Interview mit Children Of Bodom

 

Henkka, nach dem dritten Album habt ihr damals Nuclear Blast verlassen, nun seit ihr wieder zurück. Erzähl mir doch bitte warum!

Nun, daran ist wohl der Plattenvertrag schuld. Nach dem dritten Album („Follow The Reaper“; Anm. d. Verf.) sind wir damals zu Spinefarm gewechselt, die haben dann das folgende Album („Hate Crew Death Roll“; Anm. d. Verf.) an Nuclear Blast lizensiert. Spinefarm wurde dann von Universal gekauft und wir dann quasi dann dort. Nach unserem letzten Album lief dann der Deal aus und wir gingen in Verhandlungen und stellen fest, dass Nuclear Blast das beste für uns sei. Dann haben wir dort unterschrieben.

Für mich habt ihr euch auf eurem neuen Album stilistisch ein bisschen verändert, stimmst du mir da zu?

Nein.

Glaubst du, dass ihr das selbe getan habt wie immer?

Ja. Wir machen immer das selbe. Es fühlt sich zwar alles immer neu und frisch an, woran das liegt, weiß ich aber nicht. Das Gesamtbild ist für mich sehr schwer zu erfassen. Aber ich bin immer glücklich, wenn die Leute sagen, dass wir uns ein bisschen verändert hätten.

Wo siehst du denn Veränderungen? Siehst du denn überhaupt irgendwo welche?

Die einfachste Antwort ist wohl, dass es dieses Mal den schnellsten, aber auch den langsamsten Song zu hören gibt, den wir jemals geschrieben haben. Dann ist es für mich sehr schwierig. Wenn wir die Musik kreieren, bin ich von manchen Elementen überrascht, dann spielt man sie aber so oft, dass man sich daran gewöhnt – Das geht so schnell.

Findest du es denn hart nach nun sieben Alben ein neues zu schreiben ohne sich zu wiederholen?

Es ist immer knifflig. Aber wenn die ersten Songs stehen, geht es auf einmal schneller. Die Idee fliegen einem dann praktisch zu. Aller Anfang ist aber schwer. Ich erinnere mich, aber dass es früher noch schwieriger war. Nach dem ersten Album zum Beispiel hatten wir so viel Druck wie noch nie. Heute ist dieser Druck zwar immer noch da, weil es wir durch neue Alben natürlich immer bekannter werden und uns dadurch dann immer mehr Leute beurteilen, uns interessiert diese Kritik aber nicht mehr.

Dieses Mal habt ihr wieder mit Peter Tägtgren zusammengearbeitet. Wie die Arbeit ab?

Es hat wie immer Spaß gemacht. Die erste Tour, die wir gemacht haben, war mit HYPOCRISY damals. 14 Jahre ist das nun her. Dann haben wir mit ihm zusammen „Follow The Reaper“ aufgenommen und wussten daher wie er arbeitet. Er und Alexi sind seither auch sehr gute Freunde geworden.

Warum habt ihr ihm denn dann nicht einen Gastpart zugesprochen?

Das weiß ich nicht. Da müsstest du Alexi fragen. Vielleicht wollte er nicht.

Ich habe aber gelesen, dass ihr mit Jeff Waters ein Annihilator-Feature auf der Platte habt.

Ja, er ist aber nicht auf dem Album, sondern auf einem der Bonus-Cover-Tracks. Es ist ein Bananarama Cover von „Cruel Summer“. Ich hab die finale Version noch nicht gehört, aber ich denke mal er spielt das Solo.

Zwischen euren regulären Alben habt ihr immer mal wieder ein paar Specials veröffentlicht. Ein Album mit Coversongs, Live-Alben oder sonstige Compilations. Zwischen eurem letzten Werk und „Halo Of Blood“ nun nicht. Warum?

Das weiß ich nicht. Vielleicht gab es dafür einfach kein Bedarf, ja, ich weiß es nicht. (lachen)

Auf eurer Facebook-Page hab ich gesehen, dass ihr ein Video aufgenommen habt. Zu welchem Song?

„Transference“

Welche Art von Video wird das sein?

Ein Band-Perfomance-Video mit ein bisschen Story. Es sollte noch vor dem Album Release veröffentlicht werden.

Das Album kommt im Juni heraus. Trotzdem ist ein gefrorener See darauf zu sehen. Glaubt ihr das ist der Jahreszeit angemessen?

Nein, aber es trifft gut die Atmosphäre des Materials. Es war auch sehr kalt als wir es geschrieben und aufgenommen haben.

Habt ihr denn irgendwelche Erwartung bezüglich einer Chartposition oder ähnliches? Eure letzten Werke haben ja immer ganz gut abgeschnitten.

Ich hoffe es, aber ich hab da eigentlich keine großen Erwartungen. Aber man weiß nie, wie die Leute reagieren. Es sind aber schon eine Menge Shows gebucht, von daher wird es mit Sicherheit ein großer Spaß werden, egal wie wir abschneiden.

Wo werdet ihr denn spielen?

Im Sommer spielen wir erst einige Festivals in Europa, dann spielen wir die Mayhem-Fest-Tour in Amerika und dann noch einmal Oktober/ November für eine richtige Tour nach Europa zu kommen. Da sind wir gerade auf der Suche nach dem richtigen Package.

Danke für das Interview!