Interview mit Helhorse

 



Anlässlich des bald erscheinenden Albums „For Wolves and Vultures“ von HELHORSE sprachen wir mit Mikkel Wad Larsen, einem der zwei Sänger,
um die Band ein wenig vorzustellen und um genauer auf das wirklich beeindruckende Debut einzugehen.



Bitte erzähl mir doch etwas über die Geschichte von HELHORSE und Euren musikalischen Wurzeln!


Die Band wurde 2006 unter dem Namen DØDNING (dänisches Wort für Geist/Kobold) gegründet. Alle Mitglieder haben zuvor in verschiedenen Kopenhagener METAL/HARDCORE und ROCK Bands gespielt. Wir sind zusammen gekommen, um unsere gemeinsame Liebe für PUNK, METAL und besonders SLUDE METAL zu erkunden. Als Band drehen wir uns musikalisch um nordischen HARDCORE, gemischt mit SOUTHERN METAL und klassischem ROCK – ein Mix aus Kultur und Musik.
Über die Jahre entwickelten wir einen ausgeprägteren Sound und wir merkten, dass der Name DØDNING uns als Band nicht mehr richtig repräsentierte. Wenn wir außerhalb von Dänemark tourten, funktionierte der Name einfach nicht, da ihn niemand richtig aussprechen konnte. Also machten wir uns auf die Suche und nach einer Weile stießen wir auf ein Phänomen namens „Helhesten“. „Helhesten“ ist eine mystische Kreatur, die über Jahrhunderte ein Teil des dänischen Volkstums war. „Helhesten“ direkt übersetzt bedeutet „Helhorse“. „Hel“ war der Name für die Unterwelt in der nordischen Mythologie und ist vergleichbar mit dem Fegefeuer der christlichen Religion oder der griechischen Antike.“Helhest” oder “Helhorse”, war ein Zeichen für Tod in der unmittelbaren Familie. Es war oft auf Friedhöfen zu sehen. Indem wir “Helhest” in HELHORSE übersetzten, hatten wir einen Namen gefunden, der offensichtlich nordische Wurzeln hatte, aber gleichzeitig auch international klang.
Schließlich hatten wir endlich das Gefühl, dass wir einen Namen hatten, der unsere Zukunft repräsentiert – und nun sind wir bereit, damit die Welt zu erobern ;)

Euer Debutalbum wird bald in Deutschland veröffentlicht, bitte erzähl mir etwas über den Entstehungs- und Aufnahmeprozess.

Das Album wurde live eingespielt in Bredahls grandiosem “Dead Rat Studio” in Aahurs (Dänemark) und aufgenommen, gemixed und gemastert von Jacob Bredahl.Es herrschte während der ganzen Zeit eine wirklich coole Atmosphäre. Jeder war sehr darauf fokussiert, das Ganze live ein zu spielen, auch wenn es wesentlich länger dauert, da es für uns sehr wichtig war, unsere Live-Energie auf dem Album zu bannen. Als wir uns dazu entschieden hatten, ein Platte auf zu nehmen, ließen wir unsere Kreativität einfach laufen und so waren, mit einigen Ausnahmen, die Songs für das Album innerhalb sechs Monate geschrieben


Als ich zum ersten Mal euer Album gehört hatte, war ich sehr von der Energie beeindruckt, die eure Songs transportieren und der gelungenen Kombination der verschiedenen, musikalischen Einflüsse – also was ist das Geheimnis hinter HELHORSE?

Ich glaube, wir sind gut darin unsere verschiedenen musikalischen Hintergründe in unsere Songs einzubeziehen und dies als unser größtes Kapital umzuwandeln. Wir sind beim Schreiben immer sehr auf die Struktur und die Dynamik eines Songs konzentriert, damit das Album und die Songs vom Anfang bis zum Ende sehr organisch und interessant bleiben.


Ihr habt Jacob Bredahl für den Job als Produzenten ausgesucht. Warum gerade ihn und wie war es mit ihm zu arbeiten?


Jacob Bredahl war einer der ersten in der Szene, der uns unterstützt hat. Eigentlich wollten wir bei ihm nur eine EP aufnehmen, aber er bestand darauf, dass wir genug Talent hatten und bereit dazu waren, um ein ganzes Album aufzunehmen – und er hatte Recht ☺. Seine Vorstellung von unserem Debutalbum kam unserer sehr nahe und der Sound, den er uns geschaffen hat, ist überragend. Dreckig, roh, organisch und sehr kraftvoll ist das was wir haben wollten, und das haben wir bekommen.



Was ist die Idee hinter dem Album “For Wolves and Vultures” und den Texten?


Das Album ist kein Konzeptalbum als solches, sondern viel mehr eine Verherrlichung unserer Wurzeln und Vielfalt. Der Albumtitel unterstreicht den Fakt, dass wir aggressive Musik machen und wie ein Wolf im Pit auf Beutejagd gehen, aber andersrum auch wie ein einsamer Geier, der einen reflektierten Umgang mit den einzelnen Songs hat und tiefer in das Album abtaucht. Die Texte drehen sich um Themen wie Isolation, Verzweiflung, Aggression, Selbstzerstörung, Politik und Melancholie.


Also, was sind eure Pläne für die Zukunft? Ich hoffe doch, dass man Euch bald auf einer Tour durch Deutschland sehen kann!


Deutschland hat eine hohe Priorität für uns. Im Moment ist unser Management auf der Suche nach einer Bookingagentur, die Shows für uns bucht, und wir hoffen, dass das sobald wie möglich passieren wird. Versteht uns nicht falsch, wir lieben es live zu spielen und wir wollen definitiv regelmäßig in Deutschland spielen. Wir hoffen, dass wir im Herbst 2011 nach Deutschland kommen können und dann werden wir natürlich ordentlich die Bude abreißen – also bleibt auf dem Laufenden!


Zeit für einige letzte Worte.

Vielen Dank an Allschools und den Lesern für Eure Unterstützung.
Wir hoffen, dass wir Euch sehr bald im Pit sehen. Wir bauen diese Band im old schooligen Sinn auf, dass bedeutet, dass wir uns die Ärsche abtouren und versuchen werden, die bestmöglichen Platten zu machen, solange uns jemand hören möchte.

HELHORSE is just getting started – so let‘s take the ride together – Let’s get drunk, get mad and get even