefühlen beurteilen. Starke Bühnenshow,coole Lichteffekte,gute Akkustik...leider war ich durch das drum-herum doch sehr genervt. Ich fühlte mich schlichtweg sehr sehr alt und das mit 24 ;) Es war eine Kinderparty sondergleichen. Pete Versuche Kommunikation zu betreiebn schlugen fehl, da die meisten wahrscheinlich erst ab Sommer die Englische Sprache in den Schulen erlernen. Um mich herum eine ständige Kreischerei oder rumgeheule,weil sie geschupst worden sind.....man konnte gar mütterlich werden...naja,sollte das Konzert zwar nicht trüben,aber....egal!! Für die, die nu laut aufschreien, dass dies doch zu erwarten war und ich hier nicht rum meckern soll : es tut mir leid,ich war mir wohl doch nicht so bewusst,welche große Auswirkungen ein Bravo Artikel hat ;) ;) ;)