David vs. Goliath mal anders - The Pirate Bay vs. EMI/Universal/SonyBMG

 

Filesharen und das illegale downloaden von Musik aus dem Internet sind mittlerweile ein unreflektiert hingenommener Teil unserer Alltagskultur geworden. Doch ob die Rechnung noch aufgeht sich immer das Klischee aufrechtzuerhalten, dass Labels die gegen Torrent-Server vorgehen abgrundtief raffgierig und böse sind, bleibt wohl eines der Geheimnisse mancher ganz besonders smarter Helden.

So ist die Klage und die damit zusammenhängende Motivation der Betreiber einer der größten Torrent-Seiten im World Wide Web, The Pirate Bay, auch eher kritisch zu sehen. Diese nämlich verklagen im Moment diverse Major-Labels (EMI, Universal) aufgrund der unternommenen Versuche die Seite still zulegen. Wie das Urteil ausfallen wird, ist schwierig zu beurteilen, aber allein schon der Fakt, dass The Pirate Bay von sich aus Klage erhoben hat, deutet eine neue Qualität des Rechtsstreites im Bezug auf das illegale downloaden von Musik an.

Ach ja, falls es manche bereits vergessen haben: Der Server der eben genannten Seite wurde im vergangenen Jahr von der schwedischen Polizei konfisziert. Doch der Erfolg war eher zweifelhaft, denn die Seite war keine 72 Stunden später wieder online.

Alte Kommentare

von nima 28.09.2007 12:05

und meines wissens nach wird dei seite von nazionalsozialisten in schweden finanziert!!! schließen!!

von tobe 28.09.2007 14:24

als ob es da so einfach wäre... aber zu diesem thema kann man ganze buchreihen schreiben ohne zu einem ergebnis zu kommen....

von dan 28.09.2007 16:33

also wenns jetzt soweit ist, dass die betreiber illegaler seiten (bzw. seiten, die offensichtlich illegale inhalte "anbieten") anfangen die plattenfirmen zu verklagen, dann ist es echt verdammt weit gekommen. ganz egal, was man über die plattenfirmen im hinblick auf raffgier sagt, aber sie deswegen zu verklagen deutet auf ein absolut nicht vorhandenes unrechtsbewusstsein hin, das nicht mehr vertretbar ist. ladet euch musik runter, geht zu konzerten und kauft euch da t-shirts - so bekommt die band den größten teil. aber die plattenfirmen verklagen geht gar nicht

von geebee 28.09.2007 17:27

ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll... das ist einfach nur ganz schlechtes schmierentheater.

von hoe 28.09.2007 18:25

hier scheint viel halbwissen verbeitet zu sein. zum einen ist tpb dafür bekannt oft aktionen durchzuführen, die ohnehin keinen sinn haben, aber für publicity sorgen... so wurde auch schon angekündigt, das tpb sealand kaufen wolle, was schlicht und einfach nicht möglich gewesen ist. zum anderen: tpb ist _vollkommen_ legal in schweden. daher hat die durchsuchung der server auch keine konsequenzen für tpb gehabt. die seite ist legal, genau wie google (beide machen nichts anderes, sie bieten links auf dateien -legale oder illegale-) doch die MPAA und die Musikindustrie in den USA versuchen das amerikanische gesetz auch auf schweden zu übertragen. so gab es soagr quellen, das die durchsuchung der tpb server auf druck der amerikanischen lobbyverbände entstanden ist. nachdem die oben genannten organisationen keinen erfolg damit hatten, wurde laut tpb versucht die seite über andere mittel lahm zu legen: hacking, DDoS etc. diese dinge sind illegal und aus diesem grund hat tpb die organisationen verklagt. man kann vom tpb halten was man will, wenn jedoch eine _legale_ seite auf druck der industrie geschlossen wird hat das weitreichende folgen für das restliche internet. seiten wie google o.ä. machen nichts anderes und könnten somit auch geschlossen werden. bevor sich in den gesetzen schwedens nichts ändert kann nichts gegen tpb unternommen werden. und genau das ist das problem: laut gesetz ist piratbay legal, die angeblichen störangriffe der firmen hingegen nicht. sollten diese angriffe wirklich stattgefunden haben, so wäre die klage gerechtfertigt.