Gema plant drastische Gebühreanhebung

 

"Die Konzertwirtschaft beklagt «drastische Erhöhungen» der Konzerttarife der Verwertungsgesellschaft GEMA. Zum 1. Februar wolle die GEMA die von Veranstaltern für die Nutzung ihres Repertoires zu zahlende Vergütung im Bereich der U-Musik um knapp 600 Prozent erhöhen, teilten der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) am Donnerstag mit

Während nach Angaben der Verbände derzeit die Autorenvergütung bei einem Rockkonzert mit 1200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die GEMA die Vergütung bis 2014 auf 2580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18 000 Euro statt wie bisher 3370 Euro sein.

idkv-Präsident Jens Michow kritisierte, die Veranstaltungsbranche solle «für die weggebrochenen Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf herhalten». VDKD-Präsident Michael Russ sagte, trotz eines Angebots der Verbände, der GEMA deutliche Erhöhungen zuzugestehen, sei es bisher zu keiner Einigung gekommen. Daher sei ein Schiedsstellenverfahren gegen die GEMA eingeleitet worden.

VDKD-Justitiar Johannes Kreile sagte auf ddp-Anfrage, die von der GEMA geplante Erhöhung der Konzerttarife «kann bedeuten, dass die Kartenpreise dann entsprechend steigen». Theoretisch sei auch möglich, dass die Künstler weniger Geld bekämen. Dies sei in der Praxis aber eher unwahrscheinlich. «Es wird schwer, Robbie Williams zu erklären, dass er weniger Geld bekommt, weil die GEMA mehr möchte», sagte Kreile.

Die GEMA selbst wollte sich noch im Laufe des Tages zu den Vorwürfen äußern, wie eine Sprecherin auf ddp-Anfrage mitteilte.
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Alte Kommentare

von illy 17.06.2009 23:30

was für ne frechheit! also ehrlich

von GEMA nach hause 18.06.2009 00:09

Siehe: https://epetitionen.bundestag.de/index.php Dann Thema: Bürgerliches Recht - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) Text der Petition: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechungfür die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird. Begründung Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen. Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht. Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflichtfür die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr. Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten großen Topf. Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen. Auf Grund der so genannten GEMA-Vermutungverpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis,ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat. All diese Probleme belasten die deutschlandweite Live-Kultur. Die GEMA wird zunehmend vom Kultur-Schützer zum Kultur-Vernichter.

von haha 18.06.2009 01:19

meinetwegen sollen die das noch teurer machen. nur banditen sind in der gema. vielleicht fangen dann die leute an, mehr musik von künstlern zu hören,die es verdient haben

von pete 18.06.2009 01:36

steht das nicht schon länger im raum? meine das schon mal vor nem halben jahr oder länger gelesen zu haben... auf jeden fall totaler bullshit!

von Dante 18.06.2009 08:48

Letztlich wirds dann wieder auf den Verbraucher, in diesem Fall dem Konzertbesucher umgelegt und die Veranstaltungen werden noch teurer. Wobei ich irgendwie in den letzten 3 Jahren schon bemerkt habe das die Preise extrem hochgeschnellt sind. Irgendwann werden (sind teilweise ja schon) Konzerte zum unbezahlbaren Luxus. Die Locations bleiben irgendwann Leer und irgendwann im Jahre 2014 besteht eine World-Tour aus 3 Studioauftritten in LA welche sich der "Konzertbesucher" dann für für eine Gebühr von 27,80€ Live übers Internet streamen kann. Evtl. sichert sich auch Premiere die Übertragungsrechte an Konzerten. Kann man dann im "T-Mobile Snickers Myspace Krombacher RedBull Bundesliga + Konzerte Paket - Präsentiert von Gazprom" telefonisch für 12€/min mobil ggf. abweichend bei der Premiere Hotline bestellen. Für den Preis nimmt man dann, als Entschädigung noch bei der Verlosung von Hotelgutscheinen teil.

von gain 18.06.2009 09:23

von wo ist denn der artikel, wenn du zitierst joe?

von bla666 18.06.2009 10:12

is wirklich schon was länger im gespräch: http://www.idkv.de/news-gema http://www.vdkd.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=6&idart=417&m=&s= http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,604491,00.html http://www.bandboard.de/index.php?mode=gema_erhoehung

von Danke Tante Dante 18.06.2009 10:29

...jetzt renn ich den Rest des Tages mit nem Depri rum...thanx ;D so scheisse beängstigend sich dein Szenario liest, so vorstellbar erscheint es mir auf der anderen Seite....leider! Ich hör schon die Ansagen bei Konzerten : "Good evening Cologne, This next Song is a song about hate and is presented to you by Knoppers das Frühstückchen, wenn's mal wieder schnell gehen muss" Ick freu mir druff^^

von Dante 18.06.2009 10:58

Tja gern geschehen. Aber eigentlich ist das gar kein Szenario, sondern eher ein überspitztes Abbild des hier und jetzt. Alles wird irgendwie, irgendwo beworben. Jede freie Sekunde wird genutzt. Ich habs ja vorletztes Wochenende erst wieder auf dem großen Festivals gesehen, da wird auf der Videoleinwand ZWISCHEN den Songs einer Band ein Werbespot eingeblendet. Daran sollte man sich gewöhnen, denn vielleicht ist Dauerwerbung die einzige Möglichkeit manche Dinge bezahlbar zu erhalten. Auf kleine Konzerte kann man das sicherlich nicht umbrechen, denn wer wirbt da schon großartig. GEMA muss trotzdem gezahlt werden. Und wer darf die GEMA erhöhung dann wieder bezahlen? Ruf an und sag mir die richtige Lösung. Hotbutton Runde. Kranker Scheiß wenn man mal so drüber nachdenkt.

von haha 18.06.2009 13:05

und wieder sage ich: hoffentlich kommt die scheisse GENAU SO!!!! jeder hört die bands,die er verdient hat,und wenn leute für eine festivalkarte 120 euro bezahlen,um sich dann überwiegend grottige bands aus 70m entfernung anzukucken und dabei mit werbung zugeballert zu werden, oder wenn leute 50 euro für ein reguläres konzert bezahlen,wo sie dann inkl. vorbands 3 stunden unterhalten werden, ja dann haben es die leute nur verdient und ich hoffe,sie werden von den bands und konzertagenturen in zukunft noch weiter abgerippt. jeder,der so ne scheisse mitmacht,hat es nich anders verdient... geht lieber zu local shows umme ecke. is billoger,besser und das eintrittsgeld kommt den richtigen zu gute...

von The Grotesque 18.06.2009 13:17

@haha: 100% zustimmung!!

von bla666 18.06.2009 13:41

@haha nur das die GEMA die "kleinen" leider auch nicht in ruhe lässt :-( deswegen is das Ganze so scheiße! hab nu schon seit gut 10 Jahren mit der GEMA zu tun, und kenne ne Menge Leute, die nix mehr organisieren, weil die GEMA ihnen knüppel zwischen die Beine wirft. Und das waren zu 90% "gemafreie" Veranstaltungen, interessiert die GEMA nur leider nicht ...

von mo 18.06.2009 13:44

genau.. lieber 50 euro für 3 bands in 3 stunden als 120 euro für 80 bands in 3 tagen jaja

von haha 18.06.2009 13:46

naja,da muss man halt wirklich die energie aufbringen,sich zu wehren und auf sein recht zu bestehen,denen kein geld für etwas zu zahlen,für das sie keine gebühren erheben dürfen... gerade wenn man das 10 jahre macht... und meine erfahrung sagt: die gema-listen für die bands abgeben, zusätzlich sagen,dass keinerlei weitere musik gespielt wird, oder 1-2 alben angeben,die aus der konserve kommen(die sind aber natürlich gema-frei) und fertig... wenn sie trotzdem geld wollen dort anrufen und fragen,für welche geschützten werke sie geld haben wollen... einfach nicht zahlen,ihr seid dann im recht

von Sno 18.06.2009 13:58

Local shows umme Ecke sagst du so einfach. Klingt mir zu sehr nach Zuckerwattenwelt mit Lollybäumen. Kenne ebenfalls diverse Leute die nichtsmehr oder nurnoch sehr selten etwas organisieren weil dieser scheiß Saftladen einfach nicht in seinem Zuständigkeitsbereich bleiben will. Von daher bin ICH zb fast darauf angewiesen auf deine "50 Euro Konzerte" zu gehen. Meinetwegen auch 25 Euro aaaber naja... Soviel nur zu " jeder so wie ers verdient " GEMA ist generell ne gute Idee, nur die Umsetzung ist leider mehr als mangelhaft.

von blabla 18.06.2009 14:08

nich hier groß rumschnacken, lieber alle e-mail adressen die ihr in eurem mail-account finden könnt mit diesem oder einem ähnlichen auszug mit dem link zur petition zukommen lassen: 600% ERHÖHUNG DER GEMAGEBÜHREN* *HIER ETWAS DAGEGEN TUN !!!* *Die Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von Tonträgern sind seit einigen Jahren massiv eingebrochen. Die GEMA bekommt das auch zu spüren und setzt nun auf den einzigen Musiksektor, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, nämlich die Live- Musik.* *Die GEMA beabsichtigt ihre Gebühren um 600% zu erhöhen (KEIN WITZ – nachzulesen unter *http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,604491,00.html ). *Deshalb wurde eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Das Thema wird nur auf die Tagesordnung unseres Parlaments kommen, wenn bis 17. Juli 2009 - 50.000 Unterschriften zusammen kommen.* *Am 14. Juni 2009 waren es knapp 3.500 Unterschriften. Sollte es nicht geschafft werden die 600% Erhöhung der GEMA Gebühren für Konzerte zu stoppen, werden weniger Clubs weniger Konzerte veranstalten wollen.* *Hier der Link zur Petition: * https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517 * **Man muss sich registrieren, aber das geht schnell! Bitte opfert diese 3 Minuten für diese Sache.** ich denke es ist zeit zu zeigen, dass die "szene" nicht auf alles nen fuck gibt! haut rein allerseits!

von GEIL 18.06.2009 14:17

es werden minütlich immer mehr! nach der registrierung wirds etwas unübersichtlich... wie oben schon erwähnt einfach bei suche: Bürgerliches Recht - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) eingeben und auf "mitzeichnen" klicken.

von @haha 18.06.2009 14:24

"genauso machen wir das" sprach Alice und verschwand durch den Spiegel ins Wunderland !? Sno blickt, wie es in der Realität aussieht !

von bla666 18.06.2009 15:25

@haha bei uns ist es letztes jahr sogar soweit gekommen, dass wir die GEMA wegen nötigung angezeigt haben. wir haben uns gewehrt, durften aber auch die kosten selber tragen :-( die GEMA hat das wahrscheinlich aus der porto kasse bezahlt, wir mussten da aber schon knapsen. und das kanns ja auch nicht sein, oder?