Interview mit Dawn Of Disease

 

1. Hallo DAWN OF DISEASE! Mein Name ist Clement vom Ezine “allschools.de”. Mit wem habe ich das Vergnügen?

Hallo Clement! Du sprichst mit Gitarrist Lukas.


2. Seit kurzem ist euer erstes Album „Legends Of Brutality“ erhältlich. Wie sieht es in eurem Bandlager aus?

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Album endlich draußen ist und hoffen, dass es weiterhin guten Zuspruch findet. Im Moment bereiten wir uns auf die anstehenden Clubshows und Festivals vor und können es kaum abwarten, Legends Of Brutality live zu präsentieren.


3. Ihr kommt aus Osnabrück. Eigentlich gibt es dort ja nichts bis auf den Death Metal. Woran liegt es, dass dort eine florierende Metalszene herrscht?

Ich denke das liegt daran, dass es in Osnabrück eine Vielzahl von Clubs gibt, die es Bands ermögliche Auftritte zu spielen. Dies bietet sowohl den Bands als auch den Fans eine optimale Plattform. Allerdings finden sich in Osnabrück nicht nur Death Metal Bands. Auch Black Metal Bands wie Under That Spell oder Secrets Of The Moon sind in Osnabrück beheimatet.


4. Trotz des Coverartworks und des programmatischen Titels seid ihr so brutal eigentlich nicht. Ihr geht immer Richtung Groove und zockt technisch facettenreich. Auch habt ihr euch nicht einen klinisch zu aufgedunsenen Sound auferlegt. Das Gesamtpaket muss stimmen, oder?

Ja, das hast du vollkommen Recht. Wir würden niemals ein Album veröffentlichen wollen, hinter dem wir nicht zu 100% stehen. Durch die Zusammenarbeit mit Jörg Uken als Produzent ist uns meiner Meinung nach ein gutes Resultat gelungen. Auf Brutalität im Sound haben wir nicht allzu sehr abgezielt. Unser Albumtitel wird nämlich häufig falsch verstanden. Wir bezeichnen uns und unsere Musik keineswegs als Legends Of Brutality, sondern rufen den Leuten brutale Legenden, sei es über Mord, Folter oder andere Praktiken, ins Gedächtnis.


5. Auch ist euer Shouter angenehm interessant und erinnert mich an Paule Speckmann. Die Texte sollen verständlich sein ist eure Devise?

Das ist nicht primär unser Ziel, sondern eher ein positiver Nebeneffekt. Unser Sänger Tomasz hat wie viele andere seinen eigenen Stil und seine eigene Technik. Wenn wir im Studio sind, geben wir nur kleine Anregungen und Vorschläge und lassen ihm sonst viel Freiheit, was die Vocals betrifft. Dadurch kann er seine eigenen Ideen umsetzen, was sich in den Vocals, die sich dann tatsächlich im Rahmen von Jan Chris de Koeyer, dem von dir genannten Paul Speckmann und anderen, wiederspiegelt.


6. Apropos: Was genau verbirgt sich hinter den Titeln? Typische Death Metal Thematik oder doch so etwas wie eine richtungsweisende Main Message?

Unsere Texte sind im Großen und Ganzen typisch Death Metal. Man findet bei uns die üblichen Themen. Eben alles rund um den Tod und die verschiedensten Wege ihn zu finden.
Es gibt allerdings auch andere Themen, wie beispielsweise in „Above The Gods“ und „Justified Retaliation“, wo wir bestehende Werte und Systeme in Frage stellen. Dies bezieht sich allerdings nicht auf Politik.


7. Ihr erinnert mich an aggressivere THORIUM. Mithin ist der Schwedenstahl präsent, aber auch der US Death Metal der Anfangstage scheint bei euch zu nisten. Welche Bands haben euch nachhaltig inspiriert?

Um einige zu nennen: Bloodbath, Vomitory und natürlich Dismember, Entombed und Grave. Darüber hinaus The Duskfall, At The Gates, Hypocrisy, Malevolent Creation und God Dethroned. Wir sind im übrigen sehr stolz, dass Henri von God Dethroned bei zwei Tracks auf unserem Album Guestvocals beigesteuert hat.


8. In meinem Review schließe ich mit den Worten, dass ihr euch international nicht verstecken müsst. Woran liegt es eurer Meinung nach, dass der deutsche Death Metal ein wenig hinter der Konkurrenz hinterherhinkt in Bezug auf den Bekanntheitsgrad?

Eins der Hauptprobleme – was aber eigentlich an sich ja kein Problem in dem Sinne ist – ist sicherlich, dass Deutschland das europäische Zentrum des Metals ist. In keinem anderen EU-Land gibt es so viele Metal-Konzerte und –Festivals. Außerdem gibt es eine sehr große Zahl an Metal-Bands, auch im Death Metal Bereich. Ich denke, dass grade diese Übersättigung des Marktes dazu führt, dass nur wenige Bands ihren Bekanntheitsgrad über die Grenzen von Deutschland hinaus steigern können.


9. Was macht ihr neben der Musik? Welchen Hobbys geht ihr nach und in welchen Vereinen seid ihr aktiv?

Um ehrlich zu sein, haben wir neben der Musik so gut wie keine anderen Hobbies. Wenn wir nicht grade an unseren Instrumenten üben oder uns zur Bandprobe treffen, beschäftigen wir uns mit Dingen wie zum Beispiel Promotion oder besuchen Konzerte und Festivals.


10. Ist bereits eine Tour geplant und wann soll diese mit wem starten?

Zur Zeit ist noch keine Tour geplant. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.
Dafür spielen wir demnächst eine Clubshow mit Morgoth in Bremen und einige Festivals wie die Metalfeste in Deutschland, Österreich und der Schweiz, das Deathfeast, das Party.San. Und noch eine Clubshow im Herbst mit Disbelief und Asphyx in unserer Heimatstadt. Weitere einzelne Auftritte sind bereits in Planung.


11. Das ist noch zu sagen:

Besucht unsere Konzerte und kauft unsere CD! Sprecht uns auch gerne an, wir freuen uns über jeden weiteren Fan. Und verpasst und auf keinen Fall auf den Festivals! Wir sehen uns!