Interview mit Born From Pain

 


1. Ihr seid in letzter Zeit mit großen Bands unterwegs. Macht Euch das mehr Spaß als in kleinen Clubs zu spielen?

Beide Sachen sind cool. Die kleinere Shows sind cool, weil die Interaktion dann im Durchschnitt besser ist zwischen Band und Publikum. Vor allem, weil die meisten kleineren Clubshows Headline-Shows von uns sind. Dadurch kommen dann sowieso die meisten um den Headliner zu sehen. Wenn man als Supportact unterwegs ist, dann ist das halt schwieriger, weil die meisten dann auch für den Hauptact kommen. Aber egal, das ist gut. Unterwegs sein mit größeren Bands ist immer gut um neue Leute zu erreichen.

2. Wo seht Ihr Euch selbst in der europäischen Hardcoreszene?

Sowieso gibt es nicht viele Bands die das machen, was wir machen. Nicht nur musikalisch, aber auch wie wir touren machen nicht viele Bands. Musikalisch hören wir uns nicht an wie die ganzen Metalcorebands, aber wir hören uns auch nicht so Hardcore an wie die Hardcorebands. Für mich hören wir uns „Metal genug an“ für ein Hardcoreband. Letztes Jahr haben wir in 10 Monaten 140 Shows gespielt und eine CD veröffentlicht. Ich glaub, dass es nicht viele andere Bands in Europa gibt, die das auch so machen. Ist aber nicht arrogant gemeint, ich bin halt stolz darauf. Aber wo ich uns jetzt sehe, kann ich leider nicht sagen, das kann ich überhaupt nicht einschätzen.

3. Die neue Scheibe ist mal wieder ein großer Erfolg? Trotzdem gibt es Leute, die meinen, Ihr distanziert Euch vom Hardcore. Wie seht Ihr das?

Das sehe ich überhaupt nicht so. Wie ich schon gesagt habe, find ich, dass wir von der ganzen Metalcorewelle uns noch „Hardcore“ anhören. Man kann auf jeden Fall behaupten, dass wir ein Hardcoreband sind. Die Musik, die wir machen, machen wir schon seit 8 Jahren, der einzige Unterschied ist halt, dass wir 8 Jahre weiter sind und auch 8 Jahren älter. Aber wir sind noch immer die gleiche Typen wie vor 8 Jahren und noch immer eine Hardcoreband. Aber Leute denken halt, was sie denken wollen. Ist okay, ich weiß was ich bin und wofür wir mit Born From Pain stehen. Das ist genug.

4. Bleibt bei so einer Tourmaschine wie Born From Pain noch Zeit für das Privatleben oder einen Job?

Natürlich, aber sehr schwer um ehrlich zu sein. Ich habe Glück mit meiner Arbeit, ich kann selbst meine Stunden einteilen, da ich in einem Callcenter als Supervisor arbeite. Wir haben eigentlich alle Glück was das angeht. Privat ist es manchmal schwer, Freunde und Familie sehe ich nicht so oft, aber wenn man sich dann sieht, ist es immer eine Party...

5. Wie sieht es in Holland mit neuen, vielversprechenden Bands aus in Zukunft?

37 Stabwoundz aus Holland mit unserem ex- Gittaristen bringen jetzt eine neue Scheibe auf GSR raus. Blindsight sind auch echt super! Auch bald auf GSR. The Set Up aus Belgien sind super, Liar ist noch immer ein Favorit, und Rise and Fall...

6. What´s the new hate?

Menschheit, Presse, Medien,

7. Welche Band muss unbedingt noch mit Euch die Bühne teilen?

Für jeden ist das anders glaube ich...
Für mich ist das auf jeden Fall Black Sabbath
Für Karl und Dominik ist das Metallica, für Roel Anthrax und für Rob ist das Iron Maiden.

8. Was war die geilste Erfahrung/witzigste Story im Bandleben von BFP?

Das ist noch immer unser Motel Erfahrung in Frankreich in May 1999. Wir waren damals auf Tour in Europa mit Cold As Life, und wir hatten einen Day off in Frankreich in Rennes und schliefen alle in einem Premiere Classe Hotel, (so wie Accor, oder Formel 1). Unser ehemaliger Gittarist Bolle wollte ein Dusche nehmen. Er hat in dem gleichen Zimmer geschlafen wie Johnny Hate und the Big Dog. Aber als er dann fertig mit Duschen war, haben die Typen ihn raus geschmissen und ihm nur seine Schuhe gegeben. Ich glaube, er ist so eine halbe Stunde rumgelaufen, mit sein Schwanz in sein Hand und nur seine Schuhe an...

9. Shoutouts!

Danke für das Interview. Wir sind fast das ganze Jahr noch auf Tour, spielen auf vielen Festivals und werden danach eine neue Scheibe aufnehmen. Die kommt dann im November raus...Hoffentlich bis bald alle!!!!


Sebastian