31.05.2007: Mad Caddies, Pepper - Köln - Live Music Hall

 


Noch vor kurzem, als wir noch knapp 30 Grad sowie strahlend blauen Himmel hatten und wir den Auftakt der Festivalsaison in Belgien feierten, stolperten mir die MAD CADDIES vor die Nase. Grundsätzlich bin ich ja eher weniger der große Ska-Fan, aber bei einem derart guten Wetter und einer entsprechend ausgelassenen Stimmung wie bei jenem Wochenende in Belgien, haben die Fat Wreck Mannen einfach den Tag versüßt.

Diesen Donnerstag waren die Rahmenbedingungen ein wenig anders geartet und trotzdem wollte ich mir den Auftritt der MAD CADDIES in der Live Music Hall nicht entgehen lassen. Kurz vor 20:00 Uhr trudeln wir also vor Ort ein um bereits einen kunterbunten Haufen freudig vor der Location vorzufinden. Von Punk Kids über Skins bis hin zu Normalos, Hardcore Kids und Emos sowie den unterschiedlichsten Altersgruppen ist an diesem Abend alles vertreten um eine ausgelassene Feier mit Tanz, Alkohol und anderen Drogen zu verleben.

Bereits wenig später betrat das hawaiianische Trio PEPPER die Bühne um der bereits gut gefüllten Live Music Hall ordentlich einzuheizen. Stark an SUBLIME erinnernd lieferten die drei Herren eine Show sondergleichen ab. Zwischen Raggae und Funk, Punk und Ska und sogar leichten Ragga Anleihen fanden die beiden braungebrannten und bestens gelaunten Frontmänner Kaleo Wasman und Bret Bollinger immer noch genug Freiraum um mit freiem Oberkörper rumzuposen und sich selbst zu zelebrieren. Zwischendurch kam noch einmal MAD CADDIES Posaunist Ed Hernandez auf die Bühne um das Trio zu unterstützen aber es war schon echt imposant, welchen Sound die Jungs zu dritt vorlegten. Ein abwechslungsreiches und überrascht gutes Set endet mit einem kleinen Medley, bei dem man auch BLURs "Song 2" um die Ohren geschmettert bekam. Es bleibt ein guter Gesamteindruck obwohl man vielleicht ein bisschen weniger über "Punanis" hätte singen können.

Nach einer knappen Stunde begann also die Wartezeit auf den Headliner des Abends. Viele der bereits durchgeschwitzten Leiber überlegten sich zweimal ob sie den Weg nach draußen wagen sollten und damit ihren kostbaren bühnennahen Stehplatz aufzugeben. Als die MAD CADDIES dann die Bühne stürmten waren diese Sorgen alle vergessen und eine ausgelassene Party nahm ihren Lauf. Obwohl man anfangs eher langsameres Material der hungrigen Meute vor der Bühne vorwarf wurde dies gnadenlos abgefeiert und als dann die schnelleren Skapunk Stücke oder Hits wie "Contraband" oder "Monkeys" gespielt wurden gab es keinen Halt mehr in der so ziemlich ausverkauften Location. Der eine oder andere Partywütige stieß jedoch bei der unbeschreiblichen Hitze an seine Grenzen, musste vom anwesenden Sanitäter umsorgt werden oder japste hilflos nach Luft. Die MAD CADDIES hatten sichtlich ihren Spaß und ließen der Crowd keinerlei Zeit zum verschnaufen. Ein für meinen Geschmack etwas zu langes Set endete mit der Erkenntnis, dass eine (fast) ausverkaufte Live Music Hall bei den MAD CADDIES doch deutlich mehr stinkt als bei TURBONEGRO...