Interview mit Mad Caddies

 

Allschools (AS): Hi Sascha, wie geht es Dir und wie läuft es bei den Mad Caddies? Nach den zahlreichen Nebenprojekten fühlt es sich sicher merkwürdig an, mal wieder mit der „Hauptband“ zu arbeiten und aufzunehmen, oder?

Sascha Lazor (SL): Ja, aber es läuft super. Schön, mal wieder mit den Caddies an neuem Material zu arbeiten. Unser früherer Drummer Todd ist wieder mit im Boot, daher arbeiten wir in einem neuen, aber familiären und vertrauten Umfeld.

AS: Welche Ziele habt Ihr Euch selber für das neue Album gesetzt?

SL: Das Ziel, welches bei uns immer an erster Stelle steht, sind bessere Songs. Das ist aber nicht nur die größte, sondern auch die schwerste Herausforderung. Desweiteren legen wir unser Augenmerk auf die Produktion. Das Album sollte ein gutes Feeling haben und anders klingen als die Vorgänger. Diese beiden Punkte sind die wichtigsten Pfeiler innerhalb der Mad Caddies.

AS: Wie handhabt ihr derzeit Situationen wie Proben etc.? Soweit ich weiß, wohnt Ihr mittlerweile über halb Kalifornien (und zeitweise die ganze Welt) verteilt?

SL: Momentan ist es eher entspannt. Wir leben alle in einem 150 Meilen-Radius über Südkalifornien verteilt. So nah waren wir schon lange nicht mehr beieinander, haha! Proben tun wir überall, von Los Angeles bis hin zu unserer Heimatstadt Santa Ynez.

AS: Meiner Meinung nach gab es bis jetzt eine konstante Weiterentwicklung mit jedem neuen Mad Caddies Release. Was kann der Caddies-Anhänger vom neuen Album erwarten? Was gibt es an neuen Einflüssen zu verkünden?

SL: Vielen Dank, wir legen es wie gesagt auch jedes Mal auf diese Weiterentwicklung an. Neue Einflüsse...Hm. Wir werden immer hier und da reichlich Pop reinschrauben. In New York, wo ich momentan öfter arbeite, röhrt oft ein verrückter dominikanischer Sound aus dem Cornerstore, den sollten wir mal einbringen. Ich weiß nicht mal, wie ich Dir diesen Sound beschreiben soll, haha!

AS: Was meinst Du, wie ein Tag im Leben der Mad Caddies in 5 Jahren aussehen könnte – wenn Du Dir die Musikindustrie und deren aktuelle Entwicklung ansiehst?

SL: Tja, ich denke mal – hauptsächlich durch die Weltgeschichte touren. Wir lieben touren. Wir lieben es, zu reisen und sind ebenso finanziell angehalten, so oft wie möglich unterwegs zu sein. Dank der Industrie ist schon heute der einzige Weg, als Band zu (über)leben, das Touren. Platten verkaufen sich immer weniger, aber solange die Leute sich die Musik noch anhören, ist mir egal, wo sie diese herkriegen.

AS: Jedes Jahr – wie auch heute zum Highfield Festival - kommt ihr spätestens zur Festival-Saison nach Europa zurück. Mal ehrlich, wollt ihr nur die ganzen Headliner umsonst sehen oder was genau ist für Euch der Reiz, vor viel zu vielen betrunkenen Kids auf riesigen Bühnen aufzutreten?

SL: Festivals sehen wir als Sommerritual und haben jedes Mal eine Menge Spaß. Klar sind wir jedes Mal gespannt, mit wem wir die Bühne teilen dürfen und wir haben so schon Bands gesehen, von denen wir sonst nie gehört hätten. Das ist natürlich ein klarer Vorteil. Ausserdem ist es wie ein Rausch, vor einer solchen Menschenmenge aufzutreten. Ganz anders als Club- oder Hallenshows. Nicht besser, aber eben anders.
Und das Catering erstmal...Ich könnte so weiter schwärmen. Ja, Festivals stehen nicht umsonst hoch im Kurs bei uns.

AS: Apropros „hoch im Kurs“: Die Mad Caddies sind eine der wenigen Bands, die sich seit den ersten Tagen im Fat Wreck Chords Stall aufhalten. Wie würde Du die Beziehung zwischen Fat und Euch heute beschreiben?

SL: Einfach großartig. Wir sind wahrhaftig eine der ältesten Bands im Fat Rooster, daher gibt es ein großen gegenseitiges Vertrauen. Ausserdem ist es ein lässiges Verhältnis. Im Gegensatz zu den Majorlabels gibt es kaum Formalitäten.

AS: Nach Eurem Live-Album und nun Eurer „Best-Of-Collection“ – was darf der Caddies-Fan noch erwarten? Habt Ihr Pläne für eine DVD oder vielleicht eine Art „Collectors Box“?

SL: Hmm, es gibt tonnenweise Footage, welches wir über die Jahre zusammengesammelt haben. Daher wird mindestens eine der beiden Sachen hoffentlich Wirklichkeit. One day for sure...

AS: Butter bei die Fische: Gibt es bei Euch bandintern eine Art Tourdroge? 3x täglich duschen? Literweise Kaffee? Nie duschen? Andere, schlimme Geständnisse?

SL: We all smoke stuff and drink stuff.... Und wir lieben Burritos! Aber die gibt´s nur in Kalifornien. Darauf freuen wir uns jedes Mal, wenn es wieder zurück in die Heimat geht...

AS: Danke für das Interview, Sascha!

SL: Ich habe zu danken! Viel Spass weiterhin!

Alte Kommentare

von 19.10.2010 01:34

von burrito joe 21.10.2010 23:28

burritos nur in cali? was iss er en fürn bauer?