31.05.2008: Jupiter Jones - Köln - Underground

 


Es war nicht das Wochenende der Vorbands im Kölner Underground. Freitags mussten die Cancer Bats sich alleine mit dem Publikum abfeiern und heute ebenso Jupiter Jones. Der Kleine Unterschied: Bei JJ gewollt. Bei den Bats nicht.

Jupiter Jones spielen derzeit ihre „..leise.“ Tour, um ihre gleichnamige DVD zu präsentieren. Heute also alleine und leise im Underground und die Homepage der Jupiters deutete es schon an: „Die Karten werden knapp“. Dies wurde nicht zuletzt merklich als man um 21.00 Uhr das prall gefüllte Underground betrat.
Das letzte Mal als man in Köln Stop machte war der Sonic Ballroom komplett ausverkauft – diesmal das Underground. Eine Leistung für Jupiter Jones und man sieht ihnen die Freude darüber auch zweifelsfrei an. Kaum die Bühne betreten, schon in bester Laune. Diesmal zwar nicht im selben Rahmen wie damals in Cochem, aber dafür genauso gut.

Auch wenn der Sound heute scheinbar was anderes vor hatte und man kaum ein klares Wort geschweige denn Ton verstand, war das Publikum hin und weg. Pianist Tobi, läutete mit dem Intro der ersten Platte ein und der Rest der Band folgte. „Unter uns Darwinfinken“ begann den ruhigen Abend und lies viele Zuschauer erstaunt still stehen. Zwar wäre ein Auftritt der Jupiters mit lauten Gitarren und demselben Publikum sicherlich einer der besten ihrer Karriere geworden, aber so muss man offen und ehrlich zugeben, konnte man sich entspannt in Gedanken fallen lassen. Die Ausnahmestimme von Sänger Nicholas tat ihr übriges und die Gänsehaut lies sich auch nicht mehr abstellen. „Fulda, Horasplatz“ wurde kräftig vergeigt bei dem Versuch, nahtlos in die „Endorphinbatterie“ einzusteigen. Man nimmt es mit Humor und Sympathie und das Publikum nimmt es ihnen ab. „Hank wäre stolz auf uns“ sorgt für entzückte Gesichter im Publikum und für schmerzverzerrte Gesichter auf der Bühne. Gut, dass die Band es trotzdem auswählt, es passt perfekt und sorgt für Abwechslung. Denn knappe 90 Minuten still stehen und lauschen ist nicht jedermanns Sache auch wenn die Songs eher mäßig elektronisch überarbeitet oder in Melodie und Gesang wunderbar verändert werden. Insgesamt bot dieser Abend zwar ein schönes Konzert, trotzdem freut man sich das ganze nochmal in laut zu erleben.