Plattenkritik

High On Fire - Snakes For The Divine

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Release Date: 05.03.2010
Datum Review: 09.03.2010

High On Fire - Snakes For The Divine

 

 

HIGH ON FIRE sind räudiger, härter, langsamer, schneller und besser geworden. Weiterhin haben sie ihre Gitarren noch tiefer gestimmt, den Bass noch druckvoller getrimmt und ihr Songwriting auf Druck Druck Druck gepimpt. Die Dreck fressenden Gesellen, die als Trio seit Jahren der Stoner/Doom Belegschaft das Fürchten lehren, rumpeln sich mit „Snakes For The Divine“ durch acht kraftstrotzende Hymnen, die jeglichen angenehmen Düften (HIGH ON FIRE vertonen quasi den typischen Chucks-barfuß-Duft) oder aalglatten Produktionen vor den Kopf stoßen. Matt Pike klingt noch Whiskey getränkter und scheint die Assimilation mit Lemmy anzustreben, holt aber mal so ganz nebenbei glühende Riffs (inklusive schlagkräftigen Soli) aus seiner Wüsten Gitarre heraus. Den etwas geradlinigeren Ansatz im Vergleich zum Vorgänger “Death Is The Communion“ loten HIGH ON FIRE durch leichte Richtungswechsel innerhalb der Songs aus, so dass bei aller Stringenz und Reduziertheit an den Lippen der Band aus Oakland geklebt und im Sog des ungeheuren Grooves mitgefiebert wird. „Snakes For The Divine“ ist bei aller modernen Versiertheit fest im psychedelischen Rock der großen 70er verwurzelt und führt dessen Vibe elegant in unsere Zeitrechnung. Kaufen, Laut drehen und ungewaschen sämtliche Muskeln spielen lassen.

Tracklist:
1. Snakes For The Divine
2. Frost Hammer
3. Bastard Samurai
4. Ghost Neck
5. The Path
6. Fire, Flood & Plague
7. How Dark We Pray
8. Holy Flames Of The Fire Spitter

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Clement

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Ich fühle mich zu alt