27.07.2007: Freakstock Festival - Gotha - Sidestage

 


Am Abend gab es dann wieder die obligatorischen Konzerte. Das heutige Line Up bestand zum Teil aus internationalen Bands, wie z.B. PSALTERS (Indie/USA), IRRSTERNE (Gothic/Leipzig), ARSON (NuMetal/Köln), Saphena (Metalcore/Chemnitz) und WARLIGHT (Punk 'n' Roll/Bergen, Norwegen). Begonnen haben PSALTERS mit ihrer ganz eigenen Art von Musik. Jene kann am ehesten als Folklore klassifiziert werden. Die Nomaden aus den USA spielten neben Banjo, Blasinstrumente, diversen Percussions sowie Schlagzeug auch einen Leierkasten und beschallten das angenehm überraschte Publikum mal auf eine ganz unkonventionelle Art. Auf jeden Fall sehr interessant und PSALTERS konnten viele Leute erfreuen, da die Show sowie die Musik definitiv abwechslungsreich waren. Die folgende Band IRRSTERNE habe ich leider verpasst und kann so nichts zu den Gothic Rockern aus Leipsch sagen. An dieser Stelle schöne Grüße an die Thekenmädels bei der Mainstage: Auf den Osten.

Die nächste Band an der Sidestage, gleich nach IRRSTERNE, war ARSON aus Köln. Oft schon auf dem Freakstock gespielt, konnte man sich auf handfesten Metal mit verschiedenen Einflüssen freuen. Noch bevor der erste Ton gespielt wurde war die Stimmung angeregt, hatten doch einige weibliche Besucher Schilder präpariert, gespickt mit Huldigungen an die sich vorbereitenden Bandmitglieder von ARSON. In der somit netteren Atmosphären begannen ARSON ihr Set und spielten eine gute Show erinnernd an Death By Stereo aber auch hier und da etwas System Of A Down. An sich ganz in Ordnung, nur fehlte es mir persönlich etwas an Dynamik. Egal, diese Sehnsucht sollte noch befriedigt werden.

Ca. 45 Minuten nach dem Beginn von ARSON kamen SAPHENA, ex BrainFAQ, und boten eine energiegeladene Performance mit ihrem Metalbrett und deutschen Texten. Musikalisch ging das ganze in Richtung trashigen Metal mit reichlich Breaks und einem satten Sound, der viele Zuschauer zum Tanze lockte. Die Jungs und Mädels von SAPHENA gaben sich Mühe und machten dabei einen sympathischen Eindruck. Wie bei ARSON wurde viel mit dem Publikum kommuniziert und nach ca. 45 Minuten war Sense und die mir bis dato völlig unbekannten WARLIGHT betraten nach einer Umbaupause die Bühne. Nachdem SAPHENA dem Bedürfnis nach Dynamik etwas nachgekommen waren, sollte nun alles überboten werden.

WARLIGHT aus Norwegen spielten eine dermaßen geile Show, wie sie mir in der Form nur noch bei ICON CLAN (Finnland) Anno 2003 in Erinnerung war. Rotziger Punk gepaart mit einer guten Priese Rock 'n' Roll und mit einer Rampensau am Bass war es die perfekte Mischung, die bei den begeisterten Zuschauern die Tanzeuphorie weckte. Der Vergleich mit Turbo Negro liegt nicht ganz ferne. Die Party war an diesem Abend auf dem Höhepunkt angelangt und Gebrüder Vik (Gitarre + Schlagzeug) machten mit ihren Recken mächtig Eindruck. Schön, dass es neben dem heutigen Überangebot an Metal (neben PSALTERS) eine Punkrock Band aus Norwegen den Abend auflockerte um ihn gleich danach, zumindest an der Sidestage, gebührend zu beenden. Nach WARLIGHT ging es noch für ein paar Bierchen in das Coffee Zelt und später dann, natürlich nach einer kalten Dusche und einer Tasse Milch, ins noch warme und trockene Zelt, wo mit guter Erinnerung an den Freitag schon Pläne für den Samstag geschmiedet wurden.