28.12.2007: Tight Finks - Thun (CH), Mokka

 


Ab dem ersten Akkord, den die Tight Finks spielten startete auch schon eine unglaubliche Party, die etwa zwei Stunden andauerte. Denn obwohl nicht alle Mitglieder der Tight Finks vor 1977 geboren wurden oder auch sonst noch zu jung sind, damit sie die Geburt des Punks wirklich hätten miterleben können, bieten sie '77er Punk vom Feinsten, der mit seinen Singalong-Songs das gesamte Publikum mitreisst. Bis in die hinterste Reihe, in der man allenfalls noch minim den Kopf der Bandmitglieder sah (ausser man ist überdurchschnittlich gross), tanzten, sangen, schrien alle Leute mit, sprühten über vor Freude, tanzten vor Begeisterung. Wie immer boten die Tight Finks eine bunte Mischung von Songs aus allen Alben und spielten zudem noch zwei Cover, bevor sie mit dem Publikumswmunsch „Generation Sucks“ abschlossen. Zudem gab die Band auch Songs zum Besten, die erst im Mai auf ihrem neuen Album erscheinen werden.

Natürlich wurde aber auch ihrer „Wasser-Werbung“ Platz geboten (dieses Mal irgendwas mit Alpina), da dies der einzige Grund sei, warum sie noch so fit sind und so viele Konzerte spielen könnten. Auch sonst wurde viel geredet, denn „wir haben uns jetzt 200 mal den Arsch für euch aufgerissen, jetzt dürfen wir machen, was wir wollen“, so Drummer Avarel darauf, dass sie gedrängt wurden, weniger zu reden und mehr zu spielen. Das Recht hätten lediglich Leute, die sie mehr als fünfzig Mal gesehen hätten, worauf sich doch einige bemerkbar machten, ich mich jedoch mit meinem erst vierten Konzert der Tight Finks nicht dazu zählen konnte. Mich persönlich störten jedoch die langen (teilweise sehr langen) Ansagen auch nicht wirklich, da sie einen grossen Teil zur Stimmung des Konzertes beitrugen. Erst, als die Uhr anzeigte, dass bereits in einer halben Stunde unser letzter Zug fahren würde, wurde ich langsam ungeduldig.

Mit grossem Stress, jedoch sehr glücklich und vor allem mit vielen, vielen Wunden, die auf ein ausgelassenes Konzert hindeuteten, verliessen wir schliesslich den vollen Raum, um dann noch stundenlang darüber zu reden, wie genial das Konzert war und uns auf den Mai zu freuen.