27.12.2007: Caliban, Heaven Shall Burn, Neaera, Sonic Syndicate, Misery Speaks - Münster - Skaters Palace

 


Danach war Heimspiel angesagt für MISERY SPEAKS. Mit ihrem Melodic Death Metal zogen sie die Freunde der härteren Musik nach vorne. Mich trieb es dann doch eher in die hinteren Reihen. Für die Fans gab es dann auch schon ein Paar Songs vom neuen Album Catalogue Of Carnage, welches Ende Januar rauskommt.

Mit SONIC SYNDICATE stand die zweite Metalcore Band der DARKNESS OVER X-MAS TOUR auf der Bühne. Familiär ging es bei SONIC SYNDICATE zu, denn der schwedische Sechser beherbergt immerhin drei Brüder. Kein Wunder, dass sich da die kleinen Mädels mit den toupierten Haaren in die erste Reihe drängelten. Aber auch die Männer waren nicht minder angetan von der blonden Bassistin. Jedoch hatte ja Musik Vorrang und so lieferten sie eine ordentliche Show ab, auch wenn der ein oder andere von SONIC SYNDICATE einfach nur noch genervt ist.

Das zweite Heimspiel an diesem Abend hatten NEAERA. In der Halle fühlte man sich schon fast wie ein gegrilltes Hühnchen und deswegen hab ich von NEAERA nur draußen einige Laute mitbekommen. Was man so hörte ging auf jeden Fall ins Ohr und drinnen brutzelten wahrscheinlich alle bei Rekordtemperaturen.

Nach der kleinen Abkühlung ging es für mich dann weiter mit HEAVEN SHALL BURN. Als Intro wählten sie Der Himmel brennt von Wolfgang Petry. Erschreckenderweise konnten mehr Leute den Text von seinen Liedern, als letztendlich von HEAVEN SHALL BURN. Aber mich wundert ja gar nichts mehr. Also die Schreckenstatsache einfach in den Hintergrund gerückt und sich die fünf schnieken Herren in den weißen Hemden angeguckt. In Zeiten von MySpace wunderte sich wahrscheinlich keiner der Thüringer mehr, warum selbst bei ihrem neuen Song Endzeit schon einige lauthals mitbrüllten. Die Thüringer Jungs spielten alles an die Wand und brachten das Publikum mit Liedern wie Counterweight, Voice Of The Voiceless und Behind A Wall Of Silence ordentlich in Schwung.

Beim CALIBAN Sänger lag unterm Weihnachtsbaum Gott sei Dank genug Kajal für die gesamten Auftritte des nächsten Jahres und so standen sie in alter Frische auf der Bühne und versuchten als Headliner das Tüpfelchen aufs i zu setzen. Ganze fünf Minuten habe ich mitbekommen, bevor ich bahnbedingt den Weg der Heimreise antreten musste. Die Menge ging in den ersten Minuten schon ordentlich ab und ich vermute, dass die Ausdauer der im Moshpit anwesenden bis zum Schluss reichte.