28.01.2015: Funeral For A Friend, No Bragging Rights, Fjort - Berlin - Cassiopeia

 

Das Konzert von FUNERAL FOR A FRIEND im Berliner Cassiopeia ist schon etwas hin, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie es war.

Zu aller erst kann man sagen, dass das gebotene Line-Up mit FUNERAL FOR A FRIEND, NO BRAGGING RIGHTS & FJORT außerordentlich gut ist und man hier wirklich keine Band verpassen sollte.

Doch die erste Enttäuschung des Abends entgegnete die Besucher schon vor Beginn der ersten Band, FJORT. Während die Tickets zur Show und auch sämtliche Zeiten im Netz 20:00 als Startschuss angegeben wurde, stand FJORT bereits um 19:30 auf der Bühne. Für viele Leute sehr schade, die sich vor allem diese Band anschauen, es allerdings auf Grund von Arbeitszeiten etc. erst später ins Cassiopeia geschafft haben.

Nun gut, FJORT fing also an. Die Band, die via This Charming Man Records ihr Debut-Album "D´accord" rausgebracht haben und nun schon alle gespannt auf neues Material sind. Schon vor der Tour mit den Walisen hat die Band aus Aachen so einige Headliner-Shows gespielt und war damit bestens vorbereitet für die anstehenden Dates als Opening Act. Das man hat auch in positiver Art & Weise gemerkt, FJORT hat richtig gut abgeliefert und die hohen Erwartungen vieler Anwesenden, darunter ich selbst, erfüllt. Leider haben sie auch ein wenig ihre Rockstar-Attitüde raushängen lassen und einen eigenen Helfer dabei gehabt, der 3 Mal während des Sets quer durch die Menge musste, um den Bass zu tauschen (der dann genau gleich klang wie der zurvor) und zu schauen, ob auch alles zu hundert Prozent stimmt, inklusive Handschuhe. Das ist dann wohl die Gratwanderung zwischen DIY und knallhartes Live-Business.

Nach FJORT waren NO BRAGGING RIGHTS an der Reihe, für mich persönlich das absolute Highlight, vermeitlich für das ganze Jahr.
Die Band aus Riverside, Kalifornien, die bereits vor ein paar Wochen mit der Never Say Die! Tour im Land war, wird wirklich nie müde, zu touren, ihre guten Werte offen preiszugeben und den Kontakt zu den Fans zu suchen. Für manche waren die Zwischenansagen von Frontmann Mike Perez bestimmt eher langweilig und hätten die Zeit lieber mit Musik erlebt. Jedoch findet man die Energie und Leidenschaft, die diese Band ausstrahlt, so schnell bei keiner zweiten. Auch nachdem sie nur Tage zuvor einen schlimmen Unfall mit ihrem Van in den Staaten hatten (bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde), geben sie weiter Vollgas. Natürlich auch live - einschlagende Songs "Hope Theory" oder "Cycles" von dem gleichnamigen Album, das 2012 erschienen ist, wurden von den leider nur sehr wenigen Die-Hard-Fans gut angenommen. Schade, da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen für eine wirklich gute Show voll mit Stagedives und High-Fives, wie man so schön sagt. Hoffentlich bekommt diese Band das nächste Mal genau das, was sie verdient - einen vollen Club, die alle Bock haben.

Kommen wir nun zum Headliner - FUNERAL FOR A FRIEND.
Am 23. Januar kam ihr neues Album "Chapter & Verse" via End Hits Records auf den Markt, viel Vorbereitungszeit auf die neuen Songs blieb also nicht. Jedoch wurden etwas früher schon die beiden Singles "1%" & "Pencil Pusher" veröffentlicht, die natürlich auch beide gespielt wurden.
Mehr als 12 Jahre Bandgeschichte steht da nun auf der Bühne, Wahnsinn! Und trotzdem gibt sich die Band um Sänger Matthew Davies stets gelassen und offen.
Zu der Show gibt es auch gar nicht so viel zu sagen, sie war halt einfach gut. Sehr solide 60 Minuten mit und von FUNERAL FOR A FRIEND. Zwischenzeitlich gab es seitens der Bands herzlichen Respekt an die deutsche Musikszene, insbesondere der Support-Band FJORT und auch THE TIDAL SLEEP, langjährige Freunde von FUNERAL FOR A FRIEND, wurden erwähnt.

Mit dem Cassiopeia wurde für diesen Abend eine passende Location gewählt, es war genau richtig voll und doch genug Platz, um in den ersten Reihen ordentlich mit zu machen.
Gerne schon sehr bald wieder! Solche Abende sollte man öfters haben. Dann aber mit den richtigen Zeiten. :)


Setlist
Pencil Pusher
High Castles
The Distance
Streetcar
You've Got a Bad Case of the Religions
Bend Your Arms to Look Like Wings
Storytelling
1%
Front Row Seats to the End of the World
Old Hymns
Recovery
Juneau
The Jade Tree Years Were My Best
History
Roses for the Dead

Zugabe: Rookie of the Year

Alte Kommentare

von Rainface 10.02.2015 21:22

. Leider haben sie auch ein wenig ihre Rockstar-Attitüde raushängen lassen und einen eigenen Helfer dabei gehabt, der 3 Mal während des Sets quer durch die Menge musste, um den Bass zu tauschen Einer der dümmsten Sätze die ich lange gelesen habe....