The Bled - Heat Fetish

Jeremy Talley und James Muñoz müssen totale Charakterschweine sein. Warum sonst haben sich 3/5 der Stammbesetzung verpisst. „Scheiß die Wand an“, jetzt können wir mal eben ein Album rausrotzen, dass alte und jüngere Tugenden vereint und uns von einer gänzlich neuen Seite zeigt. Bezogen auf den musikalischen Inhalt von einer fürchterlich ordinären nämlich. THE BLED kotzen sich so richtig schön aus und zeigen mal eben locker und lässig, wie die Post zum Hardcore kommt und wie EVERY TIME I DIE hätten klingen können, wenn sie konsequent den auf „Hot Damn“ bestiegenen Berg auch wieder heruntergeklettert wären. Sie gehen ganz tief in den Körper und bringen die Sekrete zum Vorschein, die andere Kapellen lieber wegen schlechter Absatzprognosen stecken lassen. So überdeutlich spürbar der Drang der Band, es keinem zeigen oder es keinem recht machen oder in keinem großen Tourbus übernachten zu wollen. Nein, ehrliche, verschachtelte, aggressive und arschtretende Streu-Bomben werden gezündet, die die gesamte Tracklist durch detonieren. An Stellen, an denen sich NORMA JEAN dezent und räuspernd zurücknehmen, wird bei THE BLED noch eine Schippe zugelegt und versucht, Dünnschiss an einen Haken zu hängen. Wobei die Geknallten durchaus so etwas wie ein Harmonieverständnis haben, dass sie aber nicht so richtig zeigen. Denn Nett, die kleine Schwester von Scheiße, spielt in „Hot Fetish“ nur in einer Nebenrolle mit, so dass es bei Andeutungen eines Schmollmundes bleibt, der immer dem Gesamtkontext eines wütenden, sehr bissigen Arschlochs untergeordnet wird und trotz aller optischen Reize herrlich erfrischend nach AA schmeckt. Guten Appetit!

Tracklist:
1. Devolver
2. Mouthbreather
3. Running Through Walls
4. Smoke Breaks
5. Need New Conspirators
6. Shouting Fire in a Crowded Room
7. Needs
8. Meet Me in the Bone Orchard
9. Crowbait
10. When Exiting Your Vehicle
11. Night Errors
12. Crawling Home



Record Info
Release Date 09.03.2010
Online 17.08.2010
Autor(en)
Label Rise Records
http://www.riserecords.com/
Band Mehr Informationen zu The Bled
http://www.myspace.com/thebled


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Clement:
(8 Punkte)
Leser (8):
(7,13 Punkte)

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Kann ich nicht lesen

^^ - 17.08.10 20:58

<3<3<3

molch - 17.08.10 21:44

geile review. wusste gar nicht, dass es the bled noch gibt, fand die früher sehr geil. mal reinhörn...

:D - 17.08.10 22:48

Wow, so viele böse Worte

Sebastian- - 17.08.10 23:29

Echt "scheiß"-geiles Album =P

Heinzelmann - 17.08.10 23:56

starkes gerät, ist aber auch schon n weilchen draußen. eloquentes review. was hat dich zu dem dünnschiss am hacken inspiriert? ich wills gar nicht wissen

jsr - 18.08.10 01:12

Für mich war das Album ne Riesenttäuschung. Im Vergleich zu den früheren Sachen ist das so uninspiriert, so einfallslos... so emotionslos.

Naja, Geschmackssache!

DrFaust - 18.08.10 08:11

Clement tut es schon wieder! Mausert sich langsam zu meinem Lieblings-Reviewer hier. Muss wohl dringend mal in die Platte reinhören. Die "Hot Damn!" Referenz macht das ja zum Pflichtprogramm!

Dünnschiss am Haken...Clement du bist so geil! :D

gnihihi - 18.08.10 11:23

äußerst amüsant geschrieben und trotzdem hat man einen relativ genauen eindruck von der platte. daumen hoch.
werd ich wohl mal anhören müssen-

Tollle Platte - 18.08.10 12:19

....tolle Band, tolles Review ?

Wat isn hier los?
Hab ja nicht mal n Grund zum flamen...und genau das macht mich stinksauer, ihr Muschis.

The Bled ftw und raus...

twin - 19.08.10 15:08

na endlich. schönes review. Sau geile scheibe. ab titel 8 kommt son leichter Muse geschmack mit den ich vorzüglich finde. platte ist viel besser als die neue norma jean! 10 alls von mir.

bitte - 19.08.10 15:19

auflösen

Enno - 19.08.10 19:00

Ziemlich enttäuschende Platte ohne irgendwelche Höhepunkte oder spannende Momente. Inspirationslos.

Der herangezogene Vergleich zu Norma Jean war für The Bled schon zu ihren Hochzeiten ein Unding.

timsuper - 19.08.10 22:48

obs hier auch irgendwann mal wieder normale reviews gibt? gott gehen mir diese möchtegern lyrisch-angehauchten reviews auf den sack. sagt doch einfach mal wie ihr die cd findet, welche songs welche höhepunkte beinhalten und nich diesen ganzen rotz den man hier bei jeder scheiß cd findet.

gnihihi - 20.08.10 12:09

"lyrisch-angehauchte" reviews geben allerdings einen besseren überblick über die platte, wenn sie gut gemacht sind als ein "song a ist gut, song b nicht so, song c hat einen netten breakdown". das ist einfach alles zu gleich. dadurch hab ich eher weniger ahnung, ob mir die platte gefallen würde oder nicht. bei einer beschreibung der atmo allerdings schon eher.

Horsti - 20.08.10 15:05

Schwächstes Album bisher, keine Harmonien oder Spannungsbögen mehr da, was die Band früher ausgezeichnet. Einfach nur stures Geschrammel und schiefe Melodien.

twin - 20.08.10 16:55

euch ist schon klar das man dieses album mehr als ein mal hören sollte?

Enno - 20.08.10 17:58

Stell dir vor, das ist uns bewusst. Und stellt dir vor: bei mir regt sich nichts.

Scythe - 20.08.10 21:30

Keine Ahnung, wie man dieses Ding besser als Meridional finden kann. 5 Punkte.

John Fire - 21.08.10 16:30

Ziemliche Enttäuschung für mich... Besonders der Mix macht viel kaputt, alles klingt viel zu plastisch und das komplett übertriebene Drumgetriggere ist wirklich schlimm. Will den alten Drummer zurück, der den sie jetzt haben ist ja n guter, aber der alte hatte einfach viel mehr Groove und vor allem hatte er es nicht nötig seine Drums zu triggern. Das ist so schade, die letzten Alben fand ich auch immer besser als die meisten. Das hier ist jedoch einfach nur langweilig. Nur Mouthbreather, Smoke Breaks und When Exiting Your Vehicle sind hörenswert, gehen aber total unter zwischen all dem gelangweile.

steigi - 22.08.10 14:58

Für mich auch ne riesige Enttäuschung. Kann in keinster Weiße mit den mMn alle sehr guten Vorgängern mithalten. Hier bleibt einfach nichts hängen
5/10

Randy - 23.08.10 16:51

@ John Fire
stell dir vor, es wird bei den "größeren" Bands so oder so in der Musikrichtung das Schlagzeug immer getriggert.
Den Unterschied macht das Mastering, dass hier in der Tat nicht das Non-Plus Ultra ist.

John Fire - 23.08.10 20:12

@Randy Das ist mir klar und stört mich eigentlich auch nicht so oft, aber hier ist es einfach grausam. Wenn es am Mastering liegt, dann sei das so, wenns nach mir geht sollte man das aber eh weglassen. Gründe fürs Triggern kann ich eigentlich nur bei Death Metal und live nachvollziehen.

Randy - 24.08.10 16:57

@ John Fire
naja, oder eben man triggert, damit das Schlagzeug besser klingt, anders klingt, etc.
Mir wurden bei unsern Aufnahmen die Trigger auch ans Set geklatscht (obwohl wir nicht grade "groß" sind)
An sich sind Trigger garnicht so verkehrt, solang man nicht hört, dass getriggert wird..
und damit hast du Recht, dass mans hier schon ekelhaft raushört. Schlagzeug klingt nämlich wirklich sehr Plastisch

@Randy - 24.08.10 16:59

"ekelhaft raushört" und "plastisch"

versuch du erst mal mit deiner jahrmarktband ein bein auf den boden zu bekommen und eine note sauber zu spielen. wenn du so gut bist wie der the bled drummer, dann darfst du hier wieder posten, ok?

@@Randy - 24.08.10 18:31

Und du versuch erstmal meinen Beitrag zu verstehen ;)
Ich habe keinesfalls die Fähigkeiten des Drummers bemängelt, ganz im gegenteil, er ist ein absolut begnadeter Schlagzeuger, u.a. auch einer von dem ich mir manche Sachen abschaue.
Das einzige, was "John Fire" und ich besprochen hatten war, dass der Schlagzeug-SOUND relativ plastisch klingt, was aufs Mastering zurückzuführen ist.
Erstmal richtig lesen bevor Mund auf ;)

yo! - 25.08.10 17:47

wie kommt ihr darauf, dass der vermeintlich "plastische sound" der drums auf mastering zurück zu führen ist? ...habt ihr den mixdown gehört oder warum redet ihr hier immer davon, dass vom mastering kommt?

- 02.09.10 01:39

- 02.09.10 15:06