Interview mit Talk Radio Talk

 

Interview mit Daniel (Synthesizer)

Stelle Dich und Deine Bandmitglieder doch einmal kurz vor. Über Euch gibt
es recht wenig im Internet herauszufinden. Was sollte man über TALK RADIO
TALK wissen?


Manuel - Gesang
Arne - Gitarre
Simon - Gitarre
Matthias - Bass
Fabian - Drums
Daniel - Synthesizer

Talk Radio Talk gibt es seit 2005. Ich selbst bin erst 2006 dazugekommen. Wir haben teils schon zuvor in anderen Bands gespielt und diverse Bühnen geteilt. Man kannte sich. Nach den Splits der jeweiligen Bands soll der Legende nach Manuel bei einem Trinkgelage Fabian dazu überredet haben eine neue Band zu gründen. Ich wurde später erst, aus der Not heraus auch live Orgel und Synthies aufbieten zu können, mit ins Boot geholt (auf der ersten EP hat die unser Schlagzeuger eingespielt).
Wir sind im Alter von 22 bis 30.
Aus einem Projekt wurde ein ernstes Vorhaben, mit dem Willen immer einen Schritt weiter voran zu kommen. Wir haben sehr viel darin investiert, hatten aber auch das Glück stark unterstützt zu werden. Für uns ist es ein Privileg ein Album zu veröffentlichen. Wir sind dankbar für diese Chance, mehr Menschen erreichen zu können. Es ist uns wichtig gehört zu werden. In unsere Musik versuchen wir die verschieden Einflüsse unserer Persönlichkeiten einfließen zu lassen. Wir wollen gute Musik machen, keine eingeengte Schiene fahren und keine eingeschränkten Sichtweisen vermitteln.

Eure selbstbetitelte EP erschien 2006 über St. Elmo Records. Damals hat man
Euch ein wenig den REFUSED Stempel aufgedrückt, aber die Resonanz war
durchweg recht gut. "Beyond These Lines" klingt viel moderner und schreit
gerade zu nach Tourformaten wie Taste Of Chaos oder Give It A Name. Wie
erklärt Ihr den musikalischen Wandel?


Ich würde gar nicht von einem Wandel sprechen, sondern eher von einer natürlichen Weiterentwicklung. Es sind seit der ersten EP nun mehr als zwei Jahre vergangen. Dementsprechend sind die Songs recht alt und spiegeln unsere ersten Gehversuche als Band wider. Wir brauchten Zeit um Gehen zu lernen, unseren Sound zu finden. Es war damals nicht beabsichtigt wie „Refused“ zu klingen, obwohl man sie schon als Einfluss geltend machen kann. Wir fühlen uns aber schon den skandinavischen Bands verbunden, was die Soundästhetik betrifft.
Auf dem neuen Album ging es nun darum, unseren eigenen Sound zu finden und zu festigen. Wenn du findest, dass es modern klingt, freut es uns. Wir sind eigentlich eher der Meinung das es nicht unbedingt moderner, sondern eher reifer und im ganzen epischer klingt.
Aus diesen Gründen haben wir auf unserem Album bewusst auf den zur zeit recht angesagten
"Ami-Sound" verzichtet und alles recht offen / kratzig gelassen. Alles sollte ein paar Ecken und Kanten haben und durfte nicht Glattgebügelt klingen. Wir denken das ist uns ganz gut gelungen.


Was waren die wichtigsten Steps in Eurer musikalischen Vergangenheit?
Was plant Ihr für die Zukunft.


Unser größter Schritt bisher war es unser erstes Album aufzunehmen. Dazu sicherlich auch ein Management an der Seite zu haben, das einem viel erleichtert oder gar erst ermöglicht.
So ist dann ja auch der Deal mit SwellCreek zustande gekommen. Für die Zukunft planen wir ausgiebiges Touren, um unsere Platte vorstellen zu können. Und dann werden wir bestimmt irgendwann wieder neue Songs schreiben und ins Studio gehen.

Was macht eine Band wie TALK RADIO TALK neben der Musik?

Das was die meisten normalen Menschen tun. Einige arbeiten in gewöhnlichen Jobs. Arne, unser Gitarrist macht diesen Sommer seine Ausbildung fertig und wird dann wohl studieren. Fabian studiert schon. Unser Bassist Matthias hat sein Studium in Kommunikationsdesign abgeschlossen und ist für unser komplettes Design verantwortlich. Und wenn man dann noch eine Beziehung hat, bleibt für andere Aktivitäten kaum noch Zeit. Talk Radio Talk ist zu unserem intensivsten Hobby geworden.

Ihr kommt aus Stade. Wohnt Ihr noch dort oder zieht es einen in die
Großstadt? Was gibt es Wissenswertes über Stade?


Ich persönlich bin Anfang dieses Jahres nach Hamburg gezogen. Fabian studiert in Mannheim. Ansonsten wohnen der verbliebene Rest noch in oder um Stade. Über Stade gibts wohl nicht viel Wissenswertes. Allerdings kann man behaupten, dass Stade doch recht schön ist, im Gegensatz zu anderen Kleinstädten. Und durch die Nähe zu Hamburg ist man hier nicht ganz so provinziell.

Wie kam es zu der Entscheidung das neue Release über Swellcreek zu
veröffentlichen? Findet ihr Euch im aktuellen Roster des Labels wieder?


Den Deal mit SwellCreek hat unser Management von FDI Music eingefädelt. Das läuft erfreulicherweise alles auf einer persönlichen Ebene ab. Wir haben uns vorher mit Bauke, dem Labelchef, an einen Tisch gesetzt und bei ein paar Bier kennen gelernt. Bauke kennt sich in dem Genre einfach aus und hat bisher eine andere Band, die uns nicht ganz unähnlich ist erfolgreich herausgebracht. Bei SwellCreek werden die Bands noch mit Leidenschaft handverlesen. Mit dem aktuellem Roster kann ich persönlich nicht soviel anfangen. Das liegt aber daran, dass ich einen ganz anders gearteten Musikgeschmack habe. Über die Qualität braucht man sich nicht zu streiten.

Mit welcher Band würdet ihr gerne mal touren?

Die meisten davon gibts wohl nicht mehr: Helden unserer Jugend wie z.B. „JR Ewing“, „Refused“, „Since by man“ oder „Stand Still“ noch zu "the ionic spell" Zeiten. Aktuell fallen mir da "Poison the well", "Grace will fall" oder „The Smackdown“ ein.

Ok, vielen Dank für Eure Zeit. Abschließende Worte?

Wir möchten uns dann an dieser Stelle für das Interesse an uns bedanken und für die blumigen Worte im Review über unsere EP und nun unser Album. Danke.