30.10.2012: Between The Buried And Me, The Safety Fire, Periphery - Batschkapp, Frankfurt

 


Ausverkauft ist die Batschkapp nicht, als an einem verregneten Dienstagabend im Oktober THE SAFETY FIRE, PERIPHERY und BETWEEN THE BURIED AND ME dort ein Gastspiel geben. Dabei hätten es die drei Bands verdient gehabt vor volle Haus zu spielen, denn im Bereich des progressiven Metalcore bekommt man dieser Tage wohl kein besseres Tour-Paket vorgesetzt.

Den Anfang machen THE SAFETY FIRE. Zwar sind die jungen Engländer nicht jedem ein Begriff, nach wenigen Liedern haben sie jedoch einen Großteil des Publikums auf ihrer Seite. Besonders das Gitarren-Duo sticht hervor, welches die teils ziemlich komplexen Kompositionen herunterspielt als wäre es das leichteste der Welt. Nach fünf Songs ist schon wieder Schluss und THE SAFETY FIRE beenden ihr Set fulminant mit „Huge Hammers“.

Dass für manch einen Besucher mit PERIPHERY der heimliche Headliner des Abends auf der Bühne steht, erkennt man schon daran, dass jetzt wesentlich mehr Menschen davor tummeln. Grund zu dieser Annahme gab es nach dem starken zweiten Album „Periphery II“ allemal. Verwunderlich ist es auch nicht, dass sich die Amerikaner in ihren sechs Songs hauptsächlich auch das aktuelle Werk konzentrieren. Damit machen sie alles richtig. Das Material weis zu überzeugen, die Zuschauer sind ab Minute eins bei der Sache und fressen Spencer Sotelo und Co aus der Hand. So wird nicht nur in der Mitte des Sets ein Geburtstagsständchen für den Gitarristen angesetzt, sondern Stücke wie „Have a Blast“ oder „Facepalm Mute“ kommen genauso gut an, wie wohl der größte „Hit“ der Band „Icarus Lives!“, welcher den Auftritt beschließt.

Was schon zu diesem Zeitpunkt auffällt und sich auch noch bei BETWEEN THE BURIED AND ME bemerkbar machen wird, ist der nahezu perfekte Sound, mit dem alle Bands gesegnet sind. PERIPHERY hätten leicht ihre Wirkung verlieren können, wenn nicht alle drei Gitarren so gut von einander hörbar gewesen wären.

Mit welchem Selbstverständnis die Könige des Modern Progressive Metal BETWEEN THE BURIED AND ME mittlerweile agieren, zeigt sich schon daran, dass sie ihr Set mit dem unter Fans wohl beliebtesten Song „White Walls“ beginnen. Wie bei PERIPHERY zuvor, braucht das Publikum auch bei dem Quintett aus North Carolina kaum Eingewöhnungszeit. Die Band dankt es damit, dass sie Lieder aus fast jeder Schaffensphase vorsetzt und mit überwältigender Sicherheit auf die Bühne bringt. Besonders faszinierend ist auch dieses Mal wieder Sänger Tommy Giles Rogers, der über ein Variabilität in der Stimme verfügt, von der viele Sänger nur träumen können. Die beiden Stücke des neuen Albums „The Parallax II: Future Sequence“, „Astral Body“ und „Telos“, fügen sich hervorragend in die Reihe der Klassiker ein und zeigen durch anspruchsvolle und interessante Arrangements, dass BETWEEN THE BURIED AND ME kreativ noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind.
Nach gut einer Stunde ist dann erst einmal Schluss und man lässt sich bitten für eine Zugabe noch einmal zurück zu kommen. Diese wird in Form des QUEEN Covers „Bohemian Rhapsody“, das zu großen Teilen von Band kommt, und „Mordecai“ - dem ältesten Stück der Setlist – dann auch geliefert.

Insgesamt bestachen alle drei Bands des Abends durch große Spiellaune und überdurchschnittlichen technischen Fähigkeiten. Zwar endet der Abend um 23h relativ früh, es dürfte jedoch wenige Zuhörer gegeben haben, denen dieser Umstand das Konzerterlebnis verdorben hat.